Dating-Fallen Psychos in den 30ern: Nicht ohne meine Ex

Ob wir gerade unser Singleleben genießen oder die Liebe fürs Leben suchen: Eine Sorte Mann laufen wir immer über den Weg: dem Psycho. Hier kommt Hilfe.

Frau ist Dinner mit einem Gorilla

Mindestens ein schwerer Liebeskummer gehört zu den ersten Erwachsenenjahren wie der erste Gebrauchtwagen. Ein Typ hat allerdings nie aus dem Heartbreak Hotel ausgecheckt: der Secondhand-Mann. EINE große Liebe hat er gehabt. In Großbuchstaben. Eigentlich trifft er sich nur mit neuen Frauen, um sich und der Welt zu beweisen: Keine ist wie SIE. Früherkennung: Er streut schon beim ersten Date ständig IHREN Namen ein. („Nadine hat ihren Salat immer ohne Karotten bestellt.“) Glauben Sie bloß nicht, Sie könnten ihn retten: Spätestens nach der ersten Nacht sägt er Frauen per E-Mail ab. („Erst durch dich habe ich gemerkt, wie tief meine Gefühle für Nadine noch sind.“) Leichter zu erkennen ist der Schmarotzer. Ein großer Anhänger weiblicher Emanzipation – vor allem, solange Sie beim Libanesen das Meze-Buffet für zwei bezahlen. Kann ja schließlich keiner was dafür, wenn es mit seiner freiberuflichen Online-Agentur gerade nicht so dolle läuft.

Der Schmarotzer will nur das eine: Ihre Kohle. Und hält das für Frauenförderung. Schicken Sie ihm die Rechnung – und sonst nichts mehr. Auch der Wichtige ist beim Essengehen leicht zu enttarnen: am Smartphone neben dem Brotteller. Er hat eine steile Karriere hingelegt und ist jetzt Marketingleiter beim mittelständischen Frankiermaschinenhersteller Markewitz & Söhne. Mit sechsunddreißigeinhalb. Könnte buchstäblich jederzeit passieren, dass der Chef anruft und nach seinem brandneuen Frankiermaschinenmarketingkonzept fragt. Auch samstagabends um Viertel vor neun. Dass der Chef nicht im Traum daran denkt, ist Ihnen spätestens beim Hauptgang klar. Ihrem Begleiter nicht.

Psychos in den 40ern: Nicht ohne meinen Anwalt

Vielleicht ist es nicht die biologische Uhr, die männliche Singles über 40 ticken hören – aber die soziale. Der Macher sucht eine Geschäftspartnerin für den nächsten Punkt in seinem Lebensplan: Familie. Der Architekt fürs Eigenheim ist beauftragt, die chinesisch sprechende Nanny steht auf Stand-by, über die Kindernamen kann man noch reden (Friedrich-Carl? Carl-Friedrich?). Das Gegenteil des Machers ist das Opfer. Alle Frauen haben ihn benutzt: seine Mutter (zu viel Liebe), seine Ex-Frau (zu wenig), seine Chefin (hat seine Kollegin befördert – wahrscheinlich lesbisch, die Alte!). Gerne hätte er eine neue Frau, ist aber gleichzeitig überzeugt, dass die ihn aussaugen will, finanziell, sexuell, emotional. Und nun beweisen Sie mal das Gegenteil! Dagegen ist der Guru total tiefenentspannt – spannend macht er Ihr Leben allerdings nicht. Schon beim ersten Treffen möchte er sich gerne mit Ihnen ins Bett legen. In Yogapose. Um sich gemeinsam darauf zu konzentrieren, durch welches Nasenloch die Luft ein- und wieder ausströmt. Sie möchten im Bett noch etwas anderes erleben? Stehen Sie besser schnell wieder auf. Da draußen läuft garantiert ein besserer Typ herum. Nämlich Ihrer.

Schlagworte: