Selbstbefriedigung Dead Vagina Syndrom: Stumpfen Vibratoren die Vagina ab?

Wie viel ist zu viel? Laut des „Dead Vagina Syndroms“ kann eine häufige Nutzung von Vibratoren zum Abstumpfen der Vagina führen. Doch was ist dran an dem Gerücht? Wir erklären, was hinter dem „Dead Vagina Syndrom“ wirklich steckt.

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Was ist das Dead Vagina Syndrom?

Alle Welt spricht vom „Dead Vagina Syndrom“ – doch was ist das eigentlich? Übersetzt bedeutet es in etwa so viel wie „tote Vagina“. Klingt ziemlich erschreckend… Das Phänomen bezeichnet das Abstumpfen der Empfindungsfähigkeit der Vagina. Angeblich können Frauen, die sich häufig mit einem Vibrator selbst befriedigen, irgendwann nicht mehr ohne das Gerät zum Orgasmus kommen.

Was ist dran am Dead Vagina Syndrom?

Die wichtigste (und gute) Nachricht vorweg: Es entspricht keinesfalls der Wahrheit, dass Nerven in unserer Vagina durch die Nutzung von Vibratoren bei der Selbstbefriedigung geschädigt, abgestumpft oder gar abgetötet werden. Der Name des Syndroms ist daher völlig überzogen und reine Panikmache.

Orgasmus nur durch Vibrator

Allerdings kann es durchaus passieren, dass wir uns an die speziellen Bewegungen des Vibrators gewöhnen. Denn diese sind genau darauf ausgelegt, uns zum Höhepunkt zu massieren – sie sind quasi das Non-Plus-Ultra, an die eine normale Handbewegung oder ein Penis nicht rankommen kann.
Wer sich regelmäßig durch diese Vibrationen zum Höhepunkt bringen lässt, kann sich also an diese extremen Reize gewöhnen. Dementsprechend fühlen sich dagegen Zunge, Finger oder Penis etwas „langweilig“ an und führen nicht mehr zum Orgasmus oder zu einem weniger intensiven Orgasmus.

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Wer diesen Effekt bei sich selbst feststellt, muss aber nicht gleich in Panik verfallen. Erstens: Es gibt absolut keine körperlichen, negativen Auswirkungen auf unser Nervensystem! Wen die Situation nicht stört, der muss also überhaupt nichts verändern.

Tipps: So sensibilisieren wir unsere Vagina

Falls doch, gibt es aber auch einige einfache Tipps, mit denen wir uns wieder entwöhnen können und unsere Vagina wieder auf natürliche Reize sensibilisieren:

  1. Vibratorfasten: Es hilft, für eine Weile auf den Vibrator zu verzichten. Wenn das zu schwer fällt, kann auch erstmal von stärkeren auf leichtere Stufen heruntergeschaltet werden und sich so langsam entwöhnen.
  2. Hands on: Es muss ja nicht bei jedem Vergnügen der Vibrator dabei sein. Ab und zu können wir uns vornehmen, nur mit uns selbst, ganz ohne Hilfsmittel ins Bett zu steigen. Übrigens können heiße Gedanken und erotische Berührungen auch spannend sein – ganz ohne Orgasmus. Dafür ersehnen wird den nächsten dann umso mehr…
  3. Partner: Wer einen Sexpartner hat, darf gerne einmal mehr auf ihn zurückgreifen – und die Toys nur zum Anheizen miteinbeziehen.

Ein wichtiges Fazit zum Schluss: Selbstbefriedigung ist bringt nicht nur Spaß, sondern ist sogar gesund und bereichert unser Sexleben! Ob nun mit Toys oder klassischer Handarbeit: Masturbation ist absolut empfehlenswert.

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Datum: 28.2.2020

Autor: Silva Oldenburg