Kriegen, was wir wollen Mehr Spaß im Bett und Jungsabende

Am Anfang übersehen wir sie einfach, seine Marotten oder modischen Fehltritte. Aber irgendwann nerven sie uns doch. Typisch Frau, fangen wir an, ihn ändern zu wollen… Nur: geht das überhaupt? Und wenn ja, wie? Wir haben Autor Lars Christiansen gefragt, welche Strategien was bringen.

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ER WIRD SCHON MERKEN, WAS ICH IM BETT WILL

Unsere Strategie: Wir geben wirklich alles, um es ihm leicht zu machen: machen wohlige (und laute) Geräusche, wenn was wirklich gut ist. Die Hand (oder den Kopf) führen wir sanft – aber bestimmt – woanders hin, wenn es sich nicht so toll anfühlt. Das dürfte doch selbst ein Sex-Legastheniker verstehen.

Er: Im Prinzip ist Ihre Strategie gut und richtig. Noch besser fände ich es, wenn Sie Ihre erotischen Seufzer noch mit ein bisschen Deutsch paaren würden. Will sagen: Stöhnen Sie doch mal: „Ja, da ist es schön.“ Oder, falls Sie’s gerade als optimierungsbedürftig empfinden: „Ein bisschen weiter links, Baby.“ Bei etwas stumpferen Kandidaten ist ihre Lautleise-Taktik nämlich schön und gut, muss aber nicht klappen. Doch Männer brauchen klare Ansagen. Hinzu kommt, dass wir Männer beim Sex nur kurze Sätze verstehen – Sie wissen ja, zwei Dinge gleichzeitig zu tun fällt Jungs schwer – und verschiedene Stöhnvarianten könnten für das männliche Gehirn zu viel sein. Hat sie jetzt laut oder leise gestöhnt, wohlig oder unwohlig? Keine Ahnung, weitermachen! Wir verfolgen beim Sex ja auch unseren eigenen Plan. Nämlich den, der uns selbst geil macht. Und das muss mit dem, was Sie überkochen lässt, nicht übereinstimmen.

 

MÄNNERABENDE SIND IHM BALD NICHT MEHR WICHTIG

Ein Jungs-Date die Woche ist für uns okay. Aber warum muss es immer der Freitag sein? Klar, dass auch der Samstag schon halb gelaufen ist, wenn Monsieur gegen Mittag verkatert aus den Federn krabbelt. Unsere Mädels gefährden doch auch nicht unser (heiliges!) Wochenende. Unsere Strategie: Wir beschweren uns immer wieder. Irgendwann setzen wir unseren Willen schon durch.

Er: Was würden Sie tun, wenn Ihnen jemand wieder und wieder dieselbe (aus Ihrer Sicht) dumme Frage stellt? Richtig: irgendwann auf Durchzug schalten. Natürlich geht Ihr Mann am Wochen - ende aus, weil zu einer anständigen Männerrunde auch ein frisch gezapftes kühles Blondes gehört. Nein, keine kühle Blonde, ein kühles Blondes. Oder auch zwei oder drei. Wir wollen nur stundenlang in Ruhe Bierchen trinken, quatschen und kleine Späße mit der Kellnerin machen. Stellen Sie sich mal vor, was passierte, wenn Ihr Mann unter der Woche ausginge? Das Gleiche. Mit dem Unterschied, dass er jeden Mittwoch trinken und donnerstags mit Fahne im Büro auftauchen würde. Daraufhin würde er gefeuert, wäre den ganzen Tag zu Hause und machte sich schon mittags das dritte Oettinger auf. So gesehen können Sie doch ganz froh sein – da sind die Männerabende das kleinere Übel.

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