Tipps So lernen wir, besser mit Geld umzugehen

Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, wie wir lernen richtig mit Geld umzugehen. Dann ist am Monatsende auch noch ein paar Schuhe drin.

Frau mit Kredikarte

Erste Anzeichen, dass wir nicht mit Geld umgehen können

Dort ein neues Shirt gekauft, hier ein paar mal mit Freunden Essen gegangen, Kino, Konzert und schon herrscht auf dem Konto gähnende Leere. Dabei sind wir eigentlich immer der Meinung, doch gar nicht so viel ausgeben zu wollen, bzw. über unsere Verhältnisse gelebt zu haben, oder ist das bei euch anders?

Wir verraten euch, wie wir die roten Euro-Zahlen unsere Kontos mit ein paar einfachen Tipps in den Griff bekommen. Für alle, die sich noch nicht so sicher sind, ob ihr gut mit Geld umgehen könnt, macht hier einfach den Test.

Fast jeder hat schon mal über seine Verhältnisse gelebt und sich am Ende des Monats gefragt, wo das ganze Geld hin ist. Wenn dieser Fall aber regelmäßig bei uns auftritt, sollten wir uns bewusst machen, dass dies ein Anzeichen dafür ist, dass wir nicht mit Geld umgehen können. 

Typische Anzeichen dafür, dass wir nicht mit Geld umgehen können.

  • Wir kennen die Höhe unserer Einnahmen und Ausgaben nicht
  • Wir wissen nicht, wie weit wir im Minus sind und was unser monatliches Budget ist
  • Wir sind jeden Monat überrascht wie hoch unsere Rechnungen sind
  • Wir schieben das Thema Altersvorsorge auf die lange Bank
  • Wir glauben Bonität ist ein Punkte-Sammelsystem
  • Wir verschieben Termine bei der Bank gerne auf das nächste Jahr

So unterschiedlich gehen die Deutschen mit Geld um

Erst einmal sollten wir uns fragen, was "richtig mit Geld umgehen" eigentlich heißt. Dazu gibt es einfach keine klare Definition und jeder versteht darunter etwas anderes. Für die meisten heißt richtig mit Geld umgehen jedoch, dass am Ende des Monats auch noch etwas Geld auf dem Konto ist. Studien zeigen, dass Personen, die mehr Geld übrig haben als andere, generell anders mit Geld umgehen. Die meisten von Ihnen haben weder einen Kredit noch reizen sie ihr Dispo aus. So können Leute die richtig mit Geld umgehen, jedenfalls in dieser Hinsicht, unbeschwert in den nächsten Monat starten.

Studien zeigen, dass richtig mit Geld umgehen, auch bei Männern und Frauen etwas komplett Unterschiedliches ist. Doch wer kann besser mit Geld umgehen – Männer oder Frauen? Frauen haben ein weniger starkes Verlangen viel Geld zu verdienen und ein großes Vermögen anzuhäufen, als Männer. Außerdem sind Männer deutlich risikofreudiger, was Investitionen angeht, während wir eher dazu neigen Geld auf dem Bankkonto oder dem Sparbuch zu sparen. Laut einer forsa-Umfrage können aber wir Frauen besser mit Geld umgehen als Männer und sind sparsamer. 

Deutsche gelten häufig als sparsam und geizig. Doch können Deutsche wirklich gut mit Geld umgehen? Statistiken sagen, etwas anderes – vor allem was unsere Ersparnisse angeht. Etwa 30 Prozent der Deutschen haben kein Geld angelegt oder gespart. Etwa elf Prozent der Befragten gaben an bis zu 2.500 Euro gespart zu haben und lediglich ein Prozent der Deutschen verfügt über mehr als 500.000 Euro.

Eine mögliche Ursache liegt im Elternhaus

Der Grund, warum viele Menschen nicht mit Geld haushalten können, findet sich meist in unserem Elternhaus wieder. Lebten die Eltern bereits immer über ihre Verhältnisse, ist es auch erwiesenermaßen für die Kinder schwerer, einen ordentlichen Umgang mit Finanzen zu erlernen. Aber nichtsdestotrotz solltet ihr euch jetzt nicht auf dieser Tatsache ausruhen und die Schuld eurer finanziellen Misere euren Eltern in die Schuhe schieben.

Ein Haushaltsbuch führen

Als allererstes ist es wichtig, sich einen groben Überblick über die Ein- und Ausgaben pro Monat zu verschaffen. Listet in einem Haushaltsbuch alle monatlichen Fix-Kosten wie Strom, Wasser, Versicherungen und Telefon auf. Überschlagt dann grob, wie viel ihr in etwa für Lebensmittel, Restaurant- oder Kantinen-Besuche, Fahr-Tickets, Freizeit-Aktivitäten etc. benötigt.

Wichtig: Kalkuliert immer einen Puffer mit ein. Eine kleine Hilfe können auch eure Kontoauszüge der letzten Monate sein. Summiert nun alle Ausgaben und zieht diese von den Gesamteinnahmen ab. Jetzt kommt der springende Punkt: Steht vor dem Ergebnis ein Minus oder ein Plus? Im besten Fall solltet ihr schwarze Zahlen schreiben.

Gleichzeitig können wir auch im Haushalt ordentlich Geld einsparen. Zum Beispiel in dem wir Leitungswasser trinken, anstatt uns Mineralwasser zu kaufen. Coffee to Go gibt es ab jetzt einfach zu Hause, anstatt uns diesen beim Bäcker zu holen und machen lieber einen Großeinkauf anstatt alle zwei Tage zum Supermarkt zu laufen. Sind noch Reste vom Vortag übrig, dann gibt es doch bestimmt eine kreative Rezeptidee, mit der wir die Nudeln noch ein weiteres Mal aufpimpen können. 

Vom Brötchen bis zum T-Shirt alles auflisten

Falls nicht, braucht ihr trotzdem nicht den Kopf in den Sand stecken. Das Haushaltsbuch wird in Zukunft jedenfalls ein wichtiger Begleiter auf dem Weg zum Kontostand ohne Geldsorgen sein. Listet in Zukunft alle Ausgaben darin auf: Das Brötchen vom Bäcker als auch das Power-Shopping in eurem Lieblings-Klamotten-Laden. Jeder Betrag sollte aufgeführt werden, denn nur so bekommt ihr nach und nach ein Gefühl dafür, wo das Geld hingeht und ihr könnt das eigene Verhalten gezielt verändern.

Einen ehrwürdigen Ersatz finden

Dabei fällt der Verzicht den meisten Betroffenen mit Geldproblemen am schwersten. Hierbei ist es wichtig, dass ihr euch einen passenden, aber eben billigeren Ersatz sucht. Geht ihr gerne exzessiv Shoppen, versucht für jedes neu gekaufte Teil, ein altes zu verkaufen. Esst ihr gerne luxuriös, dann veranstaltet mit ein oder zwei Freunden regelmäßig ein Gourmetessen in den eigenen vier Wänden. Das spart Geld, verwöhnt aber auch den Gaumen. Wofür die meisten Deutschen ihr Geld ausgeben, lest ihr hier.

Der Wille zählt

Setzt euch zudem pro Monat einen realistischen Ziel-Kontostand und versucht diesen nicht zu unterschreiten. Besonders wichtig ist hierbei, dass dieser nicht darin besteht, nur das monatliche Minus auszugleichen. Denn ohne einen kleinen Spielraum liegt ihr schneller wieder im Schulden-Bereich, als es euch lieb ist.

Den Dispo streichen lassen

Eine radikale, aber durchaus Erfolg bringende Maßnahme ist die Möglichkeit, das Konto zu überziehen, einfach von der Bank streichen zu lassen. Ohne Dispo seid ihr nicht mehr verleitet, über eure Verhältnisse zu leben. Wer sich den Puffer nicht direkt streichen lassen will, kann sich zumindest den Überziehungskredit kürzen lassen.

Mit Bargeld zahlen

Versucht in Zukunft immer mit Bargeld zu bezahlen. Ein fester Betrag im Portemonnaie lässt sich eher zögernd ausgeben, als eben einfach mal die Kreditkarte zu zücken. Überlegt euch auch, ob ihr unter der Woche eine festgelegte Summe in der Geldbörse nicht überschreiten wollt.

Konsequenz ist das A und O

Am allerwichtigsten ist jedoch, das ihr bei allen Maßnahmen, die ihr euch setzt, auch konsequent bleibt. Widersteht allen Versuchen, unnötig Geld auszugeben. Dabei hilft es zum Beispiel E-Mail-Newsletter von Online-Shops abzubestellen, Kataloge erst gar nicht durchzublättern oder nur dann in die Stadt zu fahren, wenn ihr auch wirklich etwas benötigt.

Allerdings sollte eure Sparsamkeit auch nicht in Geiz umschlagen, denn sich selbst und anderen etwas gönnen, gehört zu einem ausgeglichenen Lebensgefühl dazu.

Mehr Tipps, um besser mit Geld umzugehen

Stromverbrauch senken: Vor allem Kühlgeräte, wie Kühlschrank und Gefriertruhe sind echte Stromfresser. Am besten schauen wir nach, ob diese mindestens fünf Zentimeter von der Wand entfernt stehen, damit die Lüftungsschlitze besser genutzt werden können. Ein weiterer Klassiker ist der Standby-Modus, dieser ist wirklich unnötig. Einfach das Gerät vom Stromnetz abziehen. So viel Zeit muss sein.

Anbieter vergleichen: Ob Strom- oder Telefonanbieter, es lohnt sich die verschiedenen Angebote zu vergleichen. Bis zu 500 Euro können beim Stromanbieterwechsel gespart werden. Der Wechsel ist in der Regel sehr unkompliziert und schnell gemacht. Ähnliches gilt für den Telefonanbieter – wir zahlen häufig für Leistungen, die wir gar nicht brauchen.

(Car-)Sharing: Am bekanntesten unter den Charing angeboten, ist das Car-Sharing. Hier kann ein Auto, welches kaum genutzt wird, ganz einfach mit Personen aus der Umgebung geteilt werden. Aber auch alles andere, wie Kinderwagen, Fahrräder, Waschmaschinen und vieles mehr, lassen sich über verschiedene Sharing-Plattformen teilen und wir können viel Geld sparen.

Fahrrad fahren: Das Fahrrad steht ganz alleine und ungenutzt draußen? Nun ist Schluss damit – ab aufs Rad. So lässt sich Geld für Benzin und auch Fahrkarten sparen.

Schuldenfalle Partnerschaft? Vielleicht sind es gar nicht wir selber, die nicht mit Geld umgehen können, sondern unser Partner. In dem Fall sollten wir im richtigen Moment von dem Problem berichten, ohne die Schuld direkt auf ihn zu schieben. In einem gemeinsamen Gespräch können wir herausfinden, wie hoch unsere gemeinsamen Einkünfte sind und was unsere gemeinsame Schuldenfalle ist

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