17. Januar 2020
Kein Orgasmus? DAS könnten die Gründe sein

Kein Orgasmus? DAS könnten die Gründe sein

Traurig, aber wahr: Einen Orgasmus zu bekommen ist für Frauen nicht immer einfach. Studien geben sogar an, dass nur 10 Prozent der Frauen einfach und problemlos zum Höhepunkt kommen. Die anderen 90 Prozent (!) lassen sich von vielen äußeren Faktoren beeinflussen – die uns dann den sehnlich erwünschten Höhepunkt vorenthalten. Um die Störfaktoren auszuschalten müssen wir diese aber erstmal finden.
Wir verraten, welche (teils überraschende) Gründe uns davon abhalten, zum Orgasmus zu kommen...

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Kein Orgasmus: Die Muskeln sind nicht angespannt

Äh wie bitte? Sind wir beim Workout? Der Rat für einen gelungen Höhepunkt lautet doch gerade: „Entspann dich!“. Das ist natürlich richtig – aber eher auf unsere Gedankenwelt bezogen. Tatsächlich sind Experten der Meinung, dass Muskelspannung hilfreich ist, damit Frauen zum Orgasmus kommen. Natürlich geht es dabei nicht um eine Sportübung. Es sollte sich gut anfühlen! Versucht, in euch reinzuhorchen und spürt, wie erregend es sein kann, den Körper während der klitoralen Massage anzuspannen. Das Beanspruchen der Bein-, Bauch-, Po- und Beckenmuskeln steigert unsere Lust und die Fähigkeit, den Höhepunkt zu erreichen. Wir versprechen: Ein kleiner Muskelkater ist das absolut wert!

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Kein Orgasmus: High Heels

Tatsache – das Tragen von hohen Schuhen kann sich negativ auf unsere Orgasmusfähigkeit auswirken. Die Hacken sind nicht nur ungesund für unsere Füße, sondern können auch den Psoas Muskel (großer Lendenmuskel) in unserem Becken deformieren. Dieser ist mit anderen Muskeln und Nerven verbunden, die zu unserem Genitalbereich führen. Wird also der große Lendenmuskel verformt, können die Reize nicht mehr ideal weitergeleitet werden – und so einen Orgasmus erschweren oder gar blockieren.

So klappt's mit dem Orgasmus: >> Sex-Tipps: Der Weg zum perfekten Orgasmus

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Kein Orgasmus: Zu wenig getrunken

Klar, viel Trinken ist gesund. Das wissen wir schon. Dass es aber auch einen direkten Einfluss auf unseren Orgasmus hat, war uns gar nicht so klar! Das Vaginalgewebe, welches in das Nervensystem leitet, braucht genügend Feuchtigkeit um ordentlich zu arbeiten. Dafür brauchen wir Wasser! Tipp: Vor allem, wenn wir Alkohol getrunken haben, brauchen wir ein oder zwei Extragläser. Denn Alkohol wirkt dehydrierend.

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Kein Orgasmus: Falsche Stimulation

Das Vorbild, das uns heutzutage vor allem via Pornos vermittelt wird, ist leider überhaupt nicht hilfreich: Härter, schneller und öfter stehen für erstrebenswerte Eigenschaften. Dabei ist vor allem für Frauen oft das Gegenteil der Fall. Um zum Orgasmus zu kommen, wird das direkte Nervensystem stimuliert. Vor allem die Klitoris beherbergt etwa 8000 Nervenenden – doppelt so viele wie die Eichel des Penis! Deshalb brauchen viele Frauen eine indirekte, sanftere Penetration, um ihren Höhepunkt zu erreichen.

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Kein Orgasmus: Zu wenig Selbstbefriedigung

Egal ob in einer Partnerschaft oder Single: Selbstbefriedigung ist etwas Tolles! Und sogar empfehlenswert. Verbannt alte Gerüchten, gesellschaftliche Tabus und kritische Meinungen darüber aus dem Kopf! Denn wie oft wir es uns selber machen, hat auch eine nicht unwichtige Wirkung auf unseren Sex mit anderen. Neben der Tatsache, dass wir erfahren, wie und wo wir gerne angefasst werden, stärkt die Selbstbefriedigung außerdem unsere Vorstellungskraft und Fantasie. Das hilft uns dabei, uns gehen zu lassen und uns im Bett so richtig kreativ auszuleben. Ob einmal pro Woche oder mehrmals am Tag: Dem Spaß mit sich selbst sind keine Grenzen gesetzt!

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Kein Orgasmus: Zu wenig Training

Tatsächlich sind einige Forscher davon überzeugt, dass wir sexuelle Erregung erlernen können. Unser Nervensystem ist mit unserem Gehirn verbunden – dort werden seit unserem Tag der Geburt Berührungen abgespeichert und in Kategorien wie „fühlt sich gut an“, einsortiert. Möchte eine Frau zum Beispiel ihren G-Punkt erforschen, ist es nur allzu unwahrscheinlich, dass sie direkt bei der ersten Stimulieren einen Orgasmus erreicht. Schließlich kommen wir mit diesem Punkt normalerweise nicht in Berührung. So kann es klappen: Wenn die Lust kommt, einfach mal aufs Bett legen und mit einem Vibrator oder den eigenen Händen das Innere der Scheide erforschen. Dabei die Berührungen genießen, verschiedene Penetration ausprobieren und sich fallen lassen. Auch wenn das nicht zum Orgasmus führt, ist es wichtig, diese Berührungen in unserem Gehirn als angenehm abzuspeichern. Wer das regelmäßig wiederholt, kann sich irgendwann über einen sagenhaften Orgasmus freuen!

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Kein Orgasmus: Schlechte Kommunikation

Der Orgasmus beim Sex will einfach nicht klappen? Vielleicht liegt es daran, dass wir im Bett nicht richtig kommunizieren. Genauso wenig wie wir Gedanken lesen können, kann es unser Partner. Auch, wenn es im ersten Moment schwer fällt: Wir müssen sagen, was uns richtig anturnt. Wenn uns das zu direkt ist, können wir auch subtilere Anzeichen geben. Ein erfreutes Stöhnen an der richtigen Stelle, das leiten der Hand des Partners… Dem Mann wird es ganz sicher auch gefallen, wenn die Frau danach so richtig Spaß hat!

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Kein Orgasmus: Volle Blase

Dass wir nach dem Vergnügen zur Toilette sollten, um alle Bakterien herauszuspülen und so eine Blaseninfektion zu vermeiden, wissen wir schon. Allerdings kann eine volle Blasen ebenfalls ein Störfaktor für unseren Orgasmus sein. Anstatt uns fallen zu lassen, bemerken wir das dringende Gefühl, pinkeln zu müssen – logisch, dass wir da nicht zum Höhepunkt kommen. Vor allem, wenn wir dann auch noch Angst haben, einen Tropfen im Bett zu verlieren. Also: Lieber eine kurze Pause einlegen und vorher einmal schnell aufs Töpfchen huschen!

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Kein Orgasmus: Zu viel sitzen

Wer im Büro arbeitet, weiß, wovon wir sprechen: Den ganzen Tag sitzen ist nicht nur für unsere Fitness schlecht – auch die Beckenbodenmuskeln leiden darunter. Und wie wir schon erfahren haben, sind diese für einen guten Höhepunkt nicht zu vernachlässigen. Natürlich können wir unseren Chef aus diesem Grund nicht zu einem Stehschreibtisch überreden – aber es gibt auch andere Lösungen: Jeden Tag in der Mittagspause einen halbstündigen Spaziergang zu machen, stärkt bereits unsere Beckenmodenmuskulatur. Auch kleine Übungen wirken wahre Wunder. Zum Beispiel: Flach auf den Rücken legen, dann die Füße aufstellen und beim Ausatmen den Po nach oben drücken.

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Kein Orgasmus: (Zu) viele Sorgen

Ängste führen dazu, dass wir uns viel zu viele Sorgen machen. Und was hat das jetzt mit unserem Orgasmus zutun? Eine ganze Menge, wie Experten verraten. Eine Studie der Universität Valparaiso aus Indiana zeigte, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmerinnen, die Schwierigkeiten mit ihrem Höhepunkt hatten, auch unter Angststörungen litten. Wer sich ständig Sorgen macht, versetzt seinen Körper in einen dauerhaften Stresszustand. Das frustriert und verhindert, sich fallen lassen zu können – welches eine wichtige Voraussetzung für den unbeschwerten Höhepunkt ist. Auch Frauen, die eine negative Beziehung zu ihrem eigenen Körper haben, tendieren zu Orgasmusproblemen. Wer also wirklich mit Angststörungen zu kämpfen hat, sollte unbedingt mit einem Therapeuten sprechen!

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Kein Orgasmus: Nicht genug Feuchtigkeit

Die gleiche Studie der Universität Valparaiso aus Indiana ermittelte, dass fast ein viertel aller Frauen, die Orgasmusschwierigkeiten hatten, auch weniger Scheidensekret produzierten. Die Feuchtigkeit sorgt dafür, dass die weiblichen (und auch männlichen) Genitalien erotisch sensibler reagieren. Dementsprechend hilft auch sie dabei, den Höhepunkt zu erreichen. Wir können zum Glück ganz einfach nachhelfen: Gleitgele, Öle und Fettcremes gibt es sowohl in Apotheken, als auch online überall zu kaufen.

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