Erektionsprobleme Wirkung bei Blumen und Frauen

Flaute in der Hose? Das Zauberwort heißt "Viagra". Die kleine blaue Pille hilft Männern mit Erektionsproblemen schon seit rund 15 Jahren. Aber auch Frauen ist das Medikament von Nutzen. Wir erklären euch, wie die Pille beim Mann wirkt, welche Nebenwirkungen beachtet werden sollten.

Ein Paar beim Sex. Doch was, wenn es zu Kavaliersschmerzen kommt?

Viagra kann auch anders! Das Medikament hilft nicht nur Männern bei Erektionsproblemen – nein, es ist auch gut für Blumen, Gemüse, Hirn und: für Frauen.

Blumen & Gemüse

Nicht nur Männer können mit Viagra länger stehen. Auch Blumen! Schnittblumen halten sich mit Viagra länger frisch. Und auch Gemüse bleibt länger knackig. Das bewiesen israelische Wissenschaftler. Ein halbes Milligramm des Medikamentes Viagra hält eine Vase mit Schnittblumen rund eine Woche länger frisch. Menschen und Pflanzen sind sich wohl doch ziemlich ähnlich!

Schwangerschaft und Viagra

Nachdem der US-Arzt Geoffrey Sher (Las Vegas) Experimente an Mäusen durchgeführt hatte, kam er zu folgendem Schluss: Viagra hilft auch Frauen, die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden. Drei von vier unfruchtbaren Damen wurden tatsächlich schwanger! Zudem hilft das Potenzmittel Viagra auch schwangeren Frauen, deren Gebärmutter verengt ist. Durch die Behandlung mit dem Medikament wird das Wachstum des Fötus gebremst und das Risiko einer Frühgeburt steigt.

Ärzte benutzen Viagra darüber hinaus bei Schwangeren, deren Gebärmutter verengt ist. Durch die Verengung wird das Wachstum des Fötus gebremst und das Risiko einer Frühgeburt erhöht. Mit der Einnahme von Viagra werden Gebärmutter und Plazenta besser durchblutet. Das hat zur Folge, dass der Fötus besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird. Das beschert den Ungeborenen ein paar Tage mehr im Mutterleib. 

Macht fit im Kopf

Fitness in der Hose, Fitness im Hirn? Verschiedene US-Studien belegen, dass Viagra auch das Gedächtnis stärken kann. Wie die Wirkung genau zustande kommt ist noch unklar. Amerikanische Forscher aus Alabama verfolgen die These, dass der Botenstoff cGMP (erweitert beim Mann die Gefäße) den Blutfluss erhöht und mehr Glukose ins Hirn leitet. Schöner Nebeneffekt!

Viagra für die Frau

Für die Steigerung der weiblichen Lust ist Viagra weniger geeignet. Nur bei Frauen, die Antidepressiva einnehmen, hat der Wirkstoff Sildenafil Orgasmusprobleme beseitigt. Davon mal abgesehen: Gibt es eine Lust-Pille für die Frau? Ja, die gibt es. Sogar nicht nur eine Pille. "Lovegra" oder "Sexsi" fördern die Durchblutung der weiblichen Genitalien. So verhelfen die Pillen den Patienten zu mehr Begierde, besseren Höhepunkten und problemlosen Feuchtwerden.

Und dann ist da noch das Medikament "Lybrido", das sich noch in der Testphase befindet. Es setzt nicht im Unterleib an – sondern im Kopf der Frauen: Lybrido ist darauf ausgerichtet, den libidosenkenden Stoff Serotonin zu unterdrücken und das luststeigernde Hormon Dopamin zu fördern. Testosteron sorgt zudem für eine verstärkte Durchblutung im Genitalbereich und einen erregenden Hormon-Mix im Gehirn. Der holländische Biochemiker Adriaan Tuilten hat's erfunden. In nächster Zeit will die US-Gesundheitsbehörde FDA entscheiden, ob und wann Lybrido zugelassen wird. In Holland wurde die Pille bereits als sicher und wirksam eingestuft. Mal sehen, vielleicht können sich die deutschen Frauen in rund drei Jahren an der Pille erfreuen.

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