26. Juli 2012
Quickie – darum ist der schnelle Sex so gut!

Quickie – darum ist der schnelle Sex so gut!

Sex muss nicht immer lange sein, ganz im Gegenteil ein Quickie zwischendurch ist nicht nur aufregender, sondern passt auch in jeden Zeitplan.

Quickie
© nd3000/iStock
Quickie

Der Quickie ist das schwarze Schaf des Beischlafs und teilt sich gemeinsam mit dem Sex im Auto von jeher das böse Vorurteil, in der Theorie weitaus reizvoller zu sein als in der Praxis. Beschimpft als schmuddelige Männerfantasie oder gar würdeloses Mittel zum Zweck des Besenkammer-Samenraubes, dümpelt der Quickie seit Jahren am Rande des ruhigen Gewässers, auf dem sich Liebende im Rausch des Endlos-Vorspiels lustvoll treiben lassen.

Warum hat es der Quickie so schwer, sich gegen seine langatmige Konkurrenz durchzusetzen? Das größte Problem des Quickies ist vermutlich, dass wir ihn schon lange kennen. Damals, als Handys noch Telefonkarten hießen, und Elton John noch eine Glatze hatte, da war der Quickie unser Einstieg in alles, was später einmal richtig guter Sex werden wollte.

Das erste Mal

Die Wenigsten haben von einem „ersten Mal“ zu berichten, das länger als fünf Minuten dauerte und aus mehr als schwitzigem Gefummel bestand. Pate für eine dermaßen unbeholfene Veranstaltung zu stehen, machte dem Quickie seit dieser Zeit das Leben schwer und ließ ihm eigentlich wohl nie eine Chance. Denn Geschlechtsverkehr in unseren frühen Jahren hatte gefälligst einen ganzen Vormittag zu dauern – oder zumindest doch die halbe Nacht.

Später dann, als wir die Sache technisch so gut drauf hatten, dass wir die schnelle Nummer zwischendurch mit Bravour hätten hinlegen können, da legten wir aus anderen Gründen Wert auf ein Vorspiel in Blockbuster-Länge. Rein, raus – danke, Klaus? Dafür wart ihr Frauen euch meistens zu schade. Während euch bei der Suche nach Mr. Right erstmals der betörende Duft der lebenslangen Liebe in die Nase stieg, da müffelte der Quickie nach einer unbefriedigenden Affäre ohne echte Zukunft. Ihr habt euch damit irgendwie schnell abgefertigt gefühlt, nicht richtig geliebt, nicht ernst genommen. Logisch, dass auch wir damit nicht glücklich sein konnten.

Und schließlich war da noch die miese Presse. Wann immer in den letzten Jahren der halbgare Versuch unternommen wurde, die flotte Kopulation zurück ins heimische Schlafzimmer zu lotsen, kam sie am Ende mehr schlecht als recht weg. Als Notlösung, als müde Nummer, mit der gestresste Paare ihre ehemals ungezügelte Leidenschaft noch zwischen das späte Meeting und das RTL Nachtjournal quetschen konnten, mehr nicht.

„Halt!“ möchte man als Mann da schreien. Das hat auch dieser Sex nicht verdient. Bei dem wir uns nämlich sehr wohl Gedanken machen, wo und wie wir uns und auch euch effektiv zum Ziel führen.

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Komm doch mal schnell, Schatz

Für uns ist der Quickie viel mehr als ein Trostpflaster für Lendenlahme oder der geringste Steuersatz in der Abrechnung der partnerschaftlichen Pflicht. Bei Tageslicht betrachtet – und gerade dort macht er am meisten Spaß – ist der Quickie vor allem eins: die einfachste und lockerste Art, mal eben aneinander Vergnügen zu haben.

Es ist die Möglichkeit, gerade jetzt im Sommer, der ja wahrlich eh kurz genug ist, den luftigen Rock für ein paar echt scharfe Minuten zu heben. Und an den heißesten Tagen des Jahres stellt er die stressärmste Variante dar, sich ohne Kerzengeflacker und ermüdendes Gekuschel im kleinen Rahmen die ganz großen Gefühle zu zeigen. Nicht nur für uns, auch für euch. Denn rein statistisch gesehen ist der Quickie klarer Quotensieger. Neben 90 Prozent der Männer findet nämlich auch die Hälfte aller Frauen den Gedanken an die schnelle Körperlichkeit reizvoll und erregend. Und eine Studie der amerikanischen Penn State University belegt, dass genau der Verkehr als befriedigend empfunden wird, der sich bei einem Mittelwert um die 13 Minuten einpendelt.

Zu schnell Kommen?

Ich widerspreche! Kurz und knapp heißt ja nicht schlecht. Da unterscheidet sich hochsommerlicher Sex nicht vom, sagen wir mal, Grillen. So wie ein richtig gutes Steak nicht länger als fünf Minuten auf dem glühenden Rost liegen darf, so holt ein gut eingespieltes Paar mit ein paar zielsicheren Griffen auch in puncto Orgasmus die Kohlen aus dem Feuer. Es kommt überhaupt nicht auf die Zeit an, sondern darauf, dass beide in der Kürze der Zeit das Gleiche voneinander wollen. Und beide wissen, wie sie es bekommen. Ich gehe sogar so weit zu sagen: zähes Fleisch, schlechter Metzger – fehlender Höhepunkt, optimierungsbedürftiger Partner.

Versprochen: Für all jene, die den richtigen Lover schon gefunden haben, ist der Quickie das perfekte Hobby für die beste Jahreszeit. Wenn man im Sommer erst auf den Geschmack gekommen ist, macht er bei allen Temperaturen Spaß. Und wird für euch vielleicht ab kommendem Herbst die kalorienärmste Leckerei, die euch das Gefühl vermitteln kann, dass irgendwie noch Sommer ist.

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