Beziehung Sieben Gründe, warum wir fremdgehen

Glaub mir, es ist einfach so passiert … Einfach so gibt’s nicht! Die sieben gängigsten Gründe, warum wir fremdgehen.

Fremdgehen

1. DAS UND-ICH-BIN-DOCH-NOCH-SEXY-ABENTEUER

Das ist passiert: Wow, wie lange ist das eigentlich her, dass jemand uns so leidenschaftlich angefasst hat? Also, zu Hause ist es im Bett ja immer ganz nett, aber spannungsgeladene Erotik sieht anders aus. Und jetzt das: Zuerst überhäuft er uns mit Komplimenten, raunt uns kleine Unanständigkeiten ins Ohr. Wie sich das anfühlt! Als steckten wir im Körper von Samantha aus „Sex and the City“. So muss man sich als Frau fühlen. Das kann doch nicht schlimm sein …

Und jetzt? Da haben wir es! Das immerwährende Problem längerer Beziehungen: Attraktiv erscheint irgendwie immer das, was man nicht hat. So richtig prickelt es doch auch nur, weil alles so neu ist. Wahrscheinlich gibt es zu Hause genug Komplimente, nur gehen sie zwischen den Alltagsgeräuschen schlicht und ergreifend unter. Und genau hier liegt die Ungerechtigkeit dem eigenen Partner gegenüber: Was er bietet, vielleicht sogar in einzigartiger Weise, tritt in den Hintergrund vor der künstlich erschaffenen Spannung einer Affäre. Gegen fremde Komplimente ist ja gar nichts einzuwenden, aber sie müssen ja nicht gleich in „Handgreiflichkeiten“ enden.

2. DER DIE-STIMMUNG-WAR-SO-GUT-AUSRUTSCHER

Die Affäre: Gute Musik, ein toller Abend und dann auch noch das ein oder andere Glas Sekt – schon ist es passiert! Anstatt auf der Tanzfläche feiern wir auf einmal in seinem Bett weiter. Aber es hat doch auch so viel Spaß gemacht, da wäre es doch schade gewesen, die gute Stimmung einfach leise verhallen zu lassen, wenn man auch noch ein ordentliches Feuerwerk draufsetzen kann. An ein Silvester ohne Raketen erinnert sich halt auch keiner.

Und jetzt? Ja, manchmal ist Sex tatsächlich wie eine Party. Aber bei Festvergebenen verursacht der One-Night-Stand auch mindestens genau so viele Kopfschmerzen wie eine durchzechte Nacht. Gegen den Kater gibt es wenigstens Aspirin – der bittere Nachgeschmack eines Seitensprungs geht noch nicht mal nach dem Zähneputzen weg. Lohnt sich also eigentlich nicht! Das einzig Richtige: den Ausrutscher unbedingt für sich behalten und sich beim nächsten Mal am Drink festhalten statt am Nebenmann …

3. DIE ICH-ZAHL’S-DIR-HEIM-DU-AR***-NUMMER

Die Affäre: Er hat Sie betrogen. Und es tut weh. Auch, wenn er uns noch so glaubhaft versichert, dass es ihm nichts bedeutet, ist unser Herz in eine Million Fetzen zerfetzt worden. Wir möchten ihm ja gern verzeihen und wieder vertrauen, aber das ist so verdammt schwer … Jetzt denken wir nur an eins: wie du mir, so ich dir!

Und jetzt? Wir wollen, dass er spürt, was wir gespürt haben, als uns die Herzens-Fetzchen mühsam wieder zusammensuchen mussten? Dann sind wir in guter Gesellschaft. Etwa 30 Prozent der betrogenen Frauen wollen eine Affäre aus Rache. Und ehrlich: Das kann tatsächlich das Richtige sein (die Betonung liegt auf „kann“). Sagen selbst erfahrene Therapeuten. Denn manchen Frauen hilft es, dem Partner wieder auf Augenhöhe zu begegnen und den Weg für die Beziehung neu zu ebnen.

4. DIE ICH-WILL-RAUS-AFFÄRE

Die Affäre: Eigentlich stimmt doch alles in unserer Beziehung. Sie gelten als glückliches Paar. Tja, warum also sind wir fremgegangen? Kann es sein, dass unser Unterbewusstsein uns etwas mitteilen will? Beispielsweise, dass wir gar nicht mehr sooo glücklich in Ihrer Beziehung sind? Warum sonst wären wir so offen für einen anderen Kerl …

Und jetzt? Das ist der Klassiker. Jetzt sollten wir gut überlegen, wie wir vorgehen. Denn wenn wir die Affäre weiterführen, könnte das zur Schlammschlacht werden, sollte unser Lügengebilde ans Tageslicht kommen. Gehen wir lieber offen mit versteckten Konflikten um. Dann werden wir hoffentlich schnell merken, ob wir vielleicht doch bleiben wollen oder wirklich gehen. Und dann sollten wir einen sauberen Schlussstrich ziehen. Das hat unser Partner verdient.

Datum: 06.11.2019

Autor: Claudia Riedel

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