Psychologie Die perfekte Duracell-Frau

Rechtsanwältin, Krankenschwester, Werberin – was wir jeden Tag tun, macht mehr mit uns, als das Konto füllen. Vor allem, wenn wir es lieben. Warum gerade die Selbstverwirklichung ein Knochenjob sein kann und wie sie auch mal entspannen, steht hier.

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Meine Freundin Katharina zum Beispiel ist Krankenschwester. Nachtschichten, 14-Stunden-Tage und selbstlose Pflege gehören für sie zum Alltag. Ich würde ihr ohne mit der Wimper zu zucken Kind, Hund und Mann auf einmal anvertrauen, denn auch privat ist sie der Engel auf Erden und kümmert sich liebevoll um alles und jeden. Sie schmeißt den Haushalt, dekoriert das Haus und sieht dabei immer wie aus dem Ei gepellt aus. Klar, kann man jetzt sagen: „Das tut sie sich doch freiwillig an.“ Aber läuft es nicht bei uns allen so? Nach der Arbeit geht die Arbeit weiter: Einkäufe erledigen, rein ins Fitnessstudio, rauf auf den Stepper und jederzeit erreichbar sein, falls der Chef auch nach Feierabend noch eine Frage hat. „Gerade Frauen fällt es wahnsinnig schwer, abends den Job an den Haken zu hängen und einfach mal zu genießen“, weiß Frank Forstmann.

Denn wir versuchen ständig zu optimieren – vor allem uns selbst. Was wir beruflich tun, das leben wir halt auch. Über die normale Arbeitszeit hinaus selbstverständlich. Laut Statistik bleibt nämlich jeder Deutsche ca. 2,8 Stunden pro Woche länger am Arbeitsplatz als nötig. Wir beherrschen unseren Job. Also machen wir ihn auch, wenn man uns fragt: Die Krankenschwester kümmert sich auch privat um die Wehwehchen ihrer Liebs - ten. Die Werberin kommt spät nachts nach Hause, weil in der Kreativszene noch was los war. Und die Bankerin berät in der Freizeit alle Freunde bei Finanzfragen. Wir alle glauben, jederzeit produktiv sein zu müssen und verlernen dabei, dass zu Energie und Kraft auch das Abschalten gehört. Aber wie kommen wir raus aus der Rolle der Duracell-Frau ohne Abschaltknopf? Machen Sie sich klar, dass es da in Ihnen noch eine andere Frau gibt, als die 24- Stunden-Krankenschwester oder die immer hippe Werberin. Was will die vom Leben? Mal ein Faulpelz sein – können Sie das noch? Wenn nicht, üben Sie es. Probieren Sie einen halben Tag lang, rein gar nichts zu tun. Kein Handy, kein „Ich mach noch schnell die Wäsche“, nicht einmal der Gedanke daran ist erlaubt. Dösen Sie wie eine Katze am helllichten Tag. Wenn Sie merken, dass Ihnen schon fünf Minuten Nichtstun schwerfallen, fangen Sie mit drei an. So eine bewusste Auszeit am Tag kann Wunder bewirken und Raum für neue Inspirationen schaffen. Also Handy aus, Füße hoch, gedanklich das „Bitte nicht stören!“-Schild aufhängen. Ich fange gleich damit an. Ich bin dann jetzt auch mal ich – nicht irgendwas in den Medien.

Die Formel zum Entspannen: 3 × 3 Minuten täglich

HumanEnergyBackup-Training
Frank Forstmann entwickelte mit Psychologen ein Programm, das auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt wird und für Zentrierung, Druckausgleich und Energiegewinnung sorgt.

Die Formel
Klingt eigentlich nicht schwer: 3 × 3 Minuten eine Auszeit am Tag. Lernen Sie wieder, sich bewusst wahrzunehmen. Konzentrieren Sie sich nur auf sich selbst. Nichts anderes ist in diesem Moment wichtig.

Das geht gar nicht
Alle Störquellen, die uns ablenken wollen, müssen ebenso bewusst ausgeschaltet werden. Das heißt: Smartphone aus. Weg vom Computer. Keine Gespräche. Gönnen Sie sich diese Minuten ganz für sich.

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