Geschlechtskrankheiten Weitere STDs, wie Herpes genitalis und HIV

Krank durch Sex: Zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten (STDs) zählen in Deutschland neben HIV auch etwa Chlamydien, Tripper, Syphilis, Herpes oder Hepatitis B. Wir informieren Sie über Kennzeichen, Ansteckung und Behandlung. Schützen Sie sich durch Safer Sex!

Paar im Bett

Herpes genitalis

Herpes kennen wir – aber Herpes im Genitalbereich? Damit ist nicht zu scherzen. Ausgelöst wird Herpes genitalis in der Regel durch Herpes Simplex Viren (HSV) des Typ II.

Die Symptome: Herpesläsionen finden sich an den inneren und äußeren Geschlechtsorganen oder im Bereich des Afters. Die Typ II-Viren können auch zu unangenehmen Symptomen auf der Haut oder in der Mundhöhle führen.

Die Behandlung: Herpes genitalis kann nicht geheilt werden. Die Viren überdauern in den Nervenknoten. Ist die Immunabwehr jedoch stark ausgeprägt, werden die Kennzeichen und Symptome meistens unterdrückt. Die schmerzhaften Bläschen können lediglich durch die rechtzeitige Behandlung mit antiviralen Mitteln bekämpft werden können, so dass sie schneller abheilen.

HIV/AIDS

HIV oder auch AIDS zählt zu den gefährlichsten sexuell übertragbaren Erkrankungen (STDs) und wird durch das HI-Virus (Humanes Immunschwäche-Virus) ausgelöst. Das Virus befindet sich in Körperflüssigkeiten. In hoher Konzentration in Blut und Sperma. Der Erreger gelangt schon durch kleine (genitale) Verletzungen in den Organismus. AIDS wird jedoch meistens durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Die Viren übertragen sich aber auch etwa durch nicht sterile Injektions- oder Tätowiernadeln.

Die Symptome: Die Symptome variieren von Patient zu Patient und hängen vom Stadium der Erkrankung ab. Zu den ersten Symptomen gehören etwa grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Halsschmerzen, geschwollene Lymphknoten sowie Ausschlag.

Die Behandlung: HIV (AIDS) ist nicht heilbar. Heute verbessern jedoch neue Medikamente die Lebensqualität der Patienten. Wenn es zu einem Kontakt mit Virushaltigen Körperflüssigkeiten gekommen ist, kann sofort mit einer Postexpositionsprophylaxe begonnen werden. Diese Therapie kann jedoch nur 72 Stunden nach Kontakt vorgenommen werden.

Feigwarzen

Der Ursprung von Feigwarzen sind Humane Papilloma-Viren (HPV). Das Virus spielt eine Rolle bei der Entstehung von Krebs an den Geschlechtsorganen.

Die Symptome: In rosenkohlähnlicher Form bilden sie sich am Penis-Schaft, an den Schamlippen oder rund um den Analbereich. Feigwarzen können sich aber auch in der Mundhöhle oder im Rachenraum entwickeln.

Die Behandlung: Lokale Behandlung durch Cremes und Tinkturen. Behandelt werden Feigwarzen aber auch mit Laser-Therapien.

Syphilis

Syphilis ist eine Bakterieninfektion vom Typ Treponema pallidum. Nach einer Infektion verteilen sich die Erreger mit dem Blut im ganzen Körper.

Die Symptome: Die Symptome von Syphilis zeigen sich nicht nur an den Geschlechtsorganen, sondern können fast den ganzen Körper erfassen. Ungefähr drei Wochen nach der Infektion entwickeln sich kleine, schmerzlose, braunrote Geschwülste im Geschlechts- oder Mundbereich, die "Harter Schancker" genannt werden. Sie sind hoch infektiös. Gleichzeitig kommt es zu einer Entzündung und Schwellung der Lymphknoten. Nach etwa sieben bis zehn Wochen nach der Infektion kommt es zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Appetitverlust und Gewichtsabnahme. Ein Zeichen dafür, dass sich der Erreger im ganzen Körper ausgebreitet hat.

Die Behandlung: Syphilis wird mit dem Antibiotika Penicillin behandelt.

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