Beziehung: 7 Tipps, wie man Fremdgehen verzeihen kann

Beziehung: 7 Tipps, wie man Fremdgehen verzeihen kann

Seitensprünge zu verzeihen, ist keine leichte Aufgabe. Denn: Wer herausfindet, dass der Partner untreu ist, sieht im ersten Moment selten einen Ausweg.

Wut und Trauer sind nur zwei der Emotionen, die das Verzeihen zunächst erschweren. Dennoch ist es für die Betroffenen immer wieder eine Herausforderung, das Fremdgehen zu verzeihen. Bevor es jedoch daran geht, den Vertrauensbruch zu vergeben, ist eine Frage besonders wichtig: Ist die Liebe noch immer da? Es ist dabei stets ratsam, die eigenen Gefühle ernst zu nehmen und auf das Herz zu hören. Ganz gleich, was andere sagen - es ist eine persönliche Entscheidung, ob man der Beziehung noch eine Chance geben möchte.

Ist es überhaupt möglich, das Fremdgehen zu verzeihen?

Die kurze Antwort darauf lautet: vielleicht. Grundsätzlich handelt es sich beim Verzeihen stets um ein Geschenk. Egal ob es um einen Seitensprung, eine Affäre oder ein gänzlich anderes Thema geht - wer verzeiht, tut nicht nur dem Gegenüber einen Gefallen. Es ist vielmehr die einzige Möglichkeit, um einen bestimmten Weg weitergehen zu können. Ist dieser Weg der Richtige, dann lohnt es sich, die Mühe zu investieren und der Beziehung eine zweite Chance zu geben. Ein wichtiger Schritt kann die professionelle Hilfe durch eine online Paartherapie bei Paarbalance sein. Kombiniert mit weiteren Maßnahmen ist es dadurch möglich, die vorherrschenden Gefühle aufzuarbeiten und wieder einen Schritt aufeinander zuzugehen.

1. Gefühle würdigen: Die eigene Verletzung anerkennen

Jeder Mensch vertraut darauf, dass der Partner treu ist und dieselben Gefühle in die Beziehung einbringt. Wurde dieses Grundvertrauen erst einmal enttäuscht, bleiben Schmerz und Zweifel selten aus. Der Vertrauensbruch zeigt sich fast immer in einer tiefen emotionalen Wunde. Auch wenn diese Verletzung körperlich nicht zu sehen ist, ist es notwendig, sofort zu reagieren.

Viele Fragen kommen hier zusammen, die einen umtreiben: Wie konnte es so weit kommen? Findet er mich nicht mehr anziehend? Bin ich nicht mehr genug? Was ist unsere Beziehung noch wert? Wird es wieder passieren? Daran sieht man, dass der rein körperliche Akts des Fremdgehens oft gar nicht mehr die große Rolle spielt, sondern eine Kettenreaktion an Zweifeln in Gang gebracht wird und das Grundvertrauen sowie Wertevorstellungen erschüttert werden. Die Aussage "Es war doch nur Sex!" kann daher so keinen Bestand haben.

Während das Vorgehen bei einer rein körperlichen Verletzung immer sehr ähnlich abläuft, benötigen emotionale Wunden einen anderen Ansatz. Einige Menschen brauchen ihre Freunde, einen Lieblingsfilm oder müssen einfach alleine sein. Wichtig ist es, das zu tun, was einem selbst guttut. Ob dabei ein räumlicher Abstand zum Partner sinnvoll ist, hängt von den individuellen Gefühlen ab.

2. Emotionen ausdrücken: Den eigenen Gefühlen eine Stimme geben

Der Seitensprung des Partners bringt die Innenwelt aus dem Gleichgewicht. Deshalb ist es wichtig, zunächst die vorhandenen Gefühle anzuerkennen. Anschließend wird es leichter, den Schaden zu beseitigen. Wie bei vielen anderen Problemen hilft es, die vorherrschenden Emotionen in Worte zu fassen. Einige Menschen profitieren auch davon, eben diese Gefühle niederzuschreiben. Ob es sich um einen Brief an den Partner, ein Gedicht oder einen Tagebucheintrag handelt, ist zunächst einmal zweitrangig. Eine Alternative für künstlerisch begabte Personen ist es, die Empfindungen in einem Bild festzuhalten. Natürlich kann auch ein Gespräch mit Freunden dabei helfen, die eigenen Gefühle zum Ausdruck zu bringen.

3. Wie konnte es dazu kommen: Die Antwort auf das "Warum" finden

Ist der Partner fremdgegangen, gibt es viele Fragen, die beantwortet werden wollen. Die zentrale Problematik ist jedoch: Wie konnte es dazu kommen? Dieses Warum sorgt häufig für schlaflose Nächte und die wildesten Spekulationen. Wichtig dabei ist: Der Partner, der fremdgegangen ist, trägt die Verantwortung dafür. Trotzdem haben Seitensprünge und Affären meistens einen bestimmten Grund. Diesen Grund zu kennen, hilft dabei, langfristig zu verzeihen. Dabei geht es jedoch auf keinen Fall um Schuldzuweisungen - egal wie schmerzhaft die Situation auch ist. Da das nicht unbedingt einfach ist, können die Profis für online Paartherapie bei Paarbalance dabei helfen.

4. Der Perspektivenwechsel: Die Sicht des Partners einnehmen

Natürlich ist es schwierig, sich in jemanden hineinzuversetzen, der einen tief verletzt hat. Allerdings ist die Welt weder Schwarz noch Weiß - es gibt also kein einfaches "gut" oder "böse". Jeder Mensch ist einzigartig in seinen Gefühlen, Handlungen und Ansichten. Deshalb kann es sinnvoll sein, sich für einen Moment in die Gefühlswelt des Partners hineinzudenken. Wer es schafft, die Gefühle eines anderen Menschen zu erspüren, kann seine Handlungen meist besser verstehen. Das rechtfertigt den Seitensprung auf keinen Fall, macht es jedoch einfacher, die Situation zu begreifen.

5. Gemeinsame Gespräche: Das zerstörte Vertrauen wieder aufbauen

Ein gemeinsames Gespräch ist eine wichtige Grundlage dafür, das zerstörte Vertrauensverhältnis erneut aufzubauen. Damit das klappt, ist ein sicherer und guter Rahmen notwendig. Idealerweise sollten weder die Handys noch die Türklingel stören. Dabei gilt es außerdem zu beachten, dass der Seitensprung fast immer ein Symptom der Beziehungskrise ist, nicht der Auslöser.

Um die Beziehung weiterführen zu können, ist es auch wichtig, zu erfahren, wie sich der Partner fühlt. Denn nur wenn sichergestellt ist, dass es zu keinem weiteren Seitensprung kommt, lohnt es sich, die Partnerschaft fortzusetzen.

Gefühle in einer solchen Situation offen und ehrlich anzusprechen ist wesentlich wichtiger, als Details in Erfahrung zu bringen. Sie würden die Wunden nur erneut aufreißen oder vertiefen. Stattdessen sollte der Fokus auf folgenden Punkten liegen:

  • Wie stehen beide Seiten zueinander?
  • Welche Gefühle sind noch immer da, unabhängig von dem Seitensprung?
  • Steht eine Trennung im Raum, weil es mehr als ein einfaches Fremdgehen war?

Die Karten offen auf den Tisch zu legen ist notwendig, damit beide Seiten wissen, wo sie stehen. Dabei kann eine professionelle Hilfe sinnvoll sein. Schließlich sind die Emotionen aufgeladen, weshalb es nicht selten vorkommt, dass eine faire Kommunikation unmöglich erscheint.

6. Ein Blick in die Zukunft: Den eigenen Standpunkt festlegen

Nach dem langen Ausflug in die Vergangenheit der Partnerschaft herrscht ein gewisses Verständnis für die aktuelle Situation vor. Beide Seiten wissen, wie es zu dem Vertrauensbruch kommen konnte. Im Idealfall sollten beide Partner zu diesem Zeitpunkt nach vorne schauen.

An erster Stelle steht dabei die Frage, ob man der Beziehung langfristig noch eine Chance gibt. Während es sich am Anfang um eine reine Gefühlsfrage handelte, ist mittlerweile klar, wo der Auslöser liegt. Nur wenn er sich beseitigen lässt und die Liebe noch immer da ist, ist ein gemeinsamer Schritt in die Zukunft möglich.

Äußere Umstände wie die gemeinsamen Kinder, finanzielle Abhängigkeiten oder die Meinung der Freunde sollte man außen vorlassen. Es ist ein neues Kapitel im Leben oder der Beziehung, über die nur die vorherrschenden Gefühle entscheiden.

7. Nach dem Fremdgehen: Gemeinsam gestärkt aus dem Seitensprung hervorgehen

Auch wenn ein Seitensprung schmerzhaft ist: Paare, die danach zusammenbleiben, gehen gestärkt daraus hervor. Die Schmerzen mögen noch eine Weile anhalten, doch herrscht ein neues Verständnis in der Partnerschaft vor. Dieses Verständnis betrifft nicht nur den Partner und die Beziehung, sondern auch die persönlichen Emotionen. Es handelt sich dabei um einen Gewinn, der beide Seiten wachsen lässt. Genau deshalb ist das Verzeihen stets ein Geschenk für beide Seiten.

Wichtig: Wer das Fremdgehen verzeihen möchte, entscheidet sich für einen langwierigen Prozess. Es ist eine Herzensangelegenheit, die Zeit benötigt. Es ist kaum möglich, den Seitensprung innerhalb weniger Tage zu verarbeiten und eine gemeinsame Lösung zu finden. Insbesondere Themen wie Eifersucht oder ein tiefsitzender Groll können sich regelmäßig zeigen, bevor die Situation tatsächlich durchgestanden ist. Dennoch helfen all diese Emotionen dabei, als Paar zu wachsen und die gemeinsamen Bedürfnisse besser zu erkennen. Auf diese Weise gelingt eine langfristig ausgeglichene Partnerschaft, bei der man sich sicher sein kann, dass sie auch größeren Problemen standhält.

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