15. März 2021
Tipps: Narben verstecken

Tipps: Narben verstecken

Sie entstehen durch Akne, Verletzungen oder Operationen: Narben lassen sich nicht immer vermeiden. Wir zeigen, wie wir Narben verstecken und ganz einfach wegzaubern können – zumindest optisch!

Sommer, Sonne…Makel-Striptease! Darunter fallen leider auch lästige kleine Aknenarben oder große Narben. Meist verbinden wir schlimme Erinnerungen mit ihnen – zum Beispiel schwere Unfälle oder notwendige Operationen. Ja klar, im Laufe der Zeit lernen wir, mit unseren unschönen Narben gut zu leben – doch so richtig wollen wir uns mit Ihnen auch nach Jahren nicht anfreunden. Denn gerade wenn die Sonne scheint, sich der Sommer in Höchstform zeigt und unsere Haut immer brauner wird, fallen weiße Narben besonders extrem auf. Wir verraten, wie man sie mit Narbenpflege und der richtigen Kosmetik ganz einfach verstecken kann.

Wie entstehen Narben?

Narben entstehen, wenn nicht nur die oberste Hautschicht, sondern auch tiefere Hautschichten verletzt wurden. Ist also die mittlere Hautschicht, die Lederhaut, verletzt, wird eine Narbe entstehen.

Diese Arten von Narben gibt es
Abhängig von der Art der Wundheilung und Verletzung, können sich Narben ganz unterschiedlich ausbilden. Generell unterscheidet man in drei Arten von Narben.
  • Atrophe Narben: Atrophe Narben entstehen häufig nach einer Akne-Erkrankung oder Windpocken. Sie entstehen durch Entzündungsprozesse in tieferliegenden Hautschichten. Die Narben sind oftmals rot bis lilafarben.
  • Hypertrophe Narben: Hypertrophe Narben werden häufig von Juckreiz und Rötungen begleitet. Sie sind oftmals leicht wulstig und entstehen, wenn das Gewebe nach einer Hautverletzung nicht genug geschont wird. Nach ein paar Jahren können sie zu atrophen Narben werden.
  • Kleoide Narben: Bei kleoiden Narben wächst das neue Bindegewebe über die Narbengrenze hinaus. Diese Form der Narben ist häufig die Folge größerer Verletzungen, Operationen und Verbrennungen.

Ganz vermeiden lässt sich Narbenbildung leider nicht. Es gibt keine Methode mit der wir eine frische, aber tiefe Wunde behandeln können, damit keine Narbe entsteht. Jedoch können wir mit der richtigen Narbenbehandlung und Narbenpflege die Narbenbildung positiv beeinflussen.

  • Schorf nicht abkratzen, sonst können Keime in die Wunde gelangen und diese entzündet sich erneut.
  • Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden oder gut abdecken.
  • Narbe nicht scheuern durch enge Kleidung
  • Nicht rauchen, denn das Nikotin verschlechtert die Durchblutung
  • Extreme Hitze und Kälte vermeiden
  • Wundsalben verwenden
  • Wenn es sich eignet eine Narbenmassage
  • Wunde nicht dehnen oder ziehen

Und wie entstehen eigentlich die weißen Narben? Am Anfang verursachen heilende Wunden dunkelrote bis violette Narben. Diese verblassen mit der Zeit. Leider fallen diese weißen Narben dann gerade auf sonnengebräunter Haut besonders stark auf. Aber: Da hilft kein Hilfe-Schrei, sondern nur unser neues Mantra: Ran an die Pinsel und Narben verstecken! Schließlich brauchen wir einen guten Schutz vor gaffenden Menschen, die möglicherweise indiskrete Fragen stellen und das Feingefühl eines Esels besitzen. Doch keine Angst: Nur weil wir Narben haben, die anders als unsere normale Hautfarbe sind (ob im Gesicht oder am Körper), bedeutet das nicht, dass wir keine Beauty sein können. Auch mit diesen kleinen Biestern können wir hübsch aussehen. Hier erklären wir, wie man solche Irritationen leicht abdecken und behandeln kann.

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Die Basis

Grundsätzlich können wir Narben an Rumpf, Armen und Beinen in den Jahreszeiten Frühling, Herbst und Winter durch Kleidung verdecken. Wenn der Körper nicht sonnengebräunt ist, fallen Narben am Körper so gut wie gar nicht auf. Wenn doch, können wir die vernarbte Haut auch mal mit etwas Selbstbräuner bearbeiten.

Auch die Kosmetikerin unseres Vertrauens kann Hilfe leisten. Wie genau? Sie kann uns verraten, wie wir mithilfe anderer Beauty-Tricks von den unschönen weißen Narben ablenken können – insbesondere wenn es sich um Narben im Gesicht handelt. Zum Beispiel durch das Highlighten der Augen oder des Mundes. Wenn sich die Narben im Wangenbereich befinden, können Sie diese auch mit einem entsprechenden Hair-Cut vertuschen.

Bevor es ans Schminken geht sollten wir eine gute Salbe zur Narben-Nachbehandlung auftragen. So wird die Haut an der entsprechenden Stelle geschmeidiger. Besonders wichtig ist es aber vor allem, dass wir unser Gesicht vor dem Auftragen des Make-ups gründlich mit einem sanften Wasch-Gel reinigen und hinterher eine feuchtigkeitsspendende Creme auftragen. Ihre Haut braucht Feuchtigkeit!

Camouflage, Baby! Das richtige Make-up zum Abdecken von Narben

Mit einer Bräunungslotion können wir im ersten Schritt schon einmal die Farbunterschiede leicht ausgleichen. So bekommen wir einen gleichmäßigen Teint. Noch besser: Spray Tanning. Diese Bräunungsmethode eignet sich hervorragend um Narben oder Dehnungsstreifen auszugleichen und zu verbergen. Doch die beste Hilfe, um eine Narbe zu kaschieren, ist das Kaschieren mit Camouflage Make-up – natürlich mit dem richtigen Farbton! Was das genau ist? Dahinter versteckt sich Korrektur-Make-up. In Form von einem Abdeckstift zum Beispiel, eignet sich diese Schminke ist perfekt für Narben-Träger, weil sie eine sehr hohe Pigmentierung besitzt – und vor allem: weil sie eine hohe Deckkraft besitzt. Diese Schminke versteckt unsere Narben ohne künstlich zu wirken. Besonders beliebt als Korrektur-Make-up ist das Kryolan Camouflage, da es sich dabei um professionelle Theaterschminke handelt. Wirklich praktisch!

Das Camouflage Make-up können wir in Apotheken, im Fachhandel oder online kaufen. Auch das Kryolan Make-up ist ganz einfach online zu bestellen. Wir fragen am besten auch einmal bei unseren Hautarzt nach. Viele Dermatologen sind auch auf kosmetische Behandlungen spezialisiert und können uns gute Tipps geben. Und wenn wir uns nicht sicher sind, welcher Hautton zu uns passt, fragen wir gerne auch unsere Kosmetikerin um Rat.

Damit sich die Narbe nicht durch Make-up entzünden kann, ist es ganz wichtig, dass wir diese erst mit Make-up kaschieren, wenn die Wundheilung komplett abgeschlossen ist. Solange die Narbe noch blutet oder nässt, sollten wir unbedingt Abstand vom Make-up nehmen. Erst wenn der Hautarzt sein Go gibt, können wir die Narbe mit medizinischem Puder oder einer Heilsalbe grundieren und dann erst das Camouflage auftragen.

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Narben verstecken: Schritt für Schritt

1. Paste zwischen die Finger nehmen und vor der Anwendung erwärmen. So bekommt das Make-up die richtige Konsistenz.

2. Das Camouflage Make-up mit einem Schwämmchen und leicht klopfenden Bewegungen auf das Gesicht, den Hals und das Dekolleté auftragen.

3. Für die Grundierung einen halben Farbton dunkler als Ihre natürliche Hautfarbe wählen. So wirkt usner Gesicht gesund und frisch. Die Narben sind noch frisch und rötlich? In diesem Fall sollten wir die Narbe mit Grün abdecken, denn Grün wirkt komplementär zu Rot. Auch bei Akne-Narben können wir diesen Trick anwenden. Anschließend können wir die Stellen überschminken.

4. Das Make-up mit einem Puder fixieren, nachdem wir die Grundierung gleichmäßig aufgetragen haben (inklusive Augenlid).

5. Das Camouflage Make-up mit Rouge kombinieren und die Gesichtsform akzentuieren.

Hinweise: Durch die Haftwirkung wird das Make-up auch durch Regen oder Schweiß nicht vom Gesicht gewaschen. Damit unser Werk erst recht nicht maskenhaft aussieht, können wir auch mal zu einem (Bronzing-)Puder mit mehreren Farbnuancen greifen. Wenn wir Narben an anderen Stellen unseres Körpers verstecken möchten (etwa Arme oder Beine) helfen spezielle Körper Make-ups weiter. Wichtig: Beim Schminken sollten wir stets auf einen weichen Übergang achten.

Hilfe bei unebenen Narben

Schwieriger wird es, wenn es sich um unebene Narben handelt, die wir kaschieren möchten. Diese lassen sich nämlich nicht einfach durch Make-up oder Abdeckstift verstecken, sondern erfordern eine spezielle Vorbehandlung – und etwas mehr Zeit! Am besten ist da ein Hautplastikum in unterschiedlichen Hauttönen. So wird eine perfekte Abdeckung und optische Glättung der Partie sichergestellt. Eine weitere Alternative: eine zwei Komponenten-Abdeckungen, die vor der Verwendung im Verhältnis 1:1 gemischt wird.

Ist das Produkt aufgetragen, braucht das Produkt noch rund fünf Minuten zum Abbinden. Wir sollten beachten, dass wir danach keinerlei Veränderung mehr vornehmen können. Die getrocknete Plastik ruhig mit jeder beliebigen Fettschminke überschminken. Ein perfektes Versteckspiel! Am Abend können wir die Plastik einfach wieder vom Gesicht abziehen.

Permanent Make-up

Wenn wir übermäßig unter unserer Narbe leiden, uns ganz und gar unwohl in unserer Haut fühlen und keine Lust haben, uns jeden Morgen mit Camouflage Make-up zu vergnügen, können wir uns auch dazu entschließen, die Narbe mit Permanent Make-up zu verstecken. Dadurch können wir entspannter durchs Leben gehen und die psychische Belastung reduzieren. Diese kosmetische Behandlung funktioniert besonders gut an der Augen- und Mundpartie. Aber auch Augenbrauen, die durch eine Narbe nicht mehr nachwachsen, können mit Permanent Make-up gut nachgezeichnet werden. Wenn wir eine Narbe an einer glatten Stelle unserer Haut haben, wird eine hautfarbene Nuance gewählt. So brauchen wir auch bei Sonne nicht über die richtige Abdeck-Methode nachdenken.

Vorsicht: Wenn wir uns zu einem kosmetischen Eingriff entscheiden, sollten wir vorher unbedingt ein ärztliches Gutachten einholen und die Kostenübernahme der Krankenkasse abklären. Im Allgemeinen sagt man, dass ein Permanent Make-up erst sechs bis zwölf Monate nach der Hautverletzung durchgeführt werden sollte.

Narben richtig pflegen

Wir sollten unsere Haut schön geschmeidig halten. Täglich! Das geht am besten mit Narbencremes oder speziellen Haut-Ölen zur Narbenbehandlung: Massieren wir unsere Haut so lange wie möglich mit Creme, Gel oder Öl ein. Dabei sollten wir darauf achten, nicht direkt auf der Narbe zu massieren, sondern lieber ein paar Zentimeter davon entfernt. Das regt die Durchblutung an. Besonders bewährt haben sich dafür übrigens Narbengele mit einer Kombination aus Zwiebelextrakt, Heparin und Allantoin.

Als Ergänzung zum Massieren eignen sich Wundpflegecremes mit speziellen Mineralstoffen. Sie beschleunigen die Wundheilung. Außerdem gibt es auch gute Narben- und Silikongele, die Entzündungen verhindern, genügend Feuchtigkeit spenden und dabei helfen, wulstige Narben zu verhindern. Transparente Pflaster mildern erhabene Narben und beugen Rötungen gut vor.

Hinweis: Wir sollten das Gesicht nicht mit Seife waschen! Dadurch reizen wir das empfindliche Gewebe der Narbe. Besser ist hautneutrales Waschzeug.

Sommer, Sonne, Narben – richtiger Schutz und Pflege bei Sonneneinstrahlung

Wir haben bereits von Bräunungslotion und Camouflage Make-up gesprochen – doch wie sieht es im Sommerurlaub aus? Reicht Make-up, um die Narbe vor Sonneneinstrahlung zu schützen? Wer eine korrigierende Grundierung aufträgt, kann die Narbe im Alltag so ausreichend vor Sonne schützen. Jedoch kommt es auch hier darauf an, wie alt die Wunde ist. Eine frische Narbe sollte mindestens ein Jahr lang vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Dafür sollte sie durch ein Pflaster oder Sunblocker vor den Strahlen geschützt werden. Ist die Wunde nicht mehr allzu frisch, kann die Narbe auch durch ein Stück abdeckendes Klebeband verdeckt werden. Bei stärkerer Sonneneinstrahlung sollte das Make-up jedoch erst nach dem Sonnenschutz aufgetragen werden.

Narben verstecken: Lasern

Eine weitere Methode, um Narben zu verstecken, ist das Narben-Lasern. Doch kann eigentlich jede Art von Narbe gelasert werden? Generell können alle Narben mit Hilfe von Lasertherapien behandelt werden. Sowohl Aknenarben als auch Operationsnarben, Brandwunden oder Narben durch Schnittverletzungen oder ein entferntes Tattoo können wir auf diese Weise den Kampf ansagen. Je nach Art der Narbe, Hypertrophe Narbe, die sich nach oben wölbt oder Atrophische Narbe, welche eingesunken ist, gibt es auch verschiedene Laserverfahren, die sich für die Narbe eignen. Ist die Narbe eingesunken, kann diese mithilfe von Unterspritzungen oder durch chemisches Peeling auf das normale Hautniveau angehoben werden.

Dermabrasion

Bei Aknenarben bietet sich die Microdermabrasion an, bei der die Haut abgeschliffen wird. Hier kommt ein spezieller Schleifkopf zum Einsatz, der besonders schnell rotiert um die oberen Gewebeschichten abzutragen und die unerwünschten Unreinheiten zu korrigieren. Die Dermabrasion ist jedoch nur für Patienten mit einem hellem Hauttypen geeignet. Patienten mit einem dunklen Hauttyp gehen bei dieser Behandlung das Risiko einer Farbverschiebung ein. Gerade im Gesichtsbereich ist die Dermabrasion daher nicht zu empfehlen.

Narben mit einem Tattoo verdecken

Tatsächlich ist es auch möglich, seine Narben dauerhaft mit einem Tattoo zu verdecken und verschönern. So kann man aus seiner Narbe ein richtiges Kunstwerk machen! Aber Vorsicht: Auch hier muss man sich gedulden, bis das Gewebe komplett verheilt ist. Zudem sollte man vorher einen Arzt konsultieren. Hält er es für zu risikoreich, die Narbe mit einem Tattoo zu kaschieren, sollte man auf diese Methode natürlich verzichten.

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