Erektionsprobleme Viagra: Alles was du wissen musst

Flaute in der Hose? Das Zauberwort heißt "Viagra". Die kleine blaue Pille hilft Männern mit Erektionsproblemen schon seit rund 15 Jahren. Aber auch Frauen ist das Medikament von Nutzen. Wir erklären euch, wie die Pille beim Mann wirkt, welche Nebenwirkungen beachtet werden sollten.

Ein Paar beim Sex. Doch was, wenn es zu Kavaliersschmerzen kommt?

Heiße Küsse. Das letzte Kleidungsstück fällt zu Boden. Lustvoll wirft sich das Paar auf das Bett. Frau greift zum Nachttisch und fummelt ein Kondom aus der Schublade. Leidenschaftlich umfasst sie mit geschlossenen Augen den Penis Ihres Partners. Doch – huch! – das, was sie da spürt ist nicht das harte Glied von vor ein paar Minuten. Nicht der steife Penis, der ihre Libido zum Jubeln gebracht hat. Tote Hose! Wohl fast jedes Paar hat schon einmal eine Panne im Bett erlebt. Doch bei einigen Männern ist eine solche Flaute nichts Neues.

Erektile Dysfunktion oder auch Impotenz: Währen bei Frauen meist Lustlosigkeit der Auslöser für sexuelle Probleme sind, liegt es bei Männern meist an Potenzproblemen. Wenn es gleichzeitig zu nächtlichen Erektionen kommt, kann man auf eine psychische Ursache schließen. Doch meistens sind organische Leiden an der fehlenden Standhaftigkeit schuld. Was kann helfen? Zuerst sollten Sie als Paar ein offenes Gespräch führen. Sie sollten die Probleme nicht verschweigen. Formulieren Sie Ihre eigenen Gefühle, Wünsche oder Ängste. Schaffen Sie dazu eine gute vertrauliche und liebevolle Atmosphäre. Im ersten Schritt können Sie auch andere Spielarten des Sex dazu nutzen, die Erektion Ihres Mannes herauszufordern. Doch wenn all das nichts hilft, gibt es ja noch die eine andere (blaue) Lösung!

Viagra. Die blaue Zauber-Pille für Männer, die den kleinen Freund in der Hose wieder groß und stark werden lässt. Erst kürzlich feierte das rezeptpflichtige Medikament 15-jähriges Jubiläum. Wir erklären euch, wie Viagra genau wirkt, was die Nebenwirkungen sind und wie auch Frauen davon profitieren können – außerhalb des wieder funktionierenden Sex-Lebens.

Ursprünglich gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Eigentlich wollten die Forscher des amerikanischen Pharma-Konzerns Pfizer ein Medikament gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln. Bei den Tests erfuhren die Forscher und Probanten allerdings einen (wortwörtlich!) harten Rückschlag: Das Medikament führte durchaus zu einer besseren Durchblutung – jedoch vor allem im Penis des Mannes. Damit hatte man nicht gerechnet. Ein Medikament, das Männers bei Potenzproblemen (erektile Dysfunktion) hilft? Volltreffer.

Der Potenzmittel-Markt boomt

Seit Anfang 1998 können sich Männer international an dem blauen Medikament erfreuen. Und – oh, ja – das tun sie: Zwar gibt es kaum ein Mann zu, aber die Verkaufszahlen legen die Wahrheit offen. Allein im Jahr 2012 machte der US-Konzern Pfizer einen weltweiten Umsatz von rund 1,9 Milliarden Schweizer Franken (das sind knapp 1,5 Milliarden Euro). Mehr als 30 Millionen Menschen weltweit nutzen die kleinen blauen Lust-Pillen, um in der Hose wieder Party-Stimmung aufkommen zu lassen. Das Medikament ist verschreibungspflichtig. Ein Besuch beim Arzt ist damit unerlässlich. Erst dann gibt es das Rezept!

Wirkung von Viagra

Wenn dein Partner Viagra schluckt, führt das zu einem erigiertem Glied – nicht aber zu mehr Lust. Es handelt sich also um eine rein körperliche (nicht psychische) Wirkungsweise. Es wird Männern geholfen, die unter einer erektilen Dysfunktion leiden. Der in Viagra enthaltene Wirkstoff heißt Sildenafil. Er ist der Schlüssel zu mehr Potenz. Sildenafil blockiert ein Enzym, das den Blutfluss im Schwellkörper des Penis steuert. Dadurch erschlafft die Muskulatur im Glied, sodass sich die Arterien erweitern und  Blut in den Penis strömen kann. Et violà: die Erektion ist im Anmarsch. Diese äüßert sich allerdings nur bei sexueller Erregung. Dauer-Latte? Nix da. Viagra ist wie gesagt kein Medikament zum Scharfmachen. Die Wirkung des blauen Wunders hält rund vier bis sechs Stunden an. 

Nebenwirkungen

Bei gesunden Männern ist Viagra nicht gefährlich. Allerdings sollte Viagra stets nach Vorschrift eingenommen werden. Nebenwirkungen bleiben leider nicht aus. Und die können ziemlich unangenehm sein: Kopfschmerzen, Sehstörungen oder eine verstopfte Nase können Begleiterscheinungen des potenzsteigernden Medikamentes sein. Selten kommt es auch zur Dauererektion – was sich für die Männer besser anhört als es wirklich ist. Was bei einer Dauererektion tun? Sofort zum Arzt gehen! So vermeidet der Mann dauerhafte Beeinträchtigungen. Zudem zeigte eine US-amerikanische Studie, dass die dauerhafte Einnahme von Viagra dem Gehör schaden kann. Also, die goldene Regel ist folgende: Keine Überdosierung!

Viagra-Verbot für Männer mit…

Männer mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder niedrigem Blutdruck sollten auf die Einnahme von Viagra verzichten. Der Wirkstoff Sildenafil beeinflusst den Blutfluss und somit auch das Herz-Kreislauf-System. Auch Männer mit Leberfunktionsstörungen und Erkrankungen der Netzhaut sollten auf Viagra verzichten.

Schlagworte: