Karriere Nach vorne schauen

Die Zeiten, in denen es noch so was wie „sichere Stellen“ gab, sind leider vorbei. Doch im Jobverlust steckt eine Chance: auf ganz neue Ideen – und manchmal sogar auf ein neues Selbstbild.

Frau, Computer, Telefon

Nach vorne schauen

Bleiben Sie up to date

Ob Portugiesisch, Powerpoint oder Personalführung: Bewerbungsphasen sind ideal, um neue Dinge zu lernen oder Fähigkeiten zu verbessern. Hofert rät: Es schadet nicht zu überlegen: „Was will der Markt?“ Auch über die Arbeitsagentur können Sie eine Fortbildung anfragen. Und im Internet gibt es gute E-Learning-Angebote, etwa unter www.ils.de oder www.sgd.de.

Auch im Leerlauf ist Disziplin gefragt

Einmal in den Klauen des Amts – und täglich ruft Ihre Sachbearbeiterin an? So schlimm ist es nicht. Aber Sie haben auch Pflichten: So müssen Sie Eigeninitiative bei der Jobsuche nachweisen und werktags für die Agentur erreichbar sein. Eigentlich fast so, als sei das Amt nun Ihr Arbeitgeber. Das gilt übrigens auch für den Urlaub: Drei Wochen stehen Ihnen jährlich zu, die Reisezeiten müssen Sie offiziell anmelden.

Zeit, die Papiere in Ordnung zu bringen                                                                                                   

Ihre letzte Bewerbung liegt 20 Jahre zurück? Tja – so sehen dann wohl auch Ihre Unterlagen aus. Bringen Sie zuerst Ihren Lebenslauf auf den neuesten Stand. Fertigen Sie neue Kopien von Zeugnissen an, auf hochwertigem Papier, und lassen Sie professionelle Bilder bei einem Fotografen machen. Und bitte: Wählen Sie nur Dokumente, die auch relevant für den nun angepeilten Job sind. Ausbildungs- und Hochschulabschlüsse sowie Weiterbildungszertifikate: ja! Praktikumsbescheinigungen aus der sechsten Klasse: nein!                                                                                                                                              

Immer die Form wahren                                                                                                                      

Weitere unverzichtbare Bewerbungs-Standards: Im Anschreiben auf das Unternehmen eingehen und keine gebrauchten Schnellhefter benutzen! Online-Bewerbungen sind heute gang und gäbe. Wichtig: Keine Anhänge über 400 Kilobyte versenden. Die sprengen das Postfach des Empfängers.

Räumen Sie Ihr virtuelles „Ich“ auf

Studien zufolge recherchiert heute jeder dritte Personaler über den Bewerber im Internet: Halbnackte Bilder auf Ihrer Blog-Seite werfen da kein gutes Licht auf Sie. Also weg damit! Professionelle Hilfe beim Säubern des eigenen Netz-Images gibt es von Anbietern wie www.myimagecontrol.de oder www.reputationdefender.com. Diese prüfen alle Einträge im Internet, die mit Ihrem Namen verbunden sind,und bemühen sich, unliebsame dauerhaft zu entfernen.      

Autor: Angela Meier-Jakobsen

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