Friseur Treatment Keratin-Glättung: So funktioniert das Haar-Treatment

Bei der Keratin-Glättung handelt es sich um eine Haarglättung mit natürlichen Proteinen, die beim Friseur durchgeführt wird und etwa 3 bis 6 Monate anhält. Wir verraten, wie die Keratin-Glättung funktioniert und was man dazu wissen sollte!

keratin-glaettung

So funktioniert die Keratin-Glättung

Wichtig zu wissen: Unsere Haare bestehen hauptsächlich aus Keratin. Das sind faserbildende Eiweiße, die auch in unserer Haut und in den Nägeln vorkommen.
Für die Keratin-Haarglättung wird eine spezielle Produktlinie vom Friseur in die Haare eingearbeitet. Diese ergänzt Keratin in den einzelnen Haarfasern. Das Keratin wiederum baut dann zusätzliche Schwefelbrücken auf, die dafür sorgen, dass das Haar eine glatte Struktur bekommt.
Das bedeutet: Keratin ist ein natürliches Produkt, weshalb die Keratin-Glättung unsere Haare nicht schädigt. Das macht einen bedeutenden Vorteil dieses Verfahrens gegenüber anderen Dauerglättungen aus.

Für diese Haartypen eignet sich die Keratin-Glättung

Für extrem lockiges Haar, wie etwa eine Afrokrause, ist der Effekt dieser natürlichen Dauerglättung eventuell nicht stark genug. Ein Ergebnis wird definitiv sichtbar sein, allerdings wird das Resultat nicht ganz so glatt sein, wie bei einer chemischen Glättung.  
Alle anderen Haarstrukturen, von leicht wellig bis hin zu ausgeprägten Locken, werden mit Keratinbehandlung tatsächlich seidig glatt und glänzend – ohne den täglichen Einsatz vom Glätteisen! Übrigens: Die Keratin-Glättung funktioniert auch bei anderen Haarproblemen. So können zum Beispiel auch naturglatte Schöpfe damit ihren Frizz loswerden.

So läuft die Keratin-Haarglättung ab

Die Keratinbehandlung muss auf jeden Fall beim Friseur erfolgen. Dieser wird zuerst das Haar ein oder mehrmals waschen, um alle chemischen Rückstände von verwendeten Produkten zu entfernen. Anschließend wird das Haar so weit getrocknet, dass es maximal ein wenig feucht ist. Nun werden die Haare in etwa 4 cm dicke Strähnen eingeteilt, die mit der Keratinbehandlung bestrichen werden. Nach 20 Minuten Einwirkzeit wird das Produkt wieder mit klarem Wasser ausgewaschen.
Wenn die Haare komplett trocken geföhnt sind, wird einmalig Strähne für Strähne sorgfältig geglättet, um die zugefügten Proteine in den Haaren zu versiegeln. Dies kann je nach Haarlänge und -dicke einige Zeit in Anspruch nehmen. Achtung: Für die nächsten 48 Stunden sollten wir die Keratin-Glättung in Ruhe einwirken lassen – das bedeutet kein Waschen und keine ausgefallenen Frisuren.

Keratin-Glättung: Ergebnis

Um nun im Alltag die Wirkung der Schwefelbrücken zu aktivieren, müssen die Haare mit Wärme behandelt werden. Heißt im Klartext: Wer sich morgens die Haare wäscht, muss die Mähne anschließend zumindest anföhnen, damit der glatte Effekt sichtbar wird. Anschließend präsentiert sich aber eine wunderbar gepflegte, glänzende Pracht!

Die PETRA-Redaktion hat die Keratin-Glättung persönlich ausprobiert und hat folgendes Fazit:

„Ich habe hüftlanges, stark gewelltes Haar. Der Effekt nach meiner Keratin-Haarglättung war tatsächlich sehr überzeugend. Ich durfte mich etwa 3 Monate lang über seidig glatte Ergebnisse freuen! Selbst, wenn ich mal einen Tag nicht geföhnt habe, waren die Haare weniger kraus als normal. Auch der Frizz war für diese Zeit verschwunden. Haarschäden oder Volumenverlust habe ich selbst Monate später nicht bemerkt. Allen, die sowieso jeden Tag den Aufwand investieren zu föhnen oder glätten kann ich das natürliche Treatment nur empfehlen. Einziges Manko: Der Preis! Je nach Haarlänge zahlt man beim Friseur etwa 250 bis 300 Euro.“

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Datum: 16.1.2020

Autor: Silva Oldenburg