Wann kommt mein Baby? So errechnet ihr den Geburtstermin

Das Ergebnis des Schwangerschaftstests ist positiv. Die erste Frage, die sich die meisten werdenden Eltern stellen, ist die Frage nach dem Geburtstermin. Es gibt einfache Methoden, den Geburtstermin relativ zuverlässig zu bestimmen.

Schwangerschaftstest

Wie errechne ich den Geburtstermin am einfachsten?

Toll ist es natürlich, wenn du den Tag der Befruchtung kennst. Meistens ist das aber eher unwahrscheinlich. Wann Samenzelle und Eizelle zueinander gefunden haben, kannst du ja meistens gar nicht so genau sagen. Falls aber doch, ist es einfach. Schwanger ab Befruchtung der Eizelle ist die Frau 266 Tage, also 38 Wochen. Natürlich ist dies ein Durchschnittswert. Aber wenn der Befruchtungstag bekannt ist, kannst Du einfach 266 Tage dazuzählen und hast den Geburtstermin Deines Babys. Wenn der Befruchtungstermin allerdings nicht bekannt ist, geht man vom ersten Tag der letzten Menstruation aus. Von diesem Tag an rechnet man 280 Tage also 40 Wochen. Bei dieser Rechnung wird allerdings von einem sehr regelmäßigen Zyklus ausgegangen. Der "normale" Zyklus einer Frau beträgt 28 Tage, die Befruchtung findet dann meistens am 14.ten Tag des Zyklus statt. Aber die wenigsten Frauen haben einen derart regelmäßigen Zyklus. Der weibliche Körper unterliegt individuellen Schwankungen, daher setzt man hier die Naegele-Regel ein. Das bedeutet: Der erste Tag der letzten Regel, dann 7 Tage addieren, 3 Monate abziehen und ein Jahr wieder addieren - der Geburtstermin steht fest.

Wie genau ist der errechnete Termin

Die Entstehung neuen Lebens ist kleines Wunder und hält sich nicht immer an einen festen Terminplan. Das Baby wird sich die Zeit nehmen, die es braucht, um sich perfekt zu entwickeln. Nur ein geringer Prozentsatz der Babys kommt wirklich am errechneten Geburtstermin zur Welt. Babys, die bis zu 3 Wochen vor Geburtstermin oder bis zu 2 Wochen nach Geburtstermin das Licht der Welt erblicken, erscheinen termingerecht. Sicher ist es gerade für Frauen, die zum ersten Mal Mutter werden, schwierig, wenn der errechnete Geburtstermin da ist, sich weiter zu gedulden. Jeder fragt, wo denn das Baby bleibt, und die Mutter selbst wird auch schon von Nervosität geplagt. Hoffentlich erkenne ich überhaupt, wenn die Wehen beginnen, das fragt sich dann manche Frau. Keine Angst, du wirst es erkennen, ganz sicher. Noch schlimmer ist es, wenn die Wehen vor dem Geburtstermin einsetzen. Da ist der beinah automatische Gedanke der Frühgeburt da. Auch hier bitte entspannen, bis zu 3 Wochen vor dem errechneten Termin hat das mit Frühgeburt wirklich gar nichts zu tun.

Kann mein Frauenarzt nicht den Termin genauer bestimmen?

Der Frauenarzt oder auch die Hebamme sind natürlich in der Lage den ungefähren Geburtstermin zu berechnen. Mit Hilfe der Ultraschall-Untersuchen kann die Schädel-Steiß-Länge, der Schädeldurchmesser und noch einiges mehr bestimmt werden. Diese Werte werden mit statistischen Normwerten verglichen und so kann der Arzt das aktuelle Schwangerschaftsalter ermitteln. Allerdings ist diese Methode nur bis zum Ende der 12. SSW einigermaßen zuverlässig. Dann entwickeln sich die Babys doch relativ unterschiedlich, sodass diese Methode doch erheblich an Zuverlässigkeit einbüßt. Es gibt Babys mit einer Größe von 50 cm und andere haben schon 65cm Länge, wenn sie das Licht der Welt erblicken. Also die Entwicklung von Babys im Mutterleib unterscheidet sich doch erheblich. Wenn dem Arzt keine anderen Informationen, wie zum Beispiel erster Tag der letzten Regel, zur Verfügung stehen, ist es sehr unwahrscheinlich nur auf Grund von Ultraschallunteruntersuchungen einen genauen Geburtstermin zu errechnen.

Wofür muss man denn den genauen Geburtstermin wissen?

Zum einen möchten die Eltern meistens schon wissen, wann denn ihr Baby auf die Welt kommt. Aber auch um die Zukunft mit Kind zu planen, ist der Geburtstermin ein wichtiges Instrument. Für die werdende Mutter und natürlich auch für den werdenden Vater, ist es immer von Bedeutung zu wissen, in welcher Schwangerschaftswoche die Frau ist. Dann kann man sich informieren, wie sich das Baby in dieser Zeit entwickelt und natürlich auch welche Termine du jetzt wahrnehmen solltest. Beispielsweise solltest du mit der Schwangerschaftsgymnastik spätestens um die 25. Schwangerschaftswoche beginnen. Wenn du nicht weißt, wann die ist, wird es schwierig sich rechtzeitig anzumelden - dies sollte man unbedingt einige Wochen früher tun, um noch einen der begehrten Plätz zu bekommen. Aber auch der Arbeitsgeber der werdenden Mutter braucht den errechneten Geburtstermin. Er muss schließlich schon ein paar Wochen vor der Geburt personellen Ersatz für die werdende Mama besorgen.

Fazit

Wenn bei einem Paar ein Kinderwunsch besteht, sollte dieses die Regeln der Terminberechnung zur Geburt kennen. Am einfachsten ist es sicher, die möglichen Tage der Zeugung zu notieren. Aber die Frau sollte sich auch angewöhnen, immer den ersten Tag der Menstruation in einen Kalender einzutragen. Das sollten übrigens auch Frauen tun, bei denen kein ausdrücklicher Kinderwunsch besteht. Es ist nämlich auch eine gute Methode, um zu erkennen wie gleichmäßig denn der eigene Zyklus ist. Wenn dann der Geburtstermin berechnet ist, sollten sich alle Eltern nochmals ins Gedächtnis rufen, das dieser Geburtstermin kein fester Termin ist. Er ist ein Anhaltspunkt und kann variieren. Euer Baby wird genau dann kommen, wenn es dazu bereit ist.

Schlagworte: