23. Dezember 2020
Deshalb stehen alle auf Christian Grey!

Deshalb stehen alle auf Christian Grey!

Millionen Frauen lesen sie nicht, sie verschlingen seine Geschichte. Fällt nur sein Name zufällig in einer Unterhaltung, glitzern die Augen, entrückt der Blick verträumt und die Mundwinkel zucken verräterisch. In diesen Tagen ist er das Maß aller Dinge. Vorsicht Männer, zieht euch warm an! Denn mit Mister Grey aus dem Film "Fifty Shades of Grey" ist es schwer, mitzuhalten... 

Aus diesem Grund stehen wir alle auf Christian Grey.
© Ben Pruchnie/Getty
Aus diesem Grund stehen wir alle auf Christian Grey.

Christian Grey steht für Sex-Appeal, Männlichkeit, Potenz und Erotik pur - und den BDSM Fetisch. Aber warum ist er derzeit der Traummann aller Frauen? Was macht den 27-jährigen Roman-Held aus der Trilogie von E. L. James „50 Shades of Grey“ aktuell zum Nonplusultra - und damit zum gefürchteten Vergleich aller Herren auf dem heimischen Sofa? Geht es nach Charles Darwin, ist die Lösung des Rätsels einfach: Selektion – sowohl natürlich als auch sexuell. Denn in der Evolutionstheorie heißt das, dass sich fortpflanzungswillige Damen aktiv die Männchen heraussuchen, die mit bestimmten Merkmalen ausgestattet sind. Auf Deutsch übersetzt heißt das: Christian Grey hat einfach alle Eigenschaften und Merkmale, die ihn beim anderen Geschlecht attraktiv machen.

Äußerlichkeiten: Mr. Grey sieht so verdammt gut aus

Die Leserinnen lernen Christian Grey in den Romanen nur durch die Augen von Anastasia Steele kennen. Die junge, unerfahrene Studentin Steele ist von Anfang an von seinem Aussehen fasziniert und irritiert. Denn Christian Grey ist einfach „attraktiv, wahnsinnig attraktiv“. Die Autorin E.L. James hat ihm einen großen, durchtrainierten und muskulösen Körper geschenkt. Greys Augen schimmern, stechen hervor und haben einen durchdringenden Blick. Sein Haar ist kupferrot und seine Finger lang. Christian Grey sieht sowohl in Anzug sexy aus als auch leger in Jeans oder nur im Hemd. Ana erzählt den begierigen Leserinnen ihrer Triologie von einem makellosen, männlichen und äußerst gesunden Mann. Kein Wunder, dass alle Frauen auf diesen Herrn stehen. Denn nach Darwin greift hier die natürliche Selektion: Christian Grey ist das Paradebeispiel dafür, dass sein Körper gesunde und robuste Nachkommen garantiert. Seine Kinder würden im Leben mit einer großen Wahrscheinlichkeit mit vielen und starken Erfolgsmerkmalen ausgestattet sein, um im Dschungel der Menschheit zu überleben. Somit will jede Frau mit ihm ins Bett.

Hinzu kommt die ungezügelte weibliche Fantasie. Denn jede Frau formt während der Lektüre anhand dieser Beschreibung ihre eigene Idealvorstellung in ihren Gedanken. Somit ist Christian Grey im Kopfkino jeder Dame einfach der heißeste Typ aller Zeiten. Aus dieser Sicht ist es automatisch für jeden realen Mann schlicht weg unmöglich, mit dieser Fantasiefigur zu konkurrieren.

Ausgesorgt: Christian hat Millionen auf dem Konto

Nicht nur, dass er blendend aussieht, Christian Grey ist auch noch Milliardär. Mit seinen 27 Jahren hat er bereits ein prall gefülltes Konto und führt sein eigenes milliardenschweres Unternehmen. Geld macht aber nicht glücklich, mögen jetzt einige Männer einwerfen, um ihre Chance zu erhöhen. Und so unrecht haben sie damit nicht. Aber Geld macht das Leben zumindest leichter – auch das Flirten, Umwerben und Verführen von Frauen. Und eine Dame mit interessanten Geschenken zu beeindrucken, ist mit einem vollen Portemonnaie deutlich leichter. Christian Grey kann seiner angebeteten Literaturstudentin Anastasia Steele teure Erstausgaben schenken, ein Auto vor die Tür stellen und sie zum Date einfach im dem Hubschrauber „Charlie Tango“ abholen. Das weibliche Gehirn schaltet ab, denn schnell wird ihm schwindlig vor Luxus! Welche Dame wird da nicht auf Dauer irgendwann schwach? Aber auch die Frauen, denen solche Geschenke eher unangenehm sind, können sich der Wirkung nicht wirklich entziehen. So gelingt es Anastasia Steele ebenfalls nicht. Auch hier hat Darwin die passende Erklärung: Die sexuelle Selektion greift auch in diesem Fall. Denn das Merkmal Reichtum macht einen Mann attraktiver, weil seine Nachkommen in der heutigen Gesellschaft finanziell abgesichert wären. Das sei den Damen also verziehen. Ihnen geht es nicht um den teuren Schmuck, sondern rein selbstlos um ihre noch ungeborenen Babys.

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© Focus Features/ Facebook
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Angesehen, anerkannt und in hoher Position: Erfolg macht sexy

Er ist Chief Executive Officer, der Geschäftsführer der Grey Enterprises Holdings. Sein Büro ist im 20. Stock seines Firmengebäudes. 40.000 Menschen sind in seiner Firma beschäftigt, ein Interviewtermin mit ihm begehrt und selten. Anastasia Steele hat Glück, diese Verabredung mit dem unbestreitbar erfolgreichen Mr. Grey zu bekommen. So mancher, deutlich wenig attraktiver Mann konnte schon mit dieser Eigenschaft die anspruchsvollsten Damen für sich gewinnen. Und auch Flirtexperten raten männlichen Singles, unbedingt auf ihrem Internetprofil ihren sozialen Erfolg zur Schau zu stellen. Der männliche Erfolg macht nicht nur im Volksmund sexy – auch in der Realität. Darwin gibt auch hier die Lösung vor: Die Damenwelt ist demnach interessiert, sich mit in ihrem Leben mit Männern zu verbinden, die einen hohen sozialen Status genießen. Dass ihre Nachkommen durch sein Ansehen geschützt seien, ist ihr logischer Schluss. Die jungen Löwen des Alphatieres traut sich eben keiner so schnell, anzugreifen. Noch mehr heiße Themen zu Shades of Grey finden Sie in unserem Shades of Grey-Spezial und unter www.shades-film.de

Einfach ist langweilig: Christian ist undurchschaubar und geheimnisvoll

Sein Körper ist makellos, sein Konto voll, seine Vita herausragend. Aber seine Seele will der Traummann verstecken, denn Christians Innerstes ist keineswegs ohne Makel. Ein Mann der voller Geheimnisse steckt Ein Lichtblick für die Männerwelt? Mit Nichten! Denn auch diese Eigenschaft zieht Frauen magisch an, fast könnte man meinen, ein einfacher Charakter ohne tiefgründige Traumata sei zu langweilig für die Damenwelt. Aber auch hier ist die Erklärung einfach. Die Frauen dieser Welt sind mit einem ausgeprägten Helferinstinkt ausgestattet, angelehnt an den Mutterinstinkt. Hinter der gequälten Seele verbirgt sich ein zerbrechlicher Mensch, der gerettet und beschützt werden muss. Die wenigsten Damen können diesem Reflex widerstehen. Und so wird auch diese vermeintliche Schwäche von Christian Grey zu einer seiner Stärken.

Die Cinderella-Story: Christian macht das Märchen wahr

In der modernen Wissenschaft glaubt man nicht mehr an alle Theorien von Charles Darwin. Gerade über „Mutterinstinkt“ und „weibliche Monogamie“ streiten sich Biologieforscher aktuell eifrig mit Soziologen. Doch abseits aller Wissenschaft hat Christian Grey noch ein letztes Ass im Ärmel, das kein realer Mann auszustechen vermag: den Märchenfaktor! Mister Grey ist eine Art moderner Märchenprinz, Anastasia Steele das Aschenputtel, Cinderella oder auch das hässliche Entlein, das sich zum wunderschönen Schwan entwickelt. Die Penthousewohnung im Escala-Tower - inklusive Spielzimmer - ist das Schloss der Neuzeit. Welche Frau sieht sich nicht als die Prinzessin, die eines Tages von einem Ritter auf einem weißen Schimmel aus ihrem tristen Leben gerettet werden will? „50 Shades of Grey“ macht dieses Märchen wahr. Was einst bei „Pretty Woman“ funktionierte, gilt ebenso für Christian und Anastasia. Auch in der modernsten Gesellschaft will jede Frau in eine zauberhafte neue Welt entführt werden. Zudem sind Christians Charakter, Erfolg, Reichtum und gutes Aussehen zusammen gesehen so unrealistisch, dass sich diese Figur hervorragend für Tagträume eignet. Und welche Frau träumt nicht gern?

Doch ein Trost gibt es für die Männer da draußen: Christian Grey existiert eben nur in der Fantasie der Damen. Und auch wenn er ab dem Valentinstag 2015 (gespielt von Jamie Dornan) im gleichnamigen Kinofilm über die Leinwand flimmert, sind alle anderen Männer dieser Welt echter und mehr zum Anfassen als er!

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