Tipps Augenringe wegbekommen: Tipps und Hausmittel

Bye bye Augenringe und Tränensäcke! Wir verraten, wie Kartoffeln, Gurken & Co. gegen Augenringe wirken. Und ob Lasern wirklich hilft.

Augenringe

Wie entstehen Augenringe und Tränensäcke?

Augenringe (Halonierung) sind häufig erblich bedingt oder entstehen durch Schlaf-, Flüssigkeit- oder Eisenmangel. Auch Alkoholkonsum, Rauchen oder Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen können Auslöser für die Schatten unter den Augen sein. 
Eine häufige Ursache für Augenringe sind durchscheinende Gefäße: Unterhalb des Auges sind sowohl die Haut als auch das Unterhautfettgewebe sehr dünn. Das heißt, Blutgefäße können hindurch scheinen. Dies hat zur Folge, dass der Bereich schattig wird und wir Augenränder bekommen. Die Blutgefäße schimmern stärker durch die Haut, wenn weniger Sauerstoff transportiert wird. Häufig wird davon gesprochen, dass Schlafmangel die Ursache für unsere Augenringe ist. Haben wir wenig geschlafen, ist unsere Durchblutung schlechter und wir bekommen diese lästigen Schatten. 
Auch eine übermäßige Pigmentierung der Haut kann dafür sorgen, dass wir Augenringe haben. Unsere Haut besitzt bestimmte Pigmente, welche die Farbe unserer Haut mitbestimmen. Je mehr wir davon haben, desto dunkler wirkt unsere Haut. Lagern sich an einer Stelle besonders viele Melanine ein, wird dies als Hyperpigmentierung bezeichnet. Das kann auch unterhalb der Augen passieren. Mögliche Ursachen können vermehrte UV-Einstrahlung, Ausschläge oder Hauterkrankungen sein.
Natürlich können Augenringe krankheitsbedingt entstehen, jedoch tritt dieses Phänomen nur sehr selten auf. 

Tränensäcke sind letztendlich harmlose Fettpölsterchen. Die Schwellungen der Unterlider sind kein Grund zur Besorgnis, sondern lediglich eine Alterserscheinung. Durch Fetteinlagerungen und Erschlaffung der Haut des Bindegewebes können sie ab 35 immer deutlicher auftreten.
Während Augenringe in jedem Alter auftreten können, sind Tränensäcke häufig eine Alterserscheinung. Diese lässt sich ebenfalls mit gesundem Lebensstil und abschwellenden Maßnahmen herauszögern.

Wie können wir Augenringe wegbekommen?

Gegen viele kosmetische Augenleiden gibt es die passende Augenpflege. Tränensäcke lassen sich meist schnell und kurzfristig mithilfe von Kühlung reduzieren. Dafür einfach Augenpads oder gewöhnliche Esslöffel im Kühlschrank abkühlen und anschließend auf die Augen legen.
Bei Augenringen kommt es ganz darauf an, was die Ursache ist. Ist die Hyperpigmentierung der Grund für die dunklen Ringe unter den Augen, können verschiedene Medikamente helfen. Diese können das Melanin in der Haut reduzieren. Hier ist jedoch Vorsicht geboten. Diese bleichenden Mittel, wie spezielle Augencremes, dürfen nur vorsichtig und unter der Anleitung eines Arztes aufgetragen werden. Alternativ können die Stellen auch mit einem Laser behandelt werden.
Sind durchscheinende Gefäße die Ursache, muss eine andere Behandlung her. Bleichende Cremes und Mittel für die Augenpartie wären völlig deplatziert, da die ohnehin schon dünne Haut noch dünner und transparenter werden würde. Hier bieten sich eher Hausmittel oder andere Methoden an. Dazu zählt zum Beispiel die Augenpartie mit eigenem Fett oder Hyaluronsäure zu unterspritzen, um die Hautschicht zu verdicken.

Hyaluronbehandlung

Tiefliegende Augenringe (Tränenrinne) verschwinden sofort, wenn man sie mit Hyaluronsäure unterspritzen lässt. Dafür gibt es mittlerweile sehr verträgliche Präparate. Zuerst wird die Haut mithilfe einer Creme betäubt, anschließend verwendet der Arzt eine feine, stumpfe Kanüle um das Hyaluron in die untere Hautschicht zu spritzen. Es handelt sich nur um einen kurzen Eingriff, der keine Ausfallzeiten nach sich zieht. Der Look hält dann bis zu neun Monaten. Da es sich bei Augenringen um ein kosmetisches Problem handelt, zahlen die Krankenkassen solche Eingriffe in der Regel nicht. Kostenpunkt: ab ca. 400 Euro.

Hausmittel gegen Augenringe

Wer nicht zu Make-up greifen möchte, kann mit einigen Hausmitteln gegen die Augenringe kämpfen. Die meisten Behandlungen sollten über einen längeren Zeitraum wiederholt werden. Das Schöne an der Behandlung mit Hausmitteln ist, dass wir unsere Haut keinen chemischen Zusätzen aussetzen. Einige davon haben wir bestimmt sogar vorrätig.

1. Kartoffel

Die Knolle aus der Erde hat bleichende Fähigkeiten. Die dunklen Augenringe können also auf ganz natürliche Art aufgehellt werden. Behandlung: Eine Kartoffel schälen, raspeln und in ein Geschirrhandtuch geben. Nun können wir das Tuch auf unsere Augen legen und für einige Minuten einwirken lassen. Alternativ kann der Kartoffelsaft ausgepresst werden und mit einem Wattepad auf die Augenpartie gegeben werden. Auf diese Weise kann der Kartoffelsaft sogar über Nacht wirken. Tipp: Möglichst die Kartoffel vorher im Kühlschrank lagern. 

2. Gurke

Die Gurke ist eine echte Wunderwaffe gegen Hautprobleme und ein tolles Superfood, was unserem Körper so richtig gut tut. Die Augenmaske ist sogar ein echter Klassiker, der allerdings nur noch selten verwendet wird – dabei ist es so simpel. Behandlung: Zwei dicke Gurkenscheiben abschneiden und für zehn Minuten auf die Augen legen. 

Tipp: Darum sollten wir jeden Tag eine Gurke essen >>

3. Grüner Tee

Dem grünen Tee werden viele positive Eigenschaften nachgesagt. Das liegt vor allem an den Antioxidantien und Tannin, die darin enthalten sind. Grüner Tee hilft so nicht nur beim Abnehmen und Entgiften. Die Gerbstoffe sorgen auch dafür, dass unsere Augenringe aufgehellt werden und gleichzeitig mögliche Schwellungen abklingen können. Behandlung: Dafür müssen wir nur zwei Teebeutel in warmem Wasser ziehen lassen und diese im Anschluss im Kühlschrank für 30 Minuten abkühlen. Dann die kalten Teebeutel für 15 Minuten auf die Augen legen.

4. Kokosöl

Das Kokosöl ist ein wahrer Alleskönner und tut unserem Körper richtig gut. Auch bei Augenringen kann dieses Hausmittel helfen. Behandlung: Dafür geben wir etwas Kokosöl auf ein Wattepad und tupfen dies auf den schattigen Bereich – auf diese Weise wird gleichzeitig unsere Durchblutung gefördert. Das Öl kann über Nacht einwirken.

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5. Natron

Natron hat eine bleichende Wirkung und kann uns im Kampf gegen die lästigen Augenringe helfen. Behandlung: Wir verrühren einfach etwas Natron mit Wasser und verteilen den Brei auf ein Wattepad. So können wir die Natronmaske auf die Verfärbungen tupfen und dort für zehn Minuten einwirken lassen. Im Anschluss mit warmem Wasser abspülen. 

6. Milch

Ein weiteres Hausmittel gegen Augenringe ist kalte Milch. Diese soll eine abschwellende Wirkung haben und somit den unliebsamen Augenringen entgegenwirken. Behandlung: Wichtig ist, dass Milch möglichst kalt ist. Zwei Wattepads in sehr kalte Milch eintauchen und diese für mindestens 15 Minuten die Augen legen. Sollten diese schnell warm werden, einfach gegen neue austauschen. 

Augenringen und Tränensäcken vorbeugen

Neben Hausmittelchen und Erste-Hilfe-Tricks lässt sich auch einiges tun, um dem Augengraus vorzubeugen. Die effektivste Art und Weise gegen dunkle Schatten und Schwellungen unter den Augen ist ausreichend Schlaf und genug Entspannung! Stress und Schlafmangel ist nämlich ein wahrer Augenringe-Booster. Nächtliche Erholungsphasen sind für unsere Haut super wichtig – besonders für die zarte Partie unter unseren Augen. Sechs bis acht Stunden ist das Minimum für genügend Regeneration.

Auch eine gesunde Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Genug geschlafen und trotzdem dunkle Schatten unter den Augen? Dann könnte das an einer Mangelerscheinung, z.B. Eisenmangel liegen. Fehlt Eisen im Körper ist das Blut sauerstoffärmer und somit dunkler. Das scheint besonders an der dünnen Haut im Gesicht durch. Nüsse und Gemüse wie Spinat, Rosenkohl Rote Bete oder Grünkohl sind natürliche Eisenlieferanten.

Tipp: Täglich eine leichte Tagescreme mit Lichtschutzfaktor tragen! Durch Sonneneinstrahlung wird nämlich Melanin produziert, was die Haut noch dunkler macht.

Falls gar nichts hilft: Die Augenringe beim Hausarzt abklären lassen. Vor allem, wenn diese plötzliche auftreten oder weitere Symptome wie Jucken, Brennen oder Schwellungen hinzukommen.

Augenringe richtig abdecken mit Concealer

Augenringe überschminken funktioniert zum Glück sehr gut! Zuerst wird die Farbe der Haut analysiert: Schimmern die Augenringe eher bläulich, wirkt ein Produkt mit rosa Unterton der Schattenwirkung am besten entgegen. Wirken die Augenringe eher bräunlich, ist ein gelblicher Unterton die optimale Wahl. Achtung: Entgegen vieler Annahmen sollte die Farbe nicht deutlich heller (und erst recht nicht dunkler!) sein, als die normale Foundation. Das würde die Stelle unter den Augen noch zusätzlich betonen.
Es gibt viele verschiedene Produkte, zu denen wir greifen können. Die ideale Wahl laut Experten sind ganz klassisch Concealer. Die flüssige Textur lässt sich schön gleichmäßig verteilen und setzt sich nicht so stark in den Hautfältchen rund um das Auge ab. Hierbei auf eine leichte Textur achten. Tipp: Ist der Concealer zu schwer, kann er mit ein wenig Feuchtigkeitspflege gemischt werden.
So wird der Concealer aufgetragen: Am unteren Wimpernkranz ansetzen und von dort aus ein Dreieck mit Spitze in Richtung Wange malen. So wird der schattige Bereich unter dem Auge perfekt abgedeckt während die Farbe unauffällig in unseren Teint übergeht. Dann die Farbe vorsichtig in klopfenden Bewegungen mit dem Ringfinger einarbeiten (dieser übt am wenigsten Kraft aus). Anschließend folgt das Make-up, welches als zweite Schicht über den Concealer eingearbeitet wird. Zum Schluss hilft eine leichte Schicht Puder, das Ergebnis zu fixieren.

Datum: 13.1.2020

Autor: Laura Pfeiffer