Star-Talk Interview: Barbara Schöneberger & Florian David Fitz

Florian David Fitz und Barbara Schöneberger erzählen, wozu ein schönes Lächeln gut sein kann.
Florian David Fitz und Barbara Schöneberger

Petra: Vielen Dank, dass Ihr Euch für uns Zeit nehmt. Ihr macht gerade gemeinsam Werbung für Oral-B. Was hat Euch von diesem Projekt überzeugt?

Florian: He, ich freue mich, dass das mal wirklich ein Produkt ist, das nicht überflüssig ist und den Leuten was bringt! Außerdem macht Barbara mit. Das ist natürlich die Kirsche auf der Torte.
 
Barbara: Ja. Wir kannten uns zwar vorher, aber wir haben noch nicht zusammengearbeitet. Das ist eine lustige Erfahrung. Ich bin eben kein Schauspieler und wir gehen doch grundsätzlich verschieden an die Sache ran. Das fand ich einen echten Gewinn.
 
Petra: Grade in Eurem Beruf ist ein schönes Zahncreme-Lächeln ja auch ein bisschen Pflicht, oder. 
Florian: Ich glaube das ist bei Barbaras Beruf vielleicht ein bisschen mehr der Fall. Als Schauspieler ist das gar nicht so. Da wirst Du auch Leute finden, die ein sehr eigenes oder seltsames Lächeln haben. Es sollen ja nicht alle Schauspieler toll aussehen.
im Interview
Barbara Schöneberger und Florian David Fitz unterschreiben die Petra

Barbara Schöneberger unterschreibt die PETRA

 
Barbara: Finde ich auch. Also ein Lächeln muss gut geputzt und gepflegt sein. Aber ein bisschen schief oder so was find ich gut. 
 
Petra: Ist ja auch charmant.
Florian: Aber Du hast auch eine Spange gehabt, oder?
 
Petra: Ja, damals hatten alle eine. Also wollte ich auch eine. 
Barbara: Ich hab mir früher immer Sicherheitsnadeln in den Mund gesteckt, weil ich es so cool fand, ne Spange zu haben. Weißt Du, das klappern, das fand ich wahnsinnig cool (alle lachen).
 
Petra: Habt Ihr schon Mal mit einem Lächeln jemanden rumgekriegt? Einen Polizisten zum Beispiel?
Barbara: Ich mag ja nicht so gerne Leute rumkriegen. Natürlich freue ich mich, wenn ein Polizist den Strafzettel wieder wegsteckt, aber ich würde mich nicht darauf verlassen, dass man immer so durchkommt. 
 
Florian: Sobald Du bekannter wirst, musst Du da eh vorsichtig sein. Es wäre ja total unangenehm, wenn man damit nicht durchkommt und dann alle denken: „Alter, der kann jetzt nicht mal dafür gerade stehen.“ Neulich hatte ich unbefugt geparkt. Die Einfahrt war richtig vernagelt und zuplakatiert. Ich war mir sicher, dass da kein Auto mehr durchfährt. Wir haben zehn Meter weiter gegessen und sehen plötzlich, da ist die Polizei. Ich renne also hin und sage: „Oh, ich hab nur kurz abgestellt, vor drei Minuten.“ Und der Polizist antwortet: „Das ist lustig, man hat uns nämlich schon vor zwanzig Minuten angerufen.“ Da kam ich dann nicht mehr raus. (lacht)
 
Petra: Ärgerlich. Mal zu schöneren Dingen – Was zaubert Euch denn ein Lächeln auf die Lippen? Was sind wahre Glücksmomente?
Barbara: Mir zaubert ein Lächeln auf die Lippen, wenn die erste Knospe der frühen Tulpe den noch frostigen Boden durchsticht. Das finde ich wunderbar.
 
Florian (lacht): Das klingt so anzüglich, wie du das sagst.
 
Barbara: Nein, wirklich. Alles, was mit Garten zu tun hat, finde ich toll. Morgens laufe ich mit der Kaffeetasse durch den Garten und schneide an meinen Blumen rum. Zu wissen, ich könnte das noch den ganzen Vormittag tun und da ist kein Termin, nichts was auf mich wartet, das finde ich sehr schön.
 
Florian: Für mich macht Wetter ganz viel! Die Lindenblüte in München - dann riecht es so nach Sommer. In Berlin auch. Während ich vor Heuschnupfen niesend durch die Straßen gehe, freue ich mich daran sehr. 
 
im Interview
Barbara Schöneberger und Florian David Fitz Autorin

Autorin Judith Schröder mit Barbara Schöneberger und Florian David Fitz

Petra: Wann habt Ihr denn das letzte Mal so richtig gelacht?
Barbara: Wir haben heute eigentlich den ganzen Tag gelacht. (Zeigt zu den Augenwinkeln) Was meinst du, was hier heute alles passiert ist. Dieser Tag hat sich in mein Gesicht gegraben. Vorhin haben wir zum Beispiel sehr gelacht, weil wir einen Sketch von Anke Engelke angeschaut haben. Die kann ja einfach alles machen.
 
Florian: Anke als Russin spricht über die Insel Sylt. Der ist großartig. Den findet man aber auf YouTube nicht mehr. Ich möchte bitte hiermit über die PETRA Anke auffordern, diesen Spot wieder ins Internet zu stellen. 
 
Petra: Apropos, Ihr macht ja auch beide selbst Comedy. Bringt Ihr einfach gerne andere Leute zum Lachen?
Florian: Nein. Ich bringe Leute lieber zum Weinen. Das gelingt mir auch öfter (lacht). Nein, Schmarrn. Ich finde beides wichtig. Ich suche immer nach dem Gegenteil. Also im Tragischen suche ich nach dem Komischen und im Komischen nach der Tragödie. 
 
Barbara: Also ich bin ja fürs leichte Fach und mag es nicht so gerne, wenn’s schwer wird. Privat bin ich schon emotional, aber beruflich kann ich das glaube ich nicht so gut. Bei anderen finde ich das alles toll, aber ich selber möchte bei dem Thema Unterhaltung bleiben – ich glaube auch für den Rest meiner beruflichen Laufbahn. Ich find’s gut, wie der Gottschalk das gemacht hat. Der kann halt auch vor allem das eine und da hat er sich auch sein Leben lang dran gehalten. 
 
Petra: Und seid Ihr privat manchmal Pausenclowns?
Florian: Ich bin schon gefährdet, für ne Pointe meine Großmutter zu verkaufen und das kann manchmal ein bisschen nervig sein. Viele mögen es, glaube ich, lieber ein bisschen langweiliger, dass man ein bisschen netter ist. Ich bin halt nicht immer so nett. 
 
Barbara: Bei mir gibt es diese Höhen und Tiefen nicht. Ich bin nie wahnsinnig ruhig oder wahnsinnig aufgedreht, sondern einfach durchgehend gut gelaunt. Was auch schlimm ist für viele Leute.
 
Petra: Was ist für Euch wichtiger im Leben, sich durchzubeißen oder alles mit einem Lächeln zu nehmen?
Barbara: Also ich für meinen Teil komme mit Lächeln weiter. Durchbeißen war noch nie so meine Methode. Ich habe einfach nicht so ein Stehvermögen, wenn ich merke, dass es total hakt. Ich gehe immer dahin, wo die Tür schon offen ist. Und wenn es gar nicht die Tür ist, die ich ursprünglich nehmen wollte, denke ich mir: „Och, hier ist’s aber auch schön“. Ich bin noch nie derjenige gewesen, der so sagt „Ich will nach oben“ und „Ich beiß mich durch“.
 
Florian: Ich glaube dabeibleiben kann ich ganz gut. Was ich tatsächlich nicht so gut kann, ist Sachen weglächeln. Wenn Leute sagen: „Ach, Schauspieler können doch immer super so tun als ob...“, das ist nicht so. Man soll uns ja immer ansehen, wie es uns geht. Wenn ich schlecht drauf bin, muss ich mich wirklich dazu bringen, Spaß zu haben. Sonst kann ich nicht lächeln. 
 
Petra: Was habt Ihr denn als nächstes für uns parat?
Florian: Bei mir kommen jetzt drei Filme ins Kino. Im September erscheint „Lügen und andere Wahrheiten“ von Vanessa Jopp mit Meret Becker und Thomas Heinze. Der ist komplett improvisiert. Wir sind in jede Szene an jedem Drehtag reingeschmissen worden und wussten nicht, was passiert. Und im Oktober kommt ein Film, der mir auch sehr am Herzen liegt. Der heißt „Hin und Weg“ und Jürgen Vogel spielt da unter anderem mit. Es geht um eine Gruppe von Freunden, die zusammen eine Radtour machen und auf der Reise kommt raus, dass einer nicht zurückkommen wird. Das ist ein ziemlich toller, krasser Film. Und im Winter kommt noch „Die Lügen der Sieger“, den ich letztes Jahr mit Christoph Hochhäusler gedreht habe. 
 
Barbara: Jetzt im September geht es wieder los mit der Gala-Saison, da gibt es viele Preise zu verleihen. Und natürlich moderiere ich die NDR-Talkshow. Und  „Die 2 – Gottschalk und Jauch gegen alle“ mache ich auch weiter.
 
Petra: Da freuen wir uns drauf. Vielen Dank für dieses Interview.
 
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