21. Juli 2011
Schlank am Strand

Schlank am Strand

Leiden Sie auch gerade unter akuter Bikini-Phobie? Kennen wir leider nur zu gut… Aber: Wir kennen auch ein paar gute Ratzfatztricks, die kleine lästige Rettungsringe an den Hüften wegmogeln und Sie noch schnell zur Beach-Beauty werden lassen.

Frau im Sand
© iStockphoto
Frau im Sand

ZITRUS-TURBO

Schneller kommt niemand zu einem flachen Bauch: morgens als Erstes den Saft einer Zitrone und dann so viel wie möglich abgekochtes, warmes Wasser trinken. Diese ayurvedische Platin-Regel hilft dem Körper bei der Fettverbrennung und dem Ausscheiden alter Lasten, ohne – Pardon für das offene Wort – abführend zu wirken.

SCHLANK CREMEN

Mit UV-Schutz und Après-Pflege eincremen müssen wir uns am und nach dem Strandtag sowieso. Wieso dann nicht gleich zu Produkten greifen, die neben ihrer Hauptaufgabe noch einen Extra-Service bieten – nämlich die unmittelbare Verschönerung der Haut durch einen dezenten Schimmer-Effekt? Gibt’s für den Sonnenschutz z.B. von Dior Bronze („La Crème Protectrice Sublimante SPF 30“, mit Perlmuttglanz, um 33 Euro), als Après-Pflege z.B. von Lavera („Après Sun Seiden-Schimmer Lotion“ mit Bio-Zertifizierung nach NaTrue, um 8 Euro). Eine weitere Glanzleistung modernen Sonnenschutzes: die Haut vor allen UV-Schäden bewahren und nebenher die natürliche Bräunung pushen – z.B. mit Nivea („Protect & Bronze LSF 20“, um 9 Euro) und Lancaster („Tan Deepener Dry Oil Spray SPF 10“, um 30 Euro).

DER GUTE TON

Leicht gebräunte Haut sieht nun einmal besser aus als frischkäseweiße – Ende der Diskussion. Weil die Sonnenbank keine Lösung ist (die UVA-Strahlen lassen die Haut extrem altern), bleiben nur Selbstbräuner als Pre-Beach-Maßnahme. Dabei hat man die Wahl zwischen drei Wegen:

Selbstbräuner-Lotions mit DHA und/oder Erythrulose reagieren mit Eiweiß-Molekülen in der Haut und färben dadurch die Zellen der obersten Schicht bräunlich – DHA innerhalb von Stunden, Erythrulose nach ein bis zwei Tagen.

Sofortbräuner tragen wie Make-up Pigmente auf die Haut auf – leider nicht wasserfest, daher eher für die Beach-Party als für den Beach-Tag geeignet (z.B. von Tana, Artdeco).

Bei der Sonnendusche im Studio wird der gesamte Körper gleichmäßig in einen DHA-Nebel getaucht – gibt eine schöne, bis zu einer Woche haltbare Bräune (z.B. „Bodytan“ bei Adam & Eve, um 18 Euro)!

WASSER LASSEN!

Überschüssiges, eingelagertes Wasser loswerden – der schnellste Weg zu einer schlankeren Silhouette. Zwei, drei Tage an unsere Tipps halten, dann kann man locker ein Kilo loswerden.

SO GEHT’S:
1. So weit wie möglich auf Salz verzichten, denn Natrium bindet Wasser.

2. Schön viel Reis essen, sein Kaliumgehalt hilft, Wasser auszuscheiden.

3. Viel Wasser und grünen Tee trinken, pusht den Stoffwechsel!

4. Schwimmen gehen, das regt die Fettverbrennung an (okay, sieht man nicht sofort …) und wirkt wie eine Lymphdrainage (sieht man sofort!). Und wer regelmäßig planscht, wird auch die Dellen los!

TRAINING MIT KÖPFCHEN

Technik kann auch uns begeistern – und zwar beim Blick in den Spiegel, wenn man sieht, wie toll Hightech-Training funktioniert. Okay, sichtbare Erfolge stellen sich frühestens nach zwei, drei Wochen Training ein, aber: Der Sommer hat gerade erst angefangen!

1. Jeder Schritt zählt – nein, wird gezählt. Bewegungs- Scanner wie „mywellness key“ führen darüber Buch, ob wir wirklich Treppe statt Fahrstuhl und Rad statt Auto benutzen. Könnte sein, dass Sie so ein kleiner Buchhalter zum echten Bewegungsjunkie erzieht (www.mywellness.com).

2. EasyTone-Kleidung: Nach den Schuhen, die mit jedem Schritt schlank machen, lanciert Reebok trainierende Klamotten: „EasyTone Apparel“. Eingearbeitete Bänder kitzeln durch ihren Widerstand bei jeder Bewegung etwas mehr Leistung aus den Muskeln heraus. So macht Mode Spaß!

3. Problemzonenkiller: An Bauch, Beinen und Po abzuspecken ist ganz schön hart – es sei denn, man trainiert mit Unterstützung durch Drucktechnologie. Immer mehr Studios (z.B. Slim Belly, Hypoxi) sind darauf spezialisiert. Anwender berichten von 10 cm Umfangreduzierung nach vier Wochen Training. Neu gegen die Pölsterchen an Beinen und Po: das Programm „Slim Back&Legs“, Infos: www.slim-belly.com

4. xco-Hanteln: In den Hanteln sorgen lose Kügelchen bei jeder Armbewegung für eine schwingende Masse, die gehalten werden muss. Bis zu 33 Prozent mehr Kalorienverbrauch beim Walken und Joggen verspricht der Hersteller, plus Muskeltraining im Oberkörper (www.xco-trainer.com, um 99 €).

NEUES ZUM THEMA SCHLANKE LINIE AUS DEN UNIS DIESER WELT

Welche Diät ist am besten gegen den Jo-Jo-Effekt? Viel Protein und maßvoll Kohlehydrate mit niedrigem glykämischem Index, sagt eine neue, von der Europäischen Kommission geförderte Studie. Menüvorschlag: Fisch mit Naturreis.

Der Münchner Ernährungsmediziner Volker Schusdziarra hat in einer Studie mit 380 Probanden die alte Regel widerlegt, nach der ein gutes Frühstück den Mittags- und Abendhunger dämpft. Wie viel man morgens isst, hat keinen Einfluss auf Naschereien am Abend.

Schlafen macht schlank! Eine aktuelle Studie aus Portland belegt, dass Diäten besser wirken, wenn man wenig Stress hat und ausreichend Schlaf bekommt.

Zwei Gläser Wasser eine halbe Stunde vor dem Essen können eine Diät ersetzen: In einer Studie der Uni Virginia nahmen Wassertrinker fünf Pfund allein dadurch ab, dass ihr Magen vor der Mahlzeit kalorienfrei mit Wasser gefüllt worden war.

ZWEIFACHE FORMVOLLENDUNG

Ab ins Bikini-Bootcamp! Und zwar in Ihrem Wohnzimmer, jeden Morgen. Diese beiden Übungen bringen Ihren Torso durch Muskelaufbau in Bestform, versprochen! Die Muskeln perfektionieren die Silhouette, erhöhen den Grundumsatz und lassen uns Haltung annehmen.

1. Das Brett Pilates-Klassiker: auf den Bauch legen. Unterarme parallel auf den Boden legen, Torso-Muskulatur anspannen und den gesamten Körper gerade (wie ein Brett) anheben, Gewicht auf Ellenbogen und Zehen halten. Für Fortgeschrittene: im Wechsel einen Arm und ein Bein etwas anheben.

2. Der Stuhl Tun Sie einfach so, als würden Sie sich auf einen Stuhl setzen (der aber nicht da ist, ist ja wohl klar). Je weiter der Po nach hinten kommt, desto besser. Knie möglichst nicht über die Füße kommen lassen, Bewegung gaaaaanz langsam ausführen. Schaffen Sie 20 Wiederholungen?

MIT ALLEN MITTELN

…gegen Cellulite! Zugegeben, für grundlegende Maßnahmen à la Ausdauersport, Ernährungsumstellung und tägliche Massagen ist es jetzt zu spät. Aber es gibt ja noch die „A-List“ der Sofortmaßnahmen für eine straffe Kehrseite:

1. Entgiftende Bäder (z.B. Voya „Algenbad Lazy Days“, Shiseido „Body Creator“, basische Badezusätze von diversen Herstellern) fördern die Durchblutung deutlich, regen den Hautstoffwechsel spürbar an. Wirken sofort!

2. Mesotherapie beim Hautarzt (ab 100 Euro pro Treatment). Mit fast schmerzfreien Mikroinjektionen werden Kombipräparate u.a. aus Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren, Kollagenbausteinen in die Haut injiziert. Sie wird spürbar gestrafft und fester, was Cellulite weniger sichtbar macht. Wirkt innerhalb weniger Wochen…

3. Straffungstreatments in Beauty-Oasen Z. B. Massagepaket „Schöne Silhouette“ bei Clarins (75 Euro), Peeling & Wickel „Reine Formsache“ im Nivea-Haus (44 Euro), Koffeinkur „Green Coffee Treatment“ im Monumentum Spa Düsseldorf (110 Euro). Wirken sofort!

4. Tiefenmassage nach dem Prinzip der Endermologie, einer Saug-/Druckmassage, die das Bindegewebe deutlich auf Trab bringt (Zehnerkarte ab 600 Euro) – gibt’s u. a. bei Hautärzten und Beauty-Studios. Wirkt innerhalb weniger Wochen…

5 FREUNDE

Diese Lebensmittel machen auf gesunde Weise schlank:

1. CHILI Das enthaltene Capsaicin steht im Ruf, Fettzellen zu knacken – und seine Schärfe sättigt, das wird durch eine aktuelle Studie aus Indiana bestätigt.

2. JOGHURT Am besten mit Laktobazillusund Bifidusbakterien-Stämmen, sie optimieren die Verdauung.

3. ÄPFEL Mehr Ballast- und Vitalstoffe passen nicht in die 200 bis 300 kJ, die ein Apfel hat.

4. LEINSAMEN Ein Teelöffel über Müsli und Salat, sättigt und freut den Darm.

5. UNGESÄTTIGTE FETTSÄUREN Enthalten z. B. in gutem Olivenöl, Nüssen, Fischen – sie pushen den Stoffwechsel, fördern die Fettverbrennung.

HALLO, IHR ZWEI HÜBSCHEN!

Wir meckern ja gerne an uns herum, doch mit ihm sind wir zufrieden: Immerhin vier von fünf Frauen mögen ihren Busen (Quelle: Forsa). Also dann, Stärken betonen, das Beste aus dem Dekolleté machen! Wenn der Anblick stimmt, hat ohnehin niemand mehr Augen für eventuell vorhandene Pölsterchen an anderen Stellen…

TIPP: Liegestütz machen den Brustansatz durch Muskelaufbau voller. Anfängerinnen führen am besten den „Frauenliegestütz“ kontrolliert und präzise aus, dabei stemmt man sich nicht von den Füßen, sondern „nur“ von den Knien hoch. Alternative für zwischendurch: einfach die Handflächen vor der Brust kräftig aneinanderpressen, halten, wiederholen.

SCHUMMELN STATT FASTEN

Diese Ablenkungsmanöver lassen Pfunde einfach verschwinden. Zwar nur aus dem Blickfeld, aber das ist doch die halbe Miete.

1. Grundregel 1: Aufmerksamkeit von den Problemzonen weglenken, z.B. auf die mit Ultraneonpink lackierten Zehennägel (von OPI, Anny etc.).

2. Unübersehbare, feminine Accessoires einsetzen, etwa einen Sonnenhut. Die nonverbale Botschaft: Ich bin eine erwachsene Frau. Noch Fragen?

3. Den 60er-Look am Strand konsequent weiterverfolgen. Danke, danke für den Trend! Schmeichelnde Bikinis und Einteiler für echte Frauen gibt’s diesen Sommer überall.

4. Warten, bis der Eismann klingelt, jemand einen Ball an den Kopf bekommt oder ein anderes Ereignis die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich lenkt, erst dann zum Pool gehen.

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