Karriere Es ist nicht Ihre Schuld

Die Zeiten, in denen es noch so was wie „sichere Stellen“ gab, sind leider vorbei. Doch im Jobverlust steckt eine Chance: auf ganz neue Ideen – und manchmal sogar auf ein neues Selbstbild.

Frau, Computer, Telefon

Es ist nicht Ihre Schuld
„Man sollte eine Kündigung nicht zu persönlich nehmen“, rät Thomas Rigotti, Arbeitspsychologe an der Uni Leipzig. Häufig liegt der Kündigung eine Sozialauswahl zugrunde, nicht etwa die Leistung. Das heißt: Wer Kinder zu ernähren hat oder schon lange in einer Firma arbeitet, wird meist eher geschont als ein neu eingestiegener Single. „Bitten Sie den Vorgesetzten um ein Gespräch, in dem er Ihnen die genauen Gründe für die Kündigung erläutert“, rät Rigotti, „dann können Sie besser damit abschließen.“

Gehen Sie in Würde                                                                                                                              

Zum Abschied möchten Sie Ihrem Chef am liebsten noch mal die Meinung sagen? Keine gute Idee. Wer weiß, ob er Ihren neuen Arbeitgeber kennt… Einen Ausstand mit Schnittchen müssen Sie am letzten Tag nicht arrangieren, aber eine persönliche Verabschiedung bei den engsten Kollegen und – ja, das muss sein – auch beim Chef sind angebracht. Alles, nur keine verbrannte Erde hinterlassen.

Sie sehen wieder klar

Entdecken und definieren Sie Ihre Stärken     

Genau jetzt, zwischen zwei Jobs, können Sie ihn wagen: den Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand. Vielleicht besitzen Sie Talente für ganz andere Aufgaben als bisher? „Jeder sollte zwangsverpflichtet werden, alle drei Jahre seinen Job zuwechseln.“ So drastisch formuliert es Bewerbungs-Expertin Svenja Hofert („Jobsuche im Web 2.0“, Eichborn, 128 S., 9,95 €).  Denn: „Das ist eine gute Möglichkeit, aus seinem Trott herauszukommen und sich neu aufzustellen.“ Als Erstes sollten Sie überlegen, womit Sie bislang besonderen Erfolg hatten – und was Ihnen Spaß gemacht hat. Erstellen Sie eine Liste von Dingen, die Sie außerdem gut können. Fragen Sie dafür auch Freunde, die noch einmal einen ganz anderen Blick auf Sie haben.

Autor: Angela Meier-Jakobsen

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