Fesselnde Lust BDSM – Bondage Tipps & Infos

Immer mehr Menschen wechseln auf die dunklere Seite der Lust – und geben zu, dass Sie auf BDSM-Sex stehen.

Frau mit Fessel

BDSM, SM, Sadomaso: Was bedeutet eigentlich was? Und was sind Subs, Doms und Kinks? Wir bringen Licht ins Dunkle…

Der ideale Mann? Mal war es der bubihafte Jack, der auf der Titanic unser Herz eroberte. Mal war es der geheimnisvoll-sensible Vampir Edward aus der "Twilight"-Saga. Doch das ist Geschichte: Jetzt tingelt eine andere Art Mann weltweit in den Köpfen der Frauen herum. Christian Grey – der Held aus "Shades of Grey". Plötzlich wollen alle einen Mann wie ihn: reich, gutaussehend, paranoid, kontrollierend und vor allem BDSM-vernarrt. Die Frauen sind von einem Mann fasziniert, der stumme Unterwerfung verlangt.

Seit dem Sensationserfolg der Reihe "Shades of Grey" ist BDSM allgegenwärtig. Immer mehr Menschen stehen zu Ihren sexuellen Neigungen. Überraschend ist der Trend nicht unbedingt: Denn auch schon vor dieser erotischen Geschichte haben aufregende Sex-Szenen für viele Menschen eine große Rolle gespielt. Bereits 1953 ließen sich laut einer Erhebung 55 Prozent der befragten Frauen und 50 Prozent der Männer gerne beim Sex beißen. Eine weitere Studie kam 1999 zu dem Ergebnis, dass 65 Prozent der Studenten von heißen Fesselspielen träumen. Missionars- oder Löffelchen-Stellung? Das ist manchen Menschen einfach zu langweilig. Sie empfinden große Lust an dem Spiel von Dominanz und Unterwerfung. Sie lassen sich gern fesseln und bestrafen.

Zurzeit spricht alles von Sadomasochismus, Bondage und Fesselspielchen. Aber kennen wir uns mit Doms, Subs, Switches und Kinks aus? Was ist das eigentlich genau? Und was versteht man nun wirklich unter BDSM? Wir erklären Euch die wichtigsten Begriffe rund um die dunkle Seite des Sex-Genusses.

Was bedeutet BDSM?

BDSM, SM, Bondage…hmm, was ist denn jetzt was? Die sperrige Abkürzung vereint die drei Hauptbereiche des Sadomasochismus: Bondage & Discipline, Dominance & Submission sowie Sadism & Masochism.

1. Hinter der Bezeichnung "Bondage/Discipline" verbergen sich Fesselungs- und Erziehungsspiele. Im Gegensatz zu den anderen Begriffspaaren werden mit diesem Begriff nicht die Rollen innerhalb eines Spieles gekennzeichnet.

2. Von "Dominance/Submission" (oder auch "Dominanz und Unterwerfung") spricht die Szene, wenn es sich im Sadomasochismus um die psychische Ebene der Lust handelt. Darunter fallen Spiele, deren Basis ein ungleiches Machtverhältnis darstellt – entweder für die Dauer des Spiels oder im kompletten Alltag. Wer ein ungleich verteiltes Machtverhältnis in seinen Alltag integriert, der lebt zum Beispiel in sogenannten 24/7-Beziehungen oder einem Total Power Exchange.

3. "Sadismus/Masochismus" stellt einen Teilbereich dar, der in der Öffentlichkeit am geläufigsten ist. Dahinter steckt das lustvolle Empfinden und Bereiten von Schmerzen.

BDSM vereint zwar alle dieser drei Bereiche – dennoch sollte man BDSM differenziert behandeln: Ein Masochist ist nicht immer ein devoter Sub. Und manche Subs genießen Ihr Sklaven-Dasein, lehnen Schmerzen gleichzeitig aber ab. Das gleiche gilt für die Doms (die dominante Rolle im Spiel): Der eine kneift gern, der andere will nur demütigen.

Rollen: Dom & Subs

Der Dom (oder auch Top) übernimmt die dominante Rolle in einem SM-Spiel. Was aber nicht heißt, dass nur Männer diesen Part übernehmen können: Frauen, die den dominanten Part übernehmen werden in der deutschen Szene Domme oder Dommse genannt.

Sub (oder Bottom) bezeichnet im BDSM die Person, die in einem Sex-Spiel den passiv-devoten, unterwürfigen Part übernimmt. Anders als es die Gesellschaft annimmt, entspricht die Rollenverteilung eines SM-Praktik nicht dem Charakter einer Person. Vielmehr kann es auch sein, dass Subs im alltäglichen Leben alles andere als devot und submissiv sind. Genauso müssen Doms nicht immer die Herren der Lage sein und stets ein Gefolge von Sklavinnen um sich haben

Switch

Im BDSM bezeichnet man denjenigen, der zwischen beiden Rollen – Dom und Sub – wechselt, als Switch. Von einem guten Dom bzw. Sub wird ohnehin erwartet, dass man auch weiß, wie es ist, in der jeweils anderen Rolle zu stecken. Jeder sollte deshalb wissen, wie man sich als Sub oder Dom fühlt.

Kinks

Was ist Dein Kink? Zu Deutsch: Worauf stehst Du? Kinks bezeichnen innerhalb der BDSM-Szene die jeweilige sexuelle Vorliebe. Spanking (mit der Hand versohlen), Bondage (Fesseln), Haareziehen – und, und, und! Verwechseln sollte man Kink aber nicht mit dem Begriff "Fetisch". Der Unterschied: Ein Fetisch ist im Gegensatz zum Kink immer an einen Gegenstand gebunden. Schuhfetisch, Baumfetisch, usw.

Vanilla

Wieso sprechen eigentlich alle von "Vanilla"? Was hat das bloß mit SM-Sex zu tun? Wer nicht auf sadomasochistische Praktiken steht wird in der BDSM-Szene als Vanille oder Vanilla bezeichnet. Warum? Valleeis ist mit Abstand das wohl beliebteste Eis.

Bondage

Handschellen, Augenbinden und…? Hinter dem Begriff "Bondage" versteckt sich mehr als das! Bondage beschreibt die kunstvolle Fesselung des Partners. Verschnürt werden zum Beispiel Handgelenke, Arme, Achseln, Hals oder Beine. Womit? Meistens mit Seilen. Aber auch mit Bondagetape oder Lederfesseln.

Wichtig: Jeder Körper ist anders. Was für den einen funktioniert, ist für den anderen gefährlich. Zum Beispiel aufgrund des Körperbaus. Deshalb sollten die BDSM-Partner unbedingt und zu jeder Zeit miteinander kommunizieren. Das minimiert jedes Risiko.

SSC: Safe, Sane & Consensual

SSC – das Motto der BDSM-Szene. Oder auch Safe, Sane & Consensual. Übersetzt ins Deutsche bedeutet das "Sicher, mit klarem Verstand und in gegenseitigem Einverständnis". Mit dieser Art von Kodex sollen die BDSM-Fans vor Missbrauch und körperlichen oder geistigen Schäden geschützt werden.

Sadomasochisten betonen, dass Freiwilligkeit und Vertrauen die Basis für die Ausübung von BDSM sind. Gut, denn niemand sollte zu etwas gezwungen werden, das er nicht will.

Safeword

Wer BDSM praktiziert, der sollte sich an gewisse Sicherheitsvorkehrungen halten. Dazu gehört beispielsweise ein verbindliches "Safeword" (oder auch Codewort, Stoppwort). Das Safeword wird im Hinblick auf das SSC-Motto vereinbart. Es dient Sub und auch Dom dazu, eine SM-Szene im Notfall sofort zu beenden. Zum Beispiel, wenn es einem zu hart wird, er auf die Toilette muss oder einer nicht mehr kann.

Ein Beispiel? Weltweit bekannt ist das Safeword "Mayday". In Deutschland sagen manche "Gnade" und andere nutzen eher Worte wie "Obstsalat" oder "Schokohörnchen". BDSM-ferne Stoppwörter sind sinnvoll, weil sie im Spiel auf jeden Fall als ernstzunehmende Notrufe zu erkennen sind. Wer schreit schon vor Lust etwas wie "Kokusnuss". Richtig: keiner!

BDSM für Anfänger

Wer nach dem Lesen erotischer Geschichten neugierig geworden ist oder sich schon dazu entschlossen hat, BDSM auszuprobieren, muss sich nicht durch schmuddelige Seiten im Internet informieren. Es gibt auch Seiten, die extra für Anfänger entwickelt sind und uns nicht verstören oder verschrecken. Sie geben Anfängern wichtige Tipps (die UNBEDINGT beachtet werden sollten) – und das in einem sachlichen Ton.