Verschiedene Arten des Meditierens Entspannung durch Meditation

Sie wollen den Stress und die Hektik des Alltags einfach mal hinter sich lassen? Dann entspannen Sie sich beim Meditieren. Wir haben die wichtigsten Infos für Anfänger zusammengestellt.

Meditieren
Die Lehre der Mediation hat seine Wurzeln im Buddhismus, Hinduismus und Jainismus. Das höchste Ziel ist die Erleuchtung oder das Erreichen des Nirwana. Aber Meditation muss nicht immer mit Religion oder Glauben an eine höhere Macht zusammenhängen, sondern bringt vor allem Entspannung und Ruhe in einen hektischen Alltag. Und davon sind Menschen jeder Glaubensrichtung betroffen. Sein Zentrum zu finden, los zu lassen und einfach mal an nichts zu denken, baut Stress ab, bringt das Durcheinander im Kopf wieder in Einklang und wirkt vorbeugend gegen Depressionen und Burn-Out. Also, worauf warten Sie noch!

Die passive (kontemplative) Meditation

Als passives Meditieren wird im Allgemeinen die Meditation im Sitzen und Liegen beschrieben, bei der keine körperliche Anstrengung oder Bewegung nötig ist. Dazu gehört unter anderem die Achtsamkeits- oder Einsichtsmeditation, die bei uns im Westen die bekannteste Form des buddhistischen Meditierens darstellt. Bei dieser Übung sitzt der Meditierenden in einer aufrechten Position und übt sich in der vollen Achtsamkeit, die geistigen, emotionalen und körperlichen Phänomene im Hier und Jetzt wahrzunehmen. Gefühle und Gedanken an den Alltag sollen nach Möglichkeit keine Rolle spielen, sodass ein Zustand der totalen Entspanntheit eintreten kann.
 
Eine weitere Form der passiven Meditation stellt die Konzentrationsmeditation dar. Hierbei konzentriert sich der Meditierende auf den spürbaren Atem, den beruhigenden Herzschlag, ein imaginiertes Bild oder auf ein Mantra (zum Beispiel "Om"). Durch die Konzentration auf diesen einen Gedanken wird der alltäglichen Gedankenfluss, der durch Hektik und Ballast geprägt ist, gebrochen, und mit beruhigenden Gedanken ersetzt. Dies mündet in die Entspannung des Geistes.

Die aktive Meditation

Zu den aktiven Meditationsarten gehören alle Methoden, die mit kontrollierten Bewegungsabläufen einhergehen und durch die reine Konzentration auf diese eine Bewegung zur Entspannung führen.
 
Budo ist der Überbegriff für japanische Kampfsportarten, die nicht unbedingt auf körperliche Anstrengung beruhen, sondern auf die Elemente der Mediation aufgebaut sind. Dazu gehören unter anderem Karate, Jiu Jitsu, Judo und Aikidō. Das Ziel ist es hierbei nicht etwa, den Gegner zu besiegen, vielmehr liegt der Fokus auf den Bewegungsabläufen. Wenn man sich gänzlich darauf konzentriert und nicht an das Gewinnen oder Verlieren denkt, findet man seine innere Mitte und spürt die Entspannung.
 
Yoga kann als eine Vorstufe der Meditation betrachtet werden. Hierbei geht es auch um gezielte Bewegungsabläufe, die während der Ausführung den Geist befreien sollen, um Hektik und Stress im Alltag hinter sich zu lassen.
 

Etwas weniger bekannt sind aktive Mediationsübungen, wie das Kyudo, also das japanische Bogenschießen. Der Schütze, ausgestattet mit traditionellem Bogen und Pfeil, schießt auf die Zielscheibe, ohne dabei an einen Wettkampf zu denken. Die fließenden Bewegungen und das gezielte Fokussieren der Scheibe blenden alle unnötigen Gedanken des Alltags aus. So kann das Kyudo einen Zustand der inneren Ruhe und neue Kraft hervorrufen.

Autor: Angela Galliard

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