Frisurtipps Locken einfach selber machen – mit und ohne Hitze

Wer mit glatten Haaren gesegnet ist, weiß den seidigen Glanz und die Mühelosigkeit sicher zu schätzen. Für Schwung und Aufregung müssen manchmal aber einfach Locken her! Wir erklären, auf welche Arten Locken selber gemacht werden können und wie es genau funktioniert.

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Diese Arten von Locken gibt es

Bevor es ans Frisieren geht, sollte feststehen, welche Arten von Locken am Ende herauskommen sollen. Sowohl der Durchmesser der einzelnen Locke, als auch die Dicke der Haarsträhne wirkt sich entscheidend auf das Gesamtergebnis aus.
Je größer der Durchmesser, desto größer und weicher wird die Locke. Wird ein sehr kleines Tool gewählt, entstehen richtige Korkenzieherlocken. Und: Werden viele kleine Strähnen bearbeitet, entstehen mehr Locken, als wenn das Haar in einige wenige Strähnen aufgeteilt wird.

>> DIESE Arten von Locken gibt es bei Naturlocken!

Locken selber machen mit Hitze

Wir erklären euch Schritt für Schritt die besten Verfahren, um Traumlocken mithilfe von Hitze-Tools zu kreieren.

Locken machen mit dem Glätteisen

Obwohl es ursprünglich zum Glätten der Haare gedacht war, können wir mit dem Eisen auch prima Locken in unsere Haare zaubern. Hierbei kommt es einzig auf die richtige Technik an.
Wer ein Hitze-Tools verwendet, sollte nur mit komplett trockenen Haaren arbeiten. Die Haarstruktur ist im nassen Zustand nämlich besonders empfindlich und würde durch die Temperatur geschädigt werden. Aber auch im getrockneten Zustand gilt: Vorher unbedingt einen Hitzeschutz verwenden, damit die Haare gesund und seidig bleiben.
Am einfachsten geht es, wenn das gesamte Haar bis auf eine Strähne weggesteckt wird. Nun am Ansatz ansetzen und das Glätteisen nach unten ziehen, wobei es dann um 180 Grad gedreht wird, sodass die Öffnung des Tools zur Seite zeigt. Um eine lässige Wellenstruktur zu bekommen, kann der Drehwinkel ruhig variiert werden. Je vertikaler ihr das Eisen haltet, desto stärker werden die Locken. Nun sollte Strähne für Strähne bearbeitet werden – ob ihr viele kleine oder wenige dicke Strähnen möchtet, ist reine Geschmackssache. Zum Schluss alles mit Haarspray fixieren!

Locken machen mit dem Lockenstab

Ein Lockenstab unterstützt euch ideal! Je nachdem, wie breit der Durchmesser des Aufsatzes ist, werden eure Locken groß und sanft oder klein und dynamisch. So funktioniert‘s: Gebt etwas Lockenschaum ins trockene Haar und knetet alles gut durch. Als nächstes unbedingt Hitzeschutz auftragen! Nun einzelne Strähnen um den Lockenstab wickeln – ob ihr vom Ansatz oder erst in den Längen starten wollt, ist euch überlassen. Je nachdem wie dick die gewählten Haarsträhnen sind, entstehen viele oder wenige Lockenstränge. Lasst die Haarsträhne etwa 10 Sekunden um das Tool gewickelt, dann zieht ihr es vorsichtig raus und lasst die Strähne kurz auskühlen. Tipp: Während der Zeit die Locke von unten mit der Hand halten, damit sie sich nicht gleich wieder aushängt. Zum Schluss einmal kopfüber vorbeugen und die Haare ausschütteln – das sorgt für extra Volumen! Alles gut mit Haarspray festigen und schon sind die Traumlocken fertig.

>> SO gehen glamouröse Hollywood-Waves Schritt für Schritt

Locken machen mit Lockenwicklern

Bevor ihr euch in der Drogerie für irgendwelche Lockenwickler entscheidet, bedenkt, dass auch hier der Durchmesser über die Größe der Locken entscheidet. Für den richtigen Halt zuerst etwas Schaumfestiger in das handtuchtrockene Haar massieren. Nun die Mähne in drei Partien aufteilen: Links, oben und rechts. Fixiert diese mit Zopfgummis, während ihr auf einer Seite mit einer Strähne beginnt. Diese straff ziehen, mit der Spitze beginnend auf den Wickler drehen und am Kopf mit einer Haarnadel befestigen. Nun Strähne für Strähne weitermachen, bis das gesamte Haar aufgewickelt ist. Dann für etwa 10 Minuten mit dem Föhn darüber gehen. Anschließend bleiben die Lockenwickler für gute drei Stunden im Haar. Ist die Zeit um, werden die Wickler vorsichtig gelöst. Nun die Haare mit den Händen auflockern und zum Schluss mit Haarspray fixieren.

Locken selber machen ohne Hitze

Empfindliche, kaputte oder brüchige Haare? Dann probiert lieber eines der folgenden Varianten aus. So bekommt ihr Locken ganz ohne schädliche Hitze!

Locken machen: Beach Waves über Nacht

Nach dem Haarewaschen die handtuchtrockenen Längen mit Sea Salt Spray einsprühen. Dann zum Zopf flechten und mit einem Haargummi fixieren. Tipp: Es sollte keinen Metallverschluss haben und nicht zu stramm sitzen, damit die Spitzen nicht brechen. Je enger der Zopf geflochten ist, desto schmaler werden die Locken. Für Beach Waves können die Strähnen ruhig lockerer sitzen.
Am nächsten Morgen wird der Zopf geöffnet, wer mag gibt etwas Haarfestiger oder Volumenmousse hinein. Nun vorsichtig durchkämmen et voilá – fertig ist der natürliche Wellen-Look!

Locken machen mit Papilotten

Klingt irgendwie nach den 70er und 80er Jahren? Die kleine Helferlein sind jetzt wieder total angesagt. Die mit Schaumstoff verkleideten Drähte sind nämlich total Haarschonend und beglücken uns über Nacht mit Traumlocken. Das funktioniert ähnlich wie bei den Lockenwicklern: Das handtuchtrockene Haar mit einer haselnussgroßen Portion Stylingschaum versorgen. Dann Strähne für Strähne auf je eine Papilotte wickeln. Am Ende den Draht ineinander verdrehen, damit sie halten. Nun über Nacht trocknen lassen und am nächsten Morgen vorsichtig aufdrehen.

Tipps: So halten die Locken

Nach einer Stunde sind die Haare schon wieder platt? Dagegen hilft ein Stylingmousse oder Schaumfestiger. Dieses vor dem Frisieren in den Haaransatz einzuarbeiten. Das sorgt für Volumen, denn es hält die Haare direkt am Ansatz oben. Während des Stylings mit Hitzetools sollten die Locken immer kurz auskühlen und dabei festgehalten werden, damit sie sich nicht vorher aushängen! Vorsicht, nicht die Finger verbrennen...
Zum Schluss verlängert Haarspray den Halt der Locken – aber Achtung: Weniger ist mehr! Denn zu viel Produkt beschwert die Frisur und lässt die Locken noch schneller aushängen.

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Datum: 15.1.2020

Autor: Silva Oldenburg