Beziehungstipps 13 Männer bis zum Traummann

Wieder Pech mit Mr. Wrong? Macht nichts! Jeder Fehltritt macht uns schlauer und führt uns irgendwann in die Arme von Mr. Right.

Die Qual der Wahl!

Nur… so einfach kann man diesen Ollis und Christians dieser Welt gar nicht entkommen. Sie sind überall. Dabei verstecken sie sich gekonnt hinter schönen Fassaden, die einem vorgaukeln, man wäre endlich angekommen. Ein bisschen so wie Altbauwohnungen, die einen mit ihren hohen, stuckverzierten Decken und Holzdielen zum Einziehen überreden und es einem dann mit schimmeligen Wänden danken. Und man zieht trotzdem immer wieder von der einen in die nächste. Irgendwann muss es ja schließlich besser werden.

Wird es auch. Zumindest bei den Männern. Vor einiger Zeit fanden Forscher des Max-Planck-Instituts in Berlin nämlich heraus, dass man etwa 13 Männer kennengelernt haben muss, bis man den Richtigen trifft. Jedes Mal, wenn wir einige Zeit mit jemandem verbringen, den wir attraktiv und interessant finden, ergänzen wir das Wunschbild von dem Mann, mit dem wir unser Leben verbringen würden. Der Tennislehrer zählt dabei genauso zu den magischen 13 wie die kurze, aber heftige Affäre. Ähnliche Statistiken über schimmelnde Altbauwohnungen sind mir leider nicht bekannt. Ebenso wenig, ob es nun wirklich genau 13 sein müssen. „Dennoch sollten Menschen sich eine Wahlphase zugestehen und Erfahrungen sammeln.“ Da ist sich auch Single-Experte und Buchautor Eric Hegmann („Die Traumprinz-Falle“, Goldmann, 207 Seiten, 7,95 €) sicher. „Hier geht es dann darum, wie viele Erfahrungen jeder für sich machen möchte oder benötigt. Mehr als Lady Di und weniger als Madonna – der Spielraum ist groß und jedem selbst überlassen.“ Wichtig ist am Ende nur, was man aus jeder einzelnen Begegnung mitnimmt. Was hat mir gefallen? Was überhaupt nicht? Und vor allem: Liegt es eigentlich an mir, dass mir nur Spinner über den Weg laufen?

Diese Frage drängte sich mir spätestens bei Alex auf. Er wohnte in der Wohnung über mir in einer WG. Als er mich das erste Mal im Flur anlächelte, glühten meine Wangen sofort wie zwei überreife Cocktailtomaten und kleine Schweißperlen krochen langsam über meine Stirn. Gott, was für ein Lächeln: offen, strahlend und irgendwie ein bisschen versaut. Den wollte ich. Am besten sofort! Allerdings war ich da durchaus nicht die Einzige. Das wusste ich so genau, weil Alex’ Schlafzimmer direkt über meinem lag. Ach, wenn schon! Die anderen vor mir waren halt einfach nicht die Richtigen. Seelenlose Betthasen, sonst nichts! Mit mir würde das anders werden. Das behauptete sogar Alex am Anfang. Was ich nicht wusste, war, dass er Karina und Jennifer genau dasselbe erzählte.

Unsere Romanze lief zwar nur ein halbes Jahr, aber es tat trotzdem höllisch weh. Doch was am meisten schmerzte, war die Enttäuschung über mich selbst. Schließlich hätte ich es doch wissen müssen. „Wenn wir jung und vital sind, lassen wir uns gerne von unseren Hormonen treiben“, so Single-Experte Eric Hegmann. „Wir gönnen uns Experimente mit anderen Menschen in puncto Sex, Leidenschaft und Liebe. Wir genießen die Macht des Zufalls.“ Und aus diesem Zufall kann dann auch schnell mal ein Reinfall werden. Schließlich trägt ja niemand einen Stempel mit dem Wort Mogelpackung auf der Stirn. Gott sei Dank! Wer weiß, wie viele Männer dann direkt bei meinem Anblick schon Reißaus genommen hätten. So haben wenigstens alle die gleiche Chance.

Autor: Yvonne Adamek

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