Diät Schlank nach dem Glyx-Prinzip

Der Weg zum Traum-Body ist ganz einfach: Verbannen Sie Zucker und „leere“ Kohlenhydrate. Sonst dürfen Sie genießen, was Sie wollen – sogar Schokolade.
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Damit Sie’s gleich wissen: Ihre Kalorientabelle können Sie getrost wegwerfen. Denn beim Essen nach dem glykämischen Index (GLYX) gibt’s kein Kalorienzählen mehr. Hungern, Magenknurren und schlechtes Gewissen beim Genuss jeder kleinen Köstlichkeit, die in Diät- Tabellen unter „Dickmacher“ steht, das ist ab sofort passe – denn Ernährungswissenschaftler haben eine Methode entwickelt, mit der Sie fast alles in jeder Menge essen und trotzdem ein Leben lang in Größe 38 passen können. Ihre bahnbrechende Entdeckung: Nur Lebensmittel mit schnell verdaulichem Zucker- und Stärkeanteil machen dick. Sie haben einen hohen so genannten glykämischen Index, und sie sind tatsächlich die Alleinverursacher von Schwabbel- Schenkeln und Übergewicht. Wer sich nach dem GLYX-Prinzip ernährt und auf Zucker & Co. verzichtet, kommt also ganz easy und ohne zu hungern in Superform.

 
Süße Falle: die Zucker-Lust
Die GLYX-Methode beruht auf der Entdeckung, dass nicht das Fett der Feind in unserer Nahrung ist, sondern bestimmte Arten von Kohlenhydraten – nämlich die in Stärke und ganz besonders in Zucker. Um Fett im Körper zu deponieren (und damit fiese Speckröllchen aufzubauen), braucht unser Körper das Hormon Insulin als Transportmittel. Und das wird immer dann ausgeschüttet, wenn wir Kohlenhydrate verzehren. Wenn wir Zuckerkram essen, läuft die Bauchspeicheldrüse auf Hochtouren und überflutet uns mit Insulin, um die Süß-Moleküle (Glukose) schnell aus dem Blut zu schaufeln. Und wohin mit den Zuckerbausteinen, wobei alles verfügbare Fett gleich mitgenommen wird? Ab ins Depot! Das ist für unseren Körper prima, denn er hat ja seit Urzeiten die Tendenz, Fettlager für Hungerzeiten anzulegen. Die ganze Aktion geht schnell und verbraucht relativ wenig Energie. Ist der Zucker aus dem Blut, der Insulinspiegel aber noch hoch, kriegen wir sofort wieder Lust auf Süßes. Deshalb haben die meisten Menschen, die morgens schon mit Marmeladenbrot oder Kuchen starten, den ganzen Tag Appetit auf Süßes.
 
Kohlenhydrate: der dicke Unterschied
Ganz weglassen können wir die Kohlenhydrate nicht. Wir brauchen sie als Treibstoff für Muskeln und Gehirn. Aber, so die revolutionäre Erkenntnis der GLYX-Forscher: Unter den kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln gibt es welche, die dem Körper Zucker und Stärke quasi in Reinform zuführen und
blitzschnell den Insulinspiegel in die Höhe treiben (etwa Traubenzucker und Weißmehl). Bei anderen müssen die Kohlenhydrate erst „geknackt“ werden – zum Beispiel bei Nüssen, Vollkornprodukten oder ungesüßtem Müsli. Bei der Aufspaltung dieser „guten“ Kohlenhydrate verbraucht der Körper schon allein ein Viertel der gelieferten Energie. Die Ballaststoffe bringen die Verdauung in Schwung, und der Fett-Transport wird erschwert, weil die Insulinausschüttung langsamer läuft.
 
Gesunde Ernährung
 Die Zauberzahl: GLYX-Wert
Die „gute“ von der „schlechten“ Kohlenhydrat-Nahrung zu unterscheiden, ist biochemisch kompliziert, für uns aber ganz leicht. Denn jetzt gibt’s Tabellen mit dem „glykämischen Index“ der meisten Lebensmittel. Das ist eine Zahl, die – vereinfacht gesagt – für Zucker- und Stärke-Anteil steht. Ein niedriger GLYX-Faktor bedeutet: da sind relativ wenig schnell verdauliche Kohlenhydrate drin. Ein hoher Wert besagt: Vorsicht, Zucker und Stärke aus diesen Lebensmitteln verursachen einen Express-Transport zu den Fettdepots. Traubenzucker hat den GLYX-Wert von 100. Das angebliche Teufelszeug der meisten Diäten, etwa Butterkäse oder Schweinerippchen haben den Faktor Null, denn sie enthalten Eiweiß und Fett statt Kohlenhydraten. Tatsächlich kann man von den GLYX-Nullen nach Lust und Laune essen und setzt dabei kein Fett an, sofern man sie nicht mit Zucker- oder Stärkebomben
kombiniert. Käse z.B. ist okay, aber nicht auf Weißbrot. Schnitzel? Genehmigt, aber keinesfalls paniert oder in Mehlsoße. Nach neuesten Forschungen von Wisssenschaftlern der Universität Indiana liegt der Fettanteil, den der Körper aufnimmt, bis zu 60 Prozent höher, wenn man gleichzeitig Zucker oder Stärke isst.
 
Der Irrtum: mager macht nicht fett
Warum man nicht früher darauf gekommen ist? Ganz einfach: Jahrelang konzentrierten sich Ernährungsforscher auf die scheinbar simpelste Lösung von Figurproblemen: Finger weg vom Fett, denn wenn nur Magerkost auf dem Teller liegt, kriegt der Körper auch keinen Nachschub für seine Fettzellen. Das stimmt natürlich, nur hat die selbst auferlegte Hungersnot unerwünschte Nebenwirkungen, z. B. die unbändige Lust auf Verbotenes. Der Körper wehrt sich nämlich mit allen Kräften gegen die Sparmaßnahmen. „Mindestens 80 bis 90 Prozent der Leute, die eine Diät machen, erreichen über kurz oder lang wieder ihr Ausgangsgewicht“, hat Physiologe Hans Hauner vom Deutschen Diabetes-Forschungsinstitut in Düssseldorf festgestellt. „Dieses deprimierende Ergebnis von Langzeitstudien ist nicht allein Resultat mangelnder Motivation und Ausdauer, sondern vor allem der Tendenz unseres Körpers, die Fettzellen immer wieder aufzufüllen.“ Und mehr noch: Weil der Energieverbrauch während der knappen Phase gedrosselt und nur sehr langsam wieder hochgefahren wird, bekommt der Körper vor allem in der ersten Zeit nach einer Diät viel mehr, als er verwerten kann. Ergebnis: der Jo-Jo-Effekt: Erst nimmt man ab, dann ratz-fatz wieder zu. Und die Jeans spannen in Rekordzeit noch mehr als zuvor.
 
Dolce Vita ohne Hungern – in der zuckerfreien Zone
Das Geniale an der GLYX-Methode: Sie ist keine Diät. Denn um Ihre Traumfigur zu halten oder zu bekommen, dürfen Sie ja essen, so viel Sie wollen – wenn Sie nur möglichst alles weglassen, was einen hohen GLYX-Wert hat. Achtung: Zu den No-Gos gehören auch die meisten Fertigprodukte, weil sie mit Zucker konserviert werden – Ketchup beispielsweise. Erlaubt dagegen sind Fleisch und Fisch bis zum Abwinken und sogar Schokolade, wenn sie zu 70 Prozent aus Kakao besteht. Was Sie nicht erwarten können: dass Sie nächste Woche schon fünf Kilo leichter sind. Bis zum Start der Bikini-Saison schaffen Sie’s aber garantiert. 

 

 

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