14. Januar 2021
So klappt's mit dem Orgasmus beim Sex

So klappt's mit dem Orgasmus beim Sex

Die Chance auf einen Orgasmus beim Sex liegt bei Frauen bei rund 50 Prozent – das ist zu wenig finden wir und haben ein paar Tipps und Tricks zusammengestellt, mit denen wir leichter zum Orgasmus kommen und unsere Lust steigern können.

Zärtliche Küsse, unendliche Lust, unsere Haut auf seiner, zwei Körper, die sich gegenseitig beim Sex spüren. Und dann – zack! – den Schalter umlegen und den Orgasmus begrüßen. Pff! Wenn das nur so einfach wäre. Den Höhepunkt kann man nicht einfach per Knopfdruck hinauf beschwören. Leider haben viele Frauen so ihre Probleme damit. Laut Studien kommen nur knapp 33 bis 65 Prozent aller deutschen Frauen beim Sex zum Orgasmus. Die Konsequenz? Vortäuschen. Und das liebe Männer, tun wir nicht aus bloßer Bosheit. Nein. Wir wollen Eure Männlichkeit, euer Ego und eure Gefühle nicht verletzen. Schließlich könnt ihr – in den meisten Fällen – nichts dafür, dass wir im Bett nicht zum Höhepunkt kommen und da so unsere Probleme haben. Und zu gutem Sex gehört auch nicht immer ein Orgasmus.

Die weibliche Lust ist ein hochkomplexes Thema. Und sobald es weiterhin auch noch darum geht, die Lust auf die Spitze bzw. den Orgasmus zu treiben, wird es für unsere lieben Männer noch viel schwerer. Aber entspannen wir uns: Beinahe jede Frau kann einen Orgasmus oder ja, auch gleich mehrere Orgasmen erleben. Wir müssen nur genau wissen, wie wir am besten zum Höhepunkt kommen und gegen Orgasmusprobleme angehen können. Dafür gibt es zwei verschiedene Wege: klitoral und vaginal. Hier lest ihr, wo der Unterschied zwischen vaginalen und klitoralen Orgasmen liegt >> Wir geben ein paar Tipps, mit denen wir beim Sex (und bei der Selbstbefriedigung) leichter zum Orgasmus kommen können. Dazu liefern wir die passenden Stellungen mit Lust-Garantie.

Beckenbodentraining für den Orgasmus beim Sex

Nicht umsonst wird die Beckenbodenmuskulatur auch Liebesmuskel genannt. Knapp die Hälfte aller Frauen hat Probleme und erreicht laut Studien beim Sex keinen Höhepunkt. Warum? Vielleicht, weil unser Liebesmuskel zu schwach ausgeprägt ist. Mit einem gestärkten Beckenboden sorgen wir dafür, dass unsere Vagina den Penis fester umschließen kann. Das erhöht unsere Stimulation und somit die Chance auf einen Orgasmus.

Wie das geht? Im ersten Schritt sollten wir zunächst den Liebesmuskel in unserem Beckenboden lokalisieren. Kleiner Tipp: Wenn wir beim Urinieren anhalten, nutzen wir den Liebesmuskel. Wenn wir erst einmal wissen, wie wir den Beckenbodenmuskel kontrollieren können, lässt sich das Training ganz leicht in den Büroalltag integrieren. Einfach den Muskel für etwa fünf Sekunden anspannen und ihn etwa zehn Sekunden entspannen– so lange bis unser Liebesmuskel erschöpft ist. Die nächste Übung für den Beckenboden können wir auch auf dem Rücken liegend durchführen: Dafür legen wir uns hin und stellen die Beine auf. Die Arme legen wir neben uns ab. Nun koordinieren wir unsere Atmung mit der Muskulatur unseres Intimbereiches. Wir öffnen beim Einatmen die Scheide und schließen sie beim Ausatmen wieder. Zehn Wiederholungen – und ganz viel Entspannung!

Multipler Orgasmus beim Sex? 1:0 für uns Frauen

Diese Runde geht an die Damenwelt! Männer kommen vielleicht leichter und häufig auch schneller zum Orgasmus, aber einen multiplen Orgasmus bekommen nur wir. Männer brauchen nach ihrem Höhepunkt eine (kleine) Pause zur Regeneration. Das kann schnell gehen oder aber auch ein paar Minuten oder Stunden dauern. In jedem Fall gibt es aber sozusagen einen Neustart. Übrigens können auch Männer Probleme damit haben, einen Orgasmus zu bekommen. Was nicht bedeutet, dass sie keine Erektion haben. Laut Experten ist die Dunkelziffer recht hoch, da die meisten Männer nur mit einer Erektionsstörung zum Arzt gehen. Das Problem nicht zu "kommen" wird häufig nicht nach außen kommuniziert.

Bei Frauen sieht die Situation anders aus. Wir können rein theoretisch unseren höchsten Grad der Erregung, auch nach dem Orgasmus, halten. Gelingt uns dies, können wir direkt oder kurz danach einen weiteren also multiplen Orgasmus erleben. Ob es auch zu mehreren Orgasmen kommt, ist aber natürlich eine andere Frage, denn meistens flacht die sexuelle Erregung nach dem Orgasmus beim Sex ab. Aber auch in Sachen Dauer vom Orgasmus beim Sex liegen wir weit vorne. Wie lange ein Orgasmus bei Frauen genau dauert, hängt von Frau zu Frau ab. Dieser kann wenige Sekunden anhalten aber auch bis zu einer Minute andauern.

Hat die Größe der Klitoris Einfluss auf den Orgasmus beim Sex?

Es heißt immer die Größe zählt nicht – aber in diesem Fall stimmt das nicht so ganz. Bei einer Untersuchung in den USA konnte etwas erstaunliches festgelegt werden. Anhand einer Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) lies sich erkennen, dass die Frauen, welche über Orgasmusprobleme klagten, eine kleinere Klitoris hatten als die anderen Frauen. Zudem zeigte die Studie, dass bei diesen Frauen der Abstand von Klitoris zu Vagina fünf bis sechs Millimeter größer ist. Eine mögliche Erklärung, warum Frauen mit einer großen Klitoris eher zum Orgasmus kommen, könnte sein, dass diese auch entsprechend mehr Nervenenden haben und eine Stimulation intensiver empfinden.

Kann man auch ohne Sex zum Orgasmus kommen?

Kommen wir direkt zur Sache: Ja, kann man – und zwar auf ganz verschiedenen Wegen! Manche Frauen kommen so zum Beispiel beim Sport zum Orgasmus. Wie man zum sogenannten "Coregasm" kommt, haben wir euch bereits hier erklärt >>  Aber auch beim Schlafen konnten Forscher im Rahmen verschiedener Laborstudien Schwellungen an der Vagina beobachten, wie sie sonst nur bei Orgasmen auftreten. Die Königsdisziplin ist und bleibt aber der mentale Orgasmus – ja, richtig gelesen. Durch einen Mix aus Entspannung, Atmung und Vorstellungskraft können manche Frauen tatsächlich auch auf diesem Weg einen Orgasmus erleben. Hach ja, Sexualität kann ja SO spannend sein! Hier verraten wir euch übrigens noch mehr über die verschiedenen Orgasmus-Arten >>

Keiner, vaginaler oder klitoraler Orgasmus – was ist am besten?

Klingt verrückt, ist aber so: Manche schwören darauf, dass Sex ohne Orgasmus am besten ist. Karezza oder Koitus Reservatus nennt sich der Trend, bei dem Sex ohne Orgasmus praktiziert wird. Warum das besser sein soll? Ganz einfach, weil wir beim Geschlechtsverkehr nicht auf den Orgasmus hinarbeiten, sondern uns viel intensiver auf den Weg zum Höhepunkt konzentrieren. Das sorgt für eine Menge Entspannung im Bett. Auf diese Art wird die Leidenschaft und Intensiät viel deutlicher ausgelebt und gespürt.

Nun stellt sich noch die Frage, welcher Orgasmus beim Sex besser ist: der vaginale oder klitorale. Frauen, die bereits einen vaginalen Orgasmus hatten, beschreiben diesen als intensiver und heftiger als den klitoralen Orgasmus. Jedoch ist dieses Vergnügen nur rund 20 Prozent der Frauen vergönnt, denn nur soviele erleben durch die Penetration einen vaginalen Orgasmus. Dabei spielt es keine Rolle ob zur Stimulation der Penis oder der Vibrator bei der Selbstbefriediegung in uns eindringt. Die meisten Frauen erleben aber leider weder beim Sex noch bei der Selbstbefriedigung einen vaginalen Orgasmus.

Übrigens können wir auch beim Oralsex zum Orgasmus kommen. Natürlich brauchen wir in dem Fall einen Partner der etwas von seinem Handwerk versteht. Die meisten Männer finden es übrigens sogar echt heiß, wenn wir ihnen einen kleinen Fahrplan geben und ihm auf dem Weg zum Höhepunkt sagen, was uns beim Oralsex am meisten gefällt.

Wir verraten euch die besten Tipps für den perfekten Orgasmus!

1. Tipp: Spiel mit Bewegung

Den Körper kreisen, Baby! Das Spiel mit Bewegung bringt uns beim Sex schneller und intensiver zum Orgasmus. Es ist von also von Vorteil, wenn wir unsere sexuelle Erregung und unsere Lust über den Körper zum Ausdruck bringen.

Wie das genau geht?
Dafür kreisen wir beim Sex zwischendurch immer mal wieder mit dem Becken, ganz nach Gefühl. Oder fahren mit unserem Becken die Form einer Acht nach. Durch diese fließenden Bewegungen verteilen wir die Lust und Erregung im ganzen Körper. Eine Steigerung erfahren wir, wenn wir dabei auch tief mit dem Bauch atmen.

2. Tipp: Sexuelle Fingerfertigkeit

Frauen kommen deshalb so schwer zu einem vaginalen Orgasmus, weil meist keiner genau weiß, wo der G-Punkt liegt und wie er stimuliert wird. Lassen wir den Mann den Körper erkunden und zwischen den Schamlippen auf G-Punkt-Jagd gehen.

Tipp: Er sollte es mit seinen Berührungen etwa fünf Zentimeter hinter dem Scheideneingang, in Richtung des Bauchnabels, versuchen. Nun sollte er Zeige- oder Mittelfinger (es gehen auch beide) drauflegen und uns dort ganz vorsichtig und mit Gefühl streicheln. Die Intensität wird gesteigert, indem er seinen Finger bewegt – am besten so, als würde er jemanden zu sich locken wollen. Wenn die Frau erregt ist, sollte er seinen Finger immer schneller werdend nach oben und unten bewegen. Wenn wir unser Becken vor lauter Lust rhythmisch mitbewegen, kann er es mit der flachen Hand auf den Boden drücken – solange bis wir einen Orgasmus bekommen. Alternativ kann unser Partner uns auch mit dem Vibrator verwöhnen und uns so zum Höhepunkt bringen.

3. Tipp: Mund offenhalten

Steigern wir unsere Lust, in dem wir den Mund beim Sex offen lassen – mindestens einen Finger breit! Uns mit offenem Mund zu sehen, ist für unseren Partner irrsinnig erregend. Und wir werden sehen, dass auch wir selbst uns davon angetörnt fühlen werden. Vor allem, wenn wir beim Ausatmen ein sinnliches "Aah" oder "Oooh" von uns geben. Wer sich mehr traut, kann auch ganze Sätze sagen. Sagen wir unserem Liebsten ruhig, dass es uns so gefällt.

Und: Wir dürfen bloß nicht an die überhöhte Heizkostenabrechnung denken, die uns bevorsteht. Machen wir uns heiße Gedanken: Dafür schließen wir die Augen und stellen uns vor, wie wir beim Sex jetzt wohl aussehen mögen. Oder wir denken an Sex-Fantasien, wie wilde Orgien. Das steigert das Gespür für den Körper, den Genuss und die Lust. Ein Orgasmus ist auch Kopfsache.

4. Tipp: Das Übertreiben und Loslassen üben

Machen wir uns locker! Um die nächste Übung zu erklären, müssen wir erst folgendes verstehen: Der Orgasmus ist das Entladen einer körperlichen sexuellen Erregung bei gleichzeitiger Entladung der Gefühlsebene. Der Orgasmusreflex wird auf der körperlichen Ebene ausgelöst. Umso intensiver wird der Höhepunkt, je besser wir oben loslassen und uns in Entspannung üben können. Oben – das heißt in Brust, Schultern, Hals, Nacken und Kopf. Wir wissen: das will erst gelernt sein! Wie wäre es deshalb einmal mit dem Nachspielen einer hollywoodreifen Orgasmus-Szene à la "Harry und Sally"? Übertreiben wir ruhig beim gespielten Orgasmus. Dann kommt es uns mit der Zeit und vor allem beim eigentlichen Sex-Akt nicht mehr so komisch vor.

5. Tipp: WC-Besuch verschieben

Und noch ein geheim-Tipp: Wir sollten lieber nach dem Sex aufs Klo gehen. Klingt komisch, das wissen wir. Aber eine volle Blase hilft dabei, zum Orgasmus zu kommen. Denn der Druck von innen erhöht die Reizung.

6. Tipp: Das Vorspiel

Fakt ist: Die meisten Frauen kommen eher klitoral, als vaginal zum Höhepunkt. Beim klitoralen Orgasmus verengt sich autoamtisch die Vagina, wodurch die Wahrscheinlichkeit für einen Orgasmus am G-Punkt deutlich steigt. Daher sollte beim Sex unbedingt auf ein ausgiebiges Vorspiel wert gelegt und die Klitoris inklsuive der Schamlippen stimuliert werden. Bei vielen Frauen führt das Vorspiel außerdem zu Entspannung und einem intensiveren Orgasmus dank maximaler Lust-Steigerung. Dabei darf gerne der ganze Körper mit einbezogen werden. Wie wäre es denn mit einem zarten Knabbern an unseren Brustwarzen, Berührungen an den Oberschenkeln oder einer gefühlvollen Reibung?

7. Tipp: Sit down, Baby!

In dieser Stellung spüren wir ihn besonders tief in uns! Habt ihr einen tiefen großen Sessel? Perfekt, es muss nämlich nicht immer das Bett sein! Lehnen wir uns bequem im Sessel zurück. Dann schieben wir unser Becken bis zur Kante vor. Unser Partner sollte sich nun zwischen unsere Beine knien. Damit es gemütlicher wird, kann er sich ein Kissen unterlegen. Nun sollte er lustvoll in uns eindringen. Dann ist die Frau dran: Wir schlingen unsere Beine um seine Hüften. Erregung pur!

8. Tipp: Die besten Orgasmus-Stellungen

Ihr mögt es, wenn er eure Klitoris stimuliert? Dann werdet ihr diese Sex-Stellung lieben: Wir legen uns auf den Rücken und ziehen die Beine zur Brust. Der Mann legt sich im 90-Grad-Winkel zu uns, auf seine rechte Seite. Wir stecken unser rechtes Bein aus und schieben es durch seine Oberschenkel. Nun sollte unser Partner sein Bein um unser Becken wickeln, so dass er in uns eindringen kann. Dann legt er unser linkes Bein auf seine Hüften. So kann er nebenbei auch unseren Kitzler stimulieren und wir erleben den Orgasmus noch intensiver.

Zu kompliziert? Kein Problem – ebenfalls eine perfekte Position, um einen vaginalen Orgasmus zu bekommen, haben wir noch parat. Wir legen uns auf den Boden und legen unsere Beine auf die Schultern unseres Partners. Ganz simpel, aber sehr effektiv.

9. Tipp: Sexuelle Fantasie anregen

Es braucht nicht immer Berührungen: Macht euch heiße Gedanken, um euch so richtig in Fahrt zu bringen. Ihr braucht noch etwas zum Einheizen? Dann schnappt euch doch mal ein paar Pornos und schaut diese zusammen mit eurem Liebsten. Wetten es dauert nicht lange, bis ihr die Finger nicht mehr voneinander lassen könnt? Und wenn ihr kein Freund von Pornos seid, lest unsere erotische Geschichte „Als Santa Clause kam ...“.

10. Tipp: G-Punkt-Stellung

So können wir unsere G-Punkt stimulieren und selbst die Kontrolle über den gewählten Winkel behalten: Wir stützen uns auf Knie und Ellenbogen. Öffnen leicht die Beine und lassen unseren Partner von hinten in uns eindringen. Wir sagen ihm, dass er an den Hüften fassen soll. So kann er mehr Druck ausüben und unseren Kitzler zusätzlich verwöhnen. Nun bestimmen wir, wie groß der Winkel ausfallen soll: Durch entsprechendes Heben und Senken unserer Arme können wir ihn so lenken, wie es uns am besten gefällt – und wir am besten zum Höhepunkt gelangen.

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