Selbstfindung durch "Eat Pray Love" Finde dein eigenes Leben

Als Buch war „Eat Pray Love“ ein Welterfolg, jetzt kommt die Verfilmung mit Julia Roberts in die Kinos. Was ist dran an dem Hype? Wir haben die Selbstfindungsbibel unter die Lupe genommen – und Erstaunliches herausgefunden

Julia Roberts und Javier Bardem

FINDE DEIN EIGENES LEBEN!

S. 142: „Es sei besser, sein eigenes Schicksal unvollkommen zu leben, behauptet die Bhagavadgita, jener altindische yogische Text, als das Leben eines anderen auf vollkommene Weise nachzuahmen. Nun habe ich also begonnen, mein eigenes Leben zu leben.“
Manchmal gehen wir lieber den bequemen Weg. Einer, der schon angenehm plattgelatscht ist. Alle unsere Freundinnen kriegen plötzlich Kinder? Hm. Man will ja nicht die Letzte sein ...
So fühlte sich auch die Autorin Gilbert, schon Ewigkeiten mit ihrem Mann zusammen, ein teures Haus an der Hacke, aber einen Klumpen im Magen beim Gedanken, auch noch den letzten konsequenten Schritt zu gehen: Kinder? Oh Gott. Wo bin ich hier hineingeraten? Oft scheint die Vollbremsung viel zu folgenschwer. Wir reden uns ein, wir könnten es bereuen, den klar vorgezeichneten Weg zu verlassen, und machen uns lieber weiter was vor.
Die Psychologin Lydia Lange vom Max-Planck-Institut in Berlin fand aber heraus: Menschen bereuen in der Rückschau nicht ihre Dummheiten oder Fehler. Verpasste Chancen belasten unsere Psyche viel stärker. „Durch Passivität kann man Reue also nicht vermeiden, sondern auf Dauer schürt man sie geradezu“, so Lange.

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