Mobile Klimaanlagen – Lohnt sich die Anschaffung?

Die mobile Klimaanlage erfreut Kunden mit geringem Budget und ohne handwerkliches Geschick. Vor dem Kauf sollten einige Dinge beachtet werden.

mobile-klimaanlage

Im Zuge der globalen Erwärmung mit ihren langen, heißen Sommern auch in vormals gemäßigten Breitengraden wird die Klimaanlage für Zuhause auch in Mitteleuropa populär. In den subtropischen und tropischen Ländern gehören Klimageräte längst zur Normalität. Sie sollen abseits von Komfort und Lebensqualität diesen in der Regel eher ärmeren Ländern sogar zum Anschluss an die Erste Welt verholfen haben.

Doch viele Bewohner scheuen die Installation, die zudem bauliche Veränderungen mit sich bringt, denen der Vermieter erst zustimmen muss. Für Abhilfe sorgt hier die mobile Klimaanlage. Dies ist für uns Grund genug, die mobile Klimaanlage in den Fokus zu rücken und ihre Vor- und Nachteile vorzustellen. Ein Klimagerät hilft dabei, sich auch an heißen Sommertagen wohlzufühlen. Dies sollte doch auch mit wenig Aufwand und geringen Kosten machbar sein!

All-in-One: eine Klimaanlage für jeden Kunden

Der geringe Installationsaufwand ist in der Tat ein Argument, das für die mobile Klimaanlage spricht. Die mobile Klimaanlage ist nämlich eine Monoblockanlage. Sie besteht nicht wie eine Split- Klimaanlage mit einer Innen- und Außenanlage aus zwei Modulen, die über Rohre durch einen Wanddurchbruch oder eine Verbauung in der Wand miteinander verbunden werden müssen. Alles ist in einem einzigen Modul integriert. Die mobile Klimaanlage lässt sich von daher mit Griffen und Rollen wunderbar transportieren und auch der Einbau ist keine Angelegenheit für Spezialisten, sondern für jeden Bewohner machbar. Der günstigere Preis ist ein weiteres Argument, das für die mobile Klimaanlage spricht. Viele Modelle gibt es auf dem Markt bereits für einen dreistelligen Festpreis.

Mit Schlauch oder ohne? Beides hat seine Nachteile

Manche mobile Klimaanlagen besitzen einen Schlauch, durch den die warme Luft nach draußen abtransportiert wird. Die Bedingung dafür ist ein stets leicht geöffnetes Fenster, das natürlich mit diversen Nachteilen verbunden ist, denn diese Lösung ist klimatisch nicht sehr effizient. Allergiker haben das Nachsehen, weil durch die ständige Luftzirkulation Allergene ins Haus dringen können und auch der Einbruchsschutz ist nicht mehr gewährleistet, sodass nun doch Spezialisten ins Haus müssen, um eine fachgerechte Abdichtung der Fenster vorzunehmen.

Deswegen ist es kein Wunder, dass das Klimagerät ohne Abluftschlauch entsprechend nachgefragt wird. Eine solche Klimaanlage kommt ohne Schlauch aus, weil die warme Luft innerhalb des Geräts aufbereitet und wiederverwendet wird. Die Klimaanlage ohne Abluftschlauch ist sozusagen die noch mobilere Variante und ermöglicht ein noch höheres Maß an Flexibilität. Ein Nachteil kann hier die durch die hohe Luftfeuchtigkeit erzeugte tropische Atmosphäre sein, die eine gewisse Schwüle ins Haus bringt. Durch die einfachere Bauweise fehlt nämlich der Entfeuchtungskühler, weswegen Kritiker bei diesem Modell nicht von einer echten Klimaanlage sprechen, sondern nur von einem Luftkühler. Schließlich greift die dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit im Raum nicht nur das Wohlbefinden an, sondern auch das Material, denn das Risiko für Schimmelbefall erhöht sich deutlich.

Fazit: Eine flexible Alternative mit Makeln

Der einfachere Einbau und der geringere Preis machen die mobile Klimaanlage für breite Schichten attraktiv. Eine Empfehlung kann allerdings nicht uneingeschränkt erfolgen, denn sowohl Modelle mit Abluftschlauch als auch Modelle ohne Abluftschlauch weisen im Vergleich zu den bekannteren Split-Anlagen schwerwiegende Nachteile auf. Bei den Klimageräten mit Schlauch ist es das offene Fenster, das auch mit einer fachgerechten Verdichtung stören kann.

Bei den Klimaanlagen ohne Schlauch kann die Luftfeuchtigkeit nicht auf das gewünschte Level gebracht werden, was eigentlich eine grundlegende Funktionalität ist, die Kunden von einer Klimaanlage erwarten. Wer sich allerdings in den nun immer heißeren und längeren Sommern im eigenen Zuhause eine dauerhafte Kühlung verspricht und für den eine Split-Klimaanlage nicht infrage kommt, mag trotzdem froh sein über diese vergleichsweise unkomplizierten Alternativen.

Datum: 17.07.2020