Das Risiko steigt in 2019 Hantavirus: Ausbruch in Deutschland mit grippeähnlichem Symptomen

Vorsicht bei staubigen Schuppen, Garagen und Lauben: Laut Experten wird 2019 ein Ausbruchjahr des Hantavirus in Deutschland. Das Risiko ist deutlich höher als in den vergangenen Jahren.

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Wie können wir uns mit dem Hantavirus infizieren?

Der Hantavirus ist eine Erkrankung mit grippeähnlichem Symptomen, dessen Erreger von Nagetieren auf den Menschen übertragen werden. In Deutschland sind es vor allem die Rötelmäusen, die sich häufig mit dem Hantavirus infizieren. Die Viren werden von den Rötelmäuse über Speichel, Urin und Kot ausgeschieden. Atmen wir die zu Staub zerfallenen Ausscheidungen ein, ist die Ansteckungsgefahr groß. Es ist somit kein direkter Kontakt mit den Nagern nötig, um sich zu infizieren. Jedoch ist die Ansteckung auch durch einen Biss der Tiere möglich.

Was sind die Symptome vom Hantavirus?

Der Hantavirus lässt auf den ersten Blick gar nicht so leicht feststellen, da die Symptome sehr grippeähnlich sind. Meist beginnt der Virus mit plötzlichem Fieber, welches sich über mehrere Tage ziehen kann. Begleitet wird dieses häufig von Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskel- und Gliederschmerzen, Husten und Durchfall. Das tückische ist, dass sich die ersten Beschwerden erst zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung zeigen. Somit lässt sich teilweise nicht mehr sicher stellen, wo die Infektion stattgefunden hat.

Ansteckung von Hantavirus vermeiden

Vor allem in diesem Jahr, in dem die Population der Rötelmäuse zugenommen hat, sollten wir bestimmte Orte und Regionen meiden, um uns nicht mit dem Hantavirus anzustecken. Für manche Berufsgruppen ist das Risiko besonders hoch. Dazu zählen die Forstwirtschaft, die Landwirtschaft, Gartenbau und Hausmeisterdienste – Rötelmäuse fühlen sich vor allem in Schuppen, Jagdhütten und Garagen wohl. 

  • Nach dem Aufenthalt draußen oder in Kellern, Dachböden, Schuppen usw. sorgfältig Hände waschen
  • Keine Lebensmittel offen liegen lassen
  • Abfall nur in verschließbaren Mülleimern verstauen
  • Essenreste nicht auf den Kompost schmeißen
  • Nistmöglichkeiten aus Kellern, Dachböden und Schuppen entfernen

In diesen Regionen ist das Hantavirus Risiko erhöht

  • Schwäbische Alb
  • Oberschwaben
  • Bayerische Wald
  • Fränkische Alb
  • Unterfranken
  • Odenwald
  • West-Thüringen
  • Teutoburger Wald
  • Spessart
  • Nordost-Hessen
  • Raum Osnabrück
  • Münsterland