Irrglaube Wer bei geöffnetem Fenster schläft, lebt gesünder?

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Darum sollten wir nachts nicht mit offenem Fenster schlafen

Ein guter Schlaf wird nur gewährleistet, wenn nachts ständig Frischluft ins Schlafzimmer kommt? Viele Menschen schwören auf einen leichten Luftzug während des Schlafens. Verständlich: Allein die Vorstellung, bei stickiger Luft in den Schlaf zu finden, löst bei den meisten Unbehagen aus. Trotzdem sollten Frischluft-Fans ihre Gewohnheit überdenken. 

Wie Forscher in einer Studie für die Johannes Gutenberg Universität Mainz herausfanden, sorgt ein geschlossenes Fenster eindeutig für einen erholsameren und damit gesünderen Schlaf. Grund dafür seien Geräusche, die man bei offenem Fenster verstärkt wahrnimmt. Interessant: Auch wenn wir schon längst eingeschlafen sind, setzen laute Geräusche in der Nacht Stresshormone frei.

Nachts ist Lärm schädlicher für uns als tagsüber

Fährt ein Auto mit etwas 10 Meter Entfernung am offenen Fenster vorbei, liegt der Lärmpegel bei etwa 75 Dezibel - bei LKW sogar bei 95 Dezibel. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind alle Werte über 65 Dezibel gesundheitsschädigend.  In der Nacht sollte der maximale Grenzwert bei 40 Dezibel liegen.
Da hilft nur ein ordentliches Durchlüften vor dem Schlafengehen. Wer absolut nicht ohne Frischluft einschlafen kann, greift am besten zu Ohrenstöpseln für eine wirklich erholsame Nachtruhe.