Beziehung 20 Wahrheiten, die Männer uns Frauen nicht verraten

Männer lügen, Männer täuschen Orgasmen vor - und würden es nie zugeben. Und weil wir genau diese Dinge wissen wollen, bestachen wir PETRA-Autor Maximilian Reich, damit er sie für uns ausplaudert.

männergeheimnis

1. WIR LÜGEN EUCH AN. WEIL IHR ES SO WOLLT

Ihr könnt die Wahrheit doch gar nicht vertragen! Meine Ex-Freundin ist das beste Beispiel. Sie zeigte mir zwei Kleider und wollte wissen, welches sie zum Fest am Abend anziehen soll. Ich Volldepp zeigte unbekümmert auf ein schwarzes Minikleid, ohne zu ahnen, welchen Schaden ich damit anrichtete. Meine Freundin sprach den ganzen Abend weniger Worte als der Terminator auf seinem Vernichtungsfeldzug. Begründung: Ich hätte auf das rote Kleid zeigen sollen, weil sie das erst am Vortag gekauft hatte. Aha.

2. WIR LIEBEN ES, WENN IHR EUCH UM UNS KÜMMERT

Ein Mann muss männlich sein, das wird von ihm erwartet. Und das ist ehrlich gesagt ganz schön anstrengend. Deswegen finden wir es schön, wenn wir von Zeit zu Zeit ein bisschen betüddelt werden. Das er- innert uns an unsere Kindheit in Mamas Armen, als alles noch einfach war. Aus diesem Grund mimen wir auch den sterbenden Schwan, wenn wir mal krank sind. „Du erinnerst mich an meine Mutter“ ist also keine Beleidigung, sondern ein Kompliment.

3. FRAUEN, DIE WEINEN, KÖNNEN WIR NICHTS ABSCHLAGEN

Bevor ihr weiterlest, müsst ihr ganz fest versprechen, diese Information nicht zu missbrauchen. Ich kenne nämlich genügend Frauen, die auf Knopfdruck weinen können. Einverstanden? Also: Männer haben einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, der es uns unmöglich macht, mit einer Frau zu streiten, wenn sie weint. Ich nenne das den Bambi-Effekt, weil Frauen für uns ähnlich zarte Geschöpfe sind. Und man setzt ja auch keinem Rehkitz die Schrotflinte zwischen die Augen und drückt ab. Und dieser Bambi-Effekt ist übrigens auch ein Grund, warum wir uns entschuldigen, obwohl wir uns keiner Schuld bewusst sind: Hauptsache, ihr hört auf zu weinen.

4. WIR WÜRDEN EUCH BETRÜGEN ...

... wenn wir eine Garantie bekämen, dass ihr es niemals erfahren würdet. Denn Männer müssen nicht verliebt sein, um Sex zu haben. Das ist wie Fernsehgucken und Fußballspielen. Und auch wenn das jetzt sehr hart klingt: Der FC Bayern würde sich auch langweilen, wenn er immer gegen die gleiche Mannschaft spielen müsste.

5. WIR HASSEN EUREN BESTEN FREUND

Männer möchten nicht mit Frauen befreundet sein (Beschwerden bitte an: maximilian.reich@gmx.de). Sorry, aber ihr spielt nun mal keinen Fußball und guckt (meist) kein „Game of Thrones“. Euer bester Freund ist also entweder schwul oder steht auf euch. Jetzt schüttelt ihr gerade den Kopf, richtig? Eben. Deswegen beschweren wir uns nie. Wir würden bloß wie eifersüchtige Pantoffelhelden dastehen.

6. UNSERE ENTSCHULDIGUNGEN MEINEN WIR NICHT ERNST

Wir sagen das bloß, damit endlich wieder Frieden herrscht. Warum wir euch das verschweigen? Sonst gäbe es doch wieder Streit. Aber ich verstehe, dass diese Unaufrichtigkeit euch ärgert. Entschuldigung.

7. WIR MÖGEN ES NICHT, WENN IHR UNS EINEN HANDJOB GEBT

Schließlich drückt ihr auch nicht eurem Freund den Schminkkasten in die Hand, damit er euch schminkt. Und warum tut ihr das nicht? Weil ihr wisst, dass ihr danach grauenvoll aussehen würdet. Das Gleiche gilt für die Handarbeit. Nach vielen Jahren täglicher Übung sind wir Weltspitze im Wichsen. So gut werdet ihr nie sein. Konzentriert euch lieber auf eure Stärken. Und...ähm... damit meine ich Fellatio. Das können wir nämlich leider nicht selber. Und glaubt mir: Wir haben es versucht.

8. EGAL WAS IHR SAGT: WIR PINKELN IM STEHEN

Entschuldigung, aber es gibt ja wohl nichts, was noch erniedrigender sein könnte als vorgeschrieben zu bekommen, wie man sein Geschäft zu verrichten hat. Es fehlt bloß noch, dass die Freundin mittendrin gegen die Badezimmertür klopft und ruft: „Und brav die Hände danach waschen, Spatzi!“ Ein Mann will sich männlich fühlen. Und deswegen pinkeln wir in der gemeinsamen Wohnung natürlich im Stehen. Ist ja auch viel praktischer. Und danach gucken wir in den Spiegel und sagen: „Ich bin immer noch ein ganzer Mann. Tschakka.“ Aber nur ganz leise. Nicht, dass ihr noch Verdacht schöpft ...

9. WIR MASTURBIEREN – AUCH WENN WIR MIT EUCH ZUSAMMEN SIND!

Meine Ex-Freundin war schon wütend, als ich ohne sie zu Ikea gefahren bin, um einen Schreibtisch zu kaufen. „Ich störe dich wohl dabei“, hat sie gesagt, und ich musste zwei Kuschelkissen mitbringen, um sie zu beruhigen. Wenn ich ihr je gestehen würde, dass ich ohne sie auch Orgasmen habe, könnte ich ein ganzes Hotel mit Kuschelkissen bestücken. Dabei hat das gar nichts zu bedeuten. Oft machen wir das aus Langeweile. Zum Beispiel grüble ich an diesem Text nun schon so lange, dass ich zwischendurch masturbiert habe, um mich abzulenken. Hoppla, ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel Information?

10. WIR STEHEN AUF SILIKONBRÜSTE

Oder besser gesagt, wofür sie stehen: Wer 3000 Euro in seinen Busen bläst, ist bestimmt so versaut wie Schweinchen Babe. Darum haben Nonnen auch keine Kunst-Brüste. Ich höre oft von Frauen: „Die sind doch so hart.“ Stimmt. Fühlt sich an wie feste Knetmasse. Na und? Ein Waschbrettbauch auch, aber darüber beklagt ihr euch nie. Dafür sieht beides besser aus – jedenfalls sofern der Busen nicht in einem ukrainischen Hinterhof operiert wurde. Leider sind die Silikonbrüste so empfindlich, dass man im Praxistext nicht fester zupacken darf. Sehr schade. Aber irgendeine Macke gibt es immer.

11. UNSER BESTER FREUND WEISS NICHT, WELCHE INTIMRASUR IHR HABT

Vor ein paar Wochen hatte ich Sex mit einer Barbekanntschaft. Am Tag darauf saß ich mit meinem Kumpel Basti im McDonald’s und habe ihm erzählt, was ich nun euch erzähle: „Sie hatte ein kleines Muttermal zwischen den Brüsten und einen Intimstreifen, so breit wie eine Zunge.“ Weil sich Jungs alles erzählen. Aber nur über unbedeutende Affären. Wir würden nie von einer Frau erzählen, mit der es uns ernst ist. Aus Respekt und weil ich keinen Bock habe, dass mein notgeiler Kumpel meine Freundin nackt vor Augen hat, wenn wir zu dritt ausgehen.

12. WIR WOLLEN NICHT, DASS IHR ERFOLG- REICH(ER) SEID

Das Selbstbewusstsein eines Mannes ist so mickrig wie ein Schlumpf-Bizeps. Deswegen angeln wir mit Oben- ohne-Fotos nach Komplimenten auf Tinder und Instagram und ärgern uns, wenn ihr befördert werdet. Nicht aus Neid. Sondern weil wir euch lieben. Ihr sagt doch immer, ihr wünscht euch einen Mann, zu dem ihr aufschauen könnt. Wofür solltet ihr uns bewundern, wenn wir weniger verdienen als ihr? Natürlich sollt ihr für uns keine Gehaltserhöhung ablehnen. Aber vielleicht findet ihr einen neuen Weg, wie wir uns für euch unentbehrlich machen können? Vorschlag: Stellt euch ungeschickt an und gebt eurem Freund hin und wieder mal das Gefühl, ohne sein handwerkliches Geschick würde die Wohnung zusammenfallen.

13. AUCH WIR TÄUSCHEN ORGASMEN VOR

Ich beneide euch. Wenn der Sex schlecht ist, könnt ihr dem Partner einen Höhepunkt vorspielen und der Spuk ist nach ein paar Sekunden zu Ende. Für uns ist das deutlich schwieriger. Wir müssen es durchziehen, sofern wir eure Gefühle nicht verletzen wollen. Außer: Wir benutzen ein Kondom. Dann stöhnen wir einmal kurz wie ein angeschossener Bär und spülen die Lümmeltüte anschließend im Klo hinunter, bevor ihr merkt, dass sie leer war. Beim schutzlosen Liebesspiel könnte es euer Freund bloß noch machen wie mein Kumpel vor einem Jahr: aufs Bettlaken spucken. Aber so blöd ist niemand. Außer Basti. Schließlich fällt der Schwindel natürlich sofort auf. 

14. NEIN, EURE NEUE KURZHAAR-FRISUR GEFÄLLT UNS ÜBERHAUPT NICHT

Ich habe eine gewagte Vermutung: Tief in unserem Unbewusstsein kauert die Angst, wir könnten schwul sein. Das ist natürlich total albern und Homosexualität nichts, wo vor man sich fürchten muss – aber nur so kann ich mir erklären, warum wir keine Frauen mögen, die zu stark trainiert sind oder lieber Fußballtrikot statt Rock tragen. Für kurze Haare gilt das Gleiche: zu männlich. Darum: Lasst sie dran. Wir lieben lange Haare.

15. WIR FINDEN ES SUPER, WENN IHR EIN PROBLEM HABT

Weil wir dann als Retter glänzen können. Ich habe ein Jahr neben Sabine gewohnt und mich nie getraut, sie zum Essen einzuladen. Bis sie am Briefkasten über ihre Masterarbeit jammerte. Mein Herz tanzte vor Freude Limbo unterm Rippenbogen, während ich guckte wie Bruce Willis nach der Weltrettung. „Na ja, also ich kann sie gerne mal Korrektur lesen“, habe ich gesagt und war wirklich froh, dass ich nicht noch ein „Baby“ hintendrangehängt habe. Sie bekam eine Zwei und aus Dankbarkeit lud sie mich zum Italiener ein.

16. WIR HATTEN VIEL WENIGER SEXUAL- PARTNER VOR EUCH, ALS WIR BEHAUPTEN

Vor Kurzem habe ich mich auf amazon.de eine Stunde durch alle Mixer geklickt und mich am Ende für das Modell mit den meisten Kundenbewertungen entschieden. Männer sind wie Mixer. Wenn uns nur ein paar Frauen mit „fickbar“ bewertet haben, fragt ihr euch doch: Was stimmt mit dem nicht?

17. IHR SEID NUR DIE ZWEITWICHTIGSTE FRAU IN UNSEREM LEBEN

Uns ist es selbst ein bisschen peinlich, dass wir Mamasöhnchen sind. Aber Mama hat mir das Leben geschenkt. Sarah bloß einen grünen Pullover zum Geburtstag. Mama hat mich auch noch lieb gehabt, als ich in der Schule durchgefallen bin, Nina hatte mich mit ihrem Chef betrogen. Mama hat mich früher getröstet, wenn ich gestürzt bin. Melanie hat mich neulich ausgelacht, als ich vom Fahrrad fiel. Noch Fragen?

18. WIR HASSEN ES, WENN IHR AUFS KLO GEHT, WÄHREND WIR UNS DIE ZÄHNE PUTZEN

Weil das den Zauber zerstört, der euch umgibt. Punkt!

19. WIR HABEN ANGST VOR SCHÖNEN FRAUEN

Mara war Model, und ich geb’s zu: Als wir zusammenkamen, war ich stolz wie Oskar. Ich hab die neidischen Blicke der anderen Männer genossen, wenn wir zusammen in ein Restaurant gegangen sind. Ich fand das toll. Außer wenn Mara mit ihren Freundinnen alleine ausgegangen ist. Dann habe ich mir Sorgen gemacht, dass einer von den Stelzböcken sie anspricht und ihr besser gefällt. Weil er mehr Humor, Muskeln oder Geld hat. Ich hab daraufhin 200 Euro für Nahrungsergänzungsmittel ausgegeben und bin fünf Wochen lang jeden Tag ins Fitnessstudio gegangen. Dann hat Mara Schluss gemacht, weil ihr meine ständigen Kontroll-SMS zu anstrengend wurden.

20. WIR TRAUEN UNS NICHT, SCHLUSS ZU MACHEN

Weil Männer in Wahrheit Ponyreiter und Pflaster-Träger sind, die Angst vor Konfrontation haben. Mein Kumpel Basti war zum Beispiel nur deswegen zwei Jahre mit einer Frau zusammen, weil er nicht wusste, wie er mit ihr Schluss machen sollte. Stattdessen hat er sie nur einmal die Woche für Sex besucht und sich auf der Verlobungsfeier ihres Bruders sinnlos betrunken. Schluss gemacht hat sie aber erst nach zwei Jahren. Es gibt Dinge, die könnt ihr einfach besser als wir. Aber manchmal könnt ihr sie trotzdem nicht schnell genug ...