Die kriegen den Hals nicht voll Warum stehen alle Männer auf Deepthroat?

Warum ist der Deepthroat bei Männern so beliebt? Und wie funktioniert eigentlich das tiefe Eindringen in die Kehle? Hier erfahrt ihr es!

Deepthroat

Für alle, die es noch nicht wissen oder vielleicht noch nie etwas davon gehört haben: Deepthroat oder auch Deepthroating ist eine Variante des Oralverkehrs, bei der der Penis so weit in den Mund der Frau eingeführt wird, dass er bis in den Rachen reicht. Sollten wir jetzt denken, dass wir dabei doch ständig würgen müssten, dann haben wir recht. Trotzdem gilt der Deepthroat bei vielen auch als das "Non plus Ultra" des Oralverkehrs. Doch stimmt es, dass alle Männer darauf stehen? Oder ist das Deepthroating nur eine (für Frauen) unangenehme Modeerscheinung, die bald wieder in den Tiefen der Pornoindustrie verschwindet?

Tief, tiefer, Deepthroat

Ein Blowjob ist heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr. Die meisten Frauen machen es und haben auch Spaß daran ihren Partner zum Orgasmus zu bringen. Das Verwöhnen des besten Stückes mit Mund und Zunge kann sowohl für Ihn als auch Sie sehr erregend sein. Gut so! Doch in den letzten Jahren ist eine neue Variante – bekannt hauptsächlich aus Pornos – des Blowjobs aufgetaucht. Der Deepthroat. Übersetzt bedeutet es so viel wie "Tiefe Kehle" und wird eben genauso praktiziert. Der Penis wird dabei tief in den Rachen der Partnerin gesteckt, so dass er quasi bis in die Speiseröhre reicht. Im exzessivsten Fall wird die Kehle der Frau so bis zum Orgasmus penetriert. 

Stück für Stück zum Deepthroat

Wer gerne Deepthroat ausprobieren möchte, sollte sich zunächst darauf einstellen, dass es unangenehm werden könnte, wenn der Penis tief in unserem Rachen steckt. Bei fast jeder von uns wird bei diesem Blowjob wohl zunächst der Würgreflex einsetzen. Doch mit etwas Geduld können wir uns selber Desensibilisieren und den Reflex langsam ausschalten. 
Wenn wir einen übermäßig starken Würgereflex haben, kann es einige Monate dauern, bis wir es schaffen, den Penis weit in unseren Rachen zu stecken. Zunächst sollten wir rausfinden, wo unser Würgreflex beginnt. Dafür können wir einen Finger, einen Dildo oder eine Zahnbürste nehmen und uns diese auf die Zunge legen, dann schieben wir das Objekt langsam tiefer in Richtung Rachen bis der Reflex ausgelöst wird. Nun müssen wir diese Position kurz aushalten und dürfen nicht in Panik geraten. Wir atmen tief durch und versuchen den Finger oder das andere Objekt dort für 10 Sekunden zu lassen. Nun muss nur noch regelmäßig trainiert werden. Wenn wir merken, dass wir irgendwann nicht mehr würgen müssen, schieben wir den Finger, die Zahnbürste oder den Dildo einfach ein paar Millimeter tiefer. Sollte auch dies irgendwann kein Problem mehr sein, kommt der nächste Schritt. Ab diesem Zeitpunkt schieben wir das Objekt in den Mund und ziehen es wieder raus. Diese Bewegungen wiederholen wir solange, bis wir nicht mehr würgen müssen.

Die richtige Position für den Deepthroat

In welcher Position der Deepthroat am besten gelingt, ist einfach Typsache. Jedoch gibt es einige Stellungen, die sich besonders dafür eignen. Die kniende Position vor unserem Partner ermöglicht uns Blickkontakt und der Mann kann uns ganz genau beobachten. Diese Position eignet sich jedoch am besten für Fortgeschrittene, die bereits gewöhnt sind, den Penis tief in den Rachen zu nehmen.
Für viele Frauen ist es einfacher, wenn sie das beste Stück genau andersrum tief in den Mund nehmen, sodass unser Hinterteil zum Mann zeigt – wie in der 69er Stellung. Natürlich bietet auch diese sich an, um den Deepthroat zu praktizieren. 
Für den Anfang können wir uns auch auf den Rücken legen und den Kopf leicht über die Kante hängen lassen. So kann der Mann sich über uns beugen und den Penis tief in unseren Rachen einführen.  

Richtige Atemtechnik beim Deepthroat

Hinzu kommt die richtige Atemtechnik, denn natürlich ist der Hals schon ganz schön voll! Da sich der Penis während des Deepthroats nicht in der Luftröhre befindet, kann theoretisch ganz normal weitergeatmet werden. Dringt er allerdings extrem tief ein, kann die Luftröhre unter Umständen eingedrückt werden. Deshalb ist Vorsicht geboten! Erstickungsgefahr besteht also normalerweise nicht. Die beste Atemtechnik während des Deepthroats ist ein ruhiges, langsames Atmen durch die Nase. Kommt das Würgegefühl auf, am besten innehalten und tief durch die Nase ausatmen, um zu entspannen. Den Würgereflex gibt es natürlich nicht ohne Grund. Er verhindert das versehentliche Schlucken von giftigen oder ungenießbaren Gegenständen. Sollten wir den Deepthroat also durchführen wollen, ist ein zeitintensives Training gefragt, mit dem wir dies unter Kontrolle bringen.

Stehen alle Männer drauf?

Natürlich sind die Geschmäcker verschieden und es gibt sicherlich genügend Männer, die keinen Gefallen daran finden. Tatsächlich finden aber viele Männer den Deepthroat erregend. Dies liegt häufig an der Machtsituation und der „Unterwerfung“ der Frau. Außerdem fühlt sich ein Deepthroat anders an. Die Kehle ist nun mal sehr eng. Das schafft eine spannende Abwechslung zum klassischen Verkehr. Und ja, das Empfinden, dass eine Frau dies auf sich nimmt, um ihrem Freund noch mehr Ekstase beim Oralverkehr zu verschaffen, ist sicherlich auch für den ein oder anderen Mann besonders erregend.

Do's und Don'ts beim Deepthroat

Das Wichtigste zuerst: Diese Praxis sollte nur angewandt werden, wenn beide es tatsächlich wollen! Vor allem der passive Part sollte keinesfalls gedrängt oder überredet werden. Der Deepthroat verlangt Feingefühl, Rücksichtnahme und Vorsicht.

Die wichtigsten Do's und Don'ts für den perfekten Deepthroat

  • Vorsicht! Ähnlich wie beim Analverkehr ist die Entspannung ein super wichtiger Faktor. Anfangs unbedingt der Frau die Führung und das Tempo überlassen!
  • Lassen Sie sich Zeit. Sowohl beim Akt an sich, als auch bei der Vorbereitung – es kann Monate dauern, bis der Deepthroat richtig beherrscht wird.
  • Das Üben ist eine notwendige Voraussetzung für den Deepthroat – bitte aber KEINE LEBENSMITTEL dafür verwenden! Bananen, Gurken etc. könnten abbrechen und im Rachen stecken bleiben. Lieber zum eigenen Finger, Dildo, Kochlöffel oder Zahnbürste greifen.
  • Keine Scheu vor Körperflüssigkeiten: Wer einen Deepthroat möchte, darf mit viiiiel Speichel keine Probleme haben.
  • Zum Schluss: Nein heißt Nein. Egal was vorher abgesprochen wurde – wenn die Frau nicht (mehr) will, ist das immer zwingend zu akzeptieren.

 

Muss ein Deepthroat wirklich sein?

Sicherlich lieben Männer einen guten Blowjob und sind auch dem Schlucken nicht abgeneigt. Jedoch hört das Verständnis dann auf, wenn wichtige Körperfunktionen ausgesetzt oder ignoriert werden sollen, damit Sex lustvoll praktiziert werden kann. Und es stellt sich die Frage, welcher Mann Erregung empfindet, wenn die Frau ständig würgt und ihr Tränen über die Wange laufen (genau das passiert nämlich, wenn der Würgereflex konsequent ignoriert wird). Natürlich gilt auch hier: Wenn beide Parteien Spaß daran haben und Lust dabei empfinden, ist es absolut in Ordnung. Denn wir sollten nicht vergessen, dass es durchaus Frauen gibt, die gerne den Deepthroat praktizieren. Auch beim BDSM gehört der Deepthroat häufig dazu. Dort gehört es zu den Aufgaben der devoten Frau den Penis möglichst tief in den Mund zu nehmen, bis sie würgen muss und keine Luft mehr bekommt.

Fazit: Wollt ihr den Deepthroat wirklich für euch erlernen, um eurem Freund weitere Lust und Befriedigung zu verschaffen, dann könnt ihr das gerne tun. Aber macht es auf keinen Fall, wenn euch das Gefühl zu unangenehm ist. Egal wie heiß es der Gegenüber findet. Eine vergleichbare Alternative gibt es leider nicht – probiert es aus und lasst es sein, falls es euch nicht zusagt.

Datum: 07.01.2020

Autor: Alexander Scherb

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