Trend: Pornos für Frauen Die Lösung? Ein "Heartcore"-Porno!

Pornos für Frauen sind Mangelware? Von wegen! Sinnlich-erotische Filme, Bücher und Audios erobern den Markt, kommen ganz ohne stumpfes Porno-Gerammel aus – und heizen unserer Libido auf stilvolle Weise ein…

Sexy Frau mit Maske

Was ist anders an Frauen-Pornos?

Anders als bei Männer-Pornos werden keine Klischees bedient. Sexbesessene Krankenschwestern, sexsüchtige Kindermädchen oder wilde Sekretärinnen sucht man in Frauen-Pornos vergeblich. Auch auf überdimensionale Geschlechtsteile und klischeehafte Porno-Stories wir verzichtet. Dafür werden Emotionen in die Geschichten mit eingebunden und auf eine niveauvolle Sprachwahl und Darstellung geachtet.

In Pornos für Frauen spielen meist normale Männer und Frauen die Hauptrollen. Die Themen? Es geht alles – aber stilvoll! Dazu gibt es coole Klamotten, Dialoge und Musik. Das kommt an! Inzwischen sieht sich jede zweite Frau Sex-Filme an. Das geht aus einer Untersuchung des Hamburger Gewis-Instituts hervor.

Die Lösung? "Heartcore"!

Heartcore – so heißt ein neues Porno-Genre, das Liebe und Sex gekonnt vereint – inmitten einer funktionierenden (spielfilmartigen) Story. Wir wollen also mehr Herz und realistischen Sex anstatt Kanickel-Gerammel. Sex, Herz und Verstand: Heartcore-Filme werden von Frauen für Frauen gedreht. Und, ganz wichtig: Es wird dabei auf Kitsch verzichtet! Dafür geizt man aber nicht mit erotischen Sex-Szenen.

Denn damit wir Frauen auf Touren kommen, brauchen wir neben der reinen Mechanik auch Herz und Gefühle. Aber keine Angst, Sex-Szenen gibt es mehr als genug: die Filme können wir uns also auch gut mit dem Partner zusammen anschauen – ohne, dass er sich langweilt. Regisseurinnen dieser neuartigen erotischen Werke gibt es inzwischen sehr viele: etwa Erika Lust in Schweden, Jennifer Lyon Bell in den Niederlanden, Anna Span in Großbritannien und Ovidie in Frankreich.

Von Frauen für Frauen

Hinter vielen Frauen-Pornos stecken Regisseurinnen und Produzentinnen. So auch die erfolgreiche Schwedin Erika Lust. Sie kennt sich mit den weiblichen Bedürfnissen aus und ist deshalb dazu in der Lage, wirklich erotische Streifen zu drehen. „Porno ist ein bedeutender Teil unserer Kultur. Wir können Porno nicht einfach ignorieren. Wir müssen uns mit diesem einflussreichen Genre auseinandersetzen”, sagt Lust über ihre Leidenschaft.

Eine weitere erfolgreiche Heartcore-Pornofilmerin ist die gebürtige Bayerin Petra Joy. Sie arbeitet nicht mit professionellen Darstellern. Warum? Sie will das echte Gefühl beim Sex rüberbringen. Ohne künstliches Gestöhne und stumpfen Sex-Akt. Kein Wunder, dass sie so erfolgreich ist. Der Streifen „Feeling it, not faking it!“ ist im britischen Erotik-Shop „love.honey.co.uk“ die am häufigsten verkaufte DVD.