Produktivität hacken: Mit diesem psychologischen Trick meisterst du deinen Alltag

Wer kennt es nicht: Unangenehme Aufgaben könnten wir wochenlang vor uns her schieben. Doch mit einer smarten Methode gehört Prokrastination ab jetzt der Vergangenheit an.

Frau mit Uhr © Getty Images
Deine Produktivität zu hacken, war mit diesem Trick noch nie so einfach – versprochen! 

In der heutigen, von Ablenkungen geprägten Welt kämpfen viele von uns damit, ihre Produktivität zu maximieren. Eine Methode, die immer mehr an Popularität gewinnt, ist die sogenannte "Scary Hour", die der Berater und Unternehmer Vip Sitaraman erfunden hat. Klar, "Gruselstunde" mag vielleicht im ersten Moment abschreckend wirken. Doch die Methode, die hinter der ungewöhnlichen Bezeichnung steckt, zielt tatsächlich darauf ab, die Angst und den Stress, die oft mit unangenehmen oder herausfordernden Aufgaben verbunden sind, direkt anzugehen und so die Produktivität erheblich zu steigern. 

Was ist die "Scary Hour"?

Die "Scary Hour" ist eine Methode zur Bewältigung von Aufgaben, die wir oft als unangenehm, herausfordernd oder beängstigend empfinden. Statt diese Aufgaben immer wieder aufzuschieben, was bestimmt viele nur zu gut kennen, widmet man sich ihnen gezielt für eine Stunde am Tag. Der Gedanke dahinter ist simpel: Wenn wir diese schwierigen Aufgaben bewusst angehen, reduzieren wir den Stress und die Angst, die sie verursachen, und schaffen gleichzeitig mehr Raum für positive und produktive Tätigkeiten. Und am Ende wird man mit einem echten Erfolgserlebnis belohnt – anstatt sich schlecht zu fühlen, Dinge nicht anzugehen.

Wie funktioniert die "Scary Hour"?

Die Umsetzung der "Scary Hour"-Methode ist denkbar einfach und kann in wenigen Schritten erfolgen:

1. Identifikation von Aufgaben Am Anfang steht die Identifikation der Aufgaben, die wir gerne vor uns herschieben. Dies können berufliche Aufgaben wie die Vorbereitung einer Präsentation oder auch persönliche Pflichten wie das Aufräumen des Kellers sein.

2. Planung und Vorbereitung Wähle eine feste Stunde jeden Tag, in der du dich diesen beängstigenden Aufgaben widmest. Es sollte eine Zeit sein, in der du sicherstellen kannst, dass du ungestört und fokussiert arbeiten kannst. Am Besten eignet es sich, die Stunde direkt am Morgen einzuplanen, damit du zufrieden in den Tag starten kannst und das "Unangenehmste" bereits erledigt hast.

3. Fokus und Engagement Während der "Scary Hour" konzentrierst du dich ausschließlich auf die identifizierten Aufgaben. Das bedeutet, dass du nicht abgelenkt werden solltest – stelle dein Handy auf Flugmodus, schließe deine E-Mail- und Social-Media-Tabs und informiere deine Kollegen und Kolleginnen oder Familienmitglieder, dass du nicht gestört werden möchtest.

4. Reflexion und Anpassung Nach der "Scary Hour" hilft es kurz, die Fortschritte zu reflektieren. Welche Aufgaben wurden bewältigt? Wurden ursprünglichen Ängste oder der Stress reduziert? Diese Reflexion hilft, weitere "Scary Hours" effektiver zu gestalten und eine Routine zu entwickeln. 

Das sind die Vorteile der "Scary Hour"

Reduzierte Prokrastination: Die bewusste Fokussierung auf unangenehme Aufgaben hilft, Prokrastination zu vermeiden. Dies sorgt dafür, dass Aufgaben nicht länger aufgeschoben und somit effizienter erledigt werden – ohne jegliche Ausreden zu (er)finden. 

Stressabbau: Durch die regelmäßige Bewältigung herausfordernder Aufgaben verringern sich die damit verbundenen Ängste und Stressgefühle. Dies führt zu einem insgesamt entspannteren Alltag, den du stolz beschreiten kannst.

Produktivitätssteigerung: Das gezielte Arbeiten an schwierigen Aufgaben erhöht die Gesamtproduktivität. Wenn diese Aufgaben erledigt sind, bleibt mehr Zeit und Energie für andere Tätigkeiten, da das schlechte Gewissen bereits beseitigt ist. 

Übrigens muss die "Scary Hour" nicht genau 60 Minuten lang sein. Je nach Aufgabe kannst du dir individuell die Zeit nehmen, die du brauchst. Ziel ist es jedoch, dass du die Zeitspanne bewusst in deinem Kalender blockst und dann heißt es: Augen zu und durch. Danach wirst du bestimmt merken, dass das Ganze nur halb so schlimm war. 

Verwendete Quelle: Business Insider, TED Talks