Eingesperrt und vernachlässigt Grausam: 136 Hunde (53 Welpen) aus Haus bei Köln befreit

136 Hunde, unter ihnen 53 Welpen, wurden auf engstem Raum, in einem Wohnhaus in Bad Neuenahr-Ahrweiler bei Köln, eingesperrt. Den Rettern zeigte sich ein grausames Bild.

Hundewelpen

Unscheinbares Wohnhaus

In der Nähe von Köln haben sogenannte Hundezüchter auf engestem Raum 136 Hunde "gehalten". Als Tierschützer auf die Sache aufmerksam wurden, zeigte sich ihnen ein grausames Bild. Das Ehepaar hielt die Masse an Tieren im Wohnhaus und angrenzenden Ställen. Von außen schien das Haus harmlos zu wirken, doch drinnen sah alles ganz anders aus. Retter erzählten, dass es keine Möbel oder Wohnräume gab, außer das Schlafzimmer des Ehepaares. Das komplette Haus war von oben bis unten mit eingepferchten Hunden gefüllt.

Purer Gestank und Elend

In viel zu kleinen Kleintierställen, Drahtkäfigen, Holzverschlägen und Transportboxen mussten die Vierbeiner leben. Kaum Futter, kein frisches Wasser und viel zu wenig Platz – die reinrassigen Hunde, die für teures Geld verkauft wurden, sah man das Elend an. Vom Keller bis unter das Dach hielt das Ehepaar auf diese Art ihre Hunde. Das Tierheim Koblenz postete ein Video der unfassbaren Zustände: "Keine Frischluft, kein Auslauf. Der Ammoniak-Gestank war so stark, dass uns die Augen tränten".

Das Tierheim Koblenz zeigt: So mussten die Hunde leben

Rassehunde für billiges Geld

Bei den Welpen handelte es sich um Rassehunde, die eine Menge Geld bringen – unter ihnen waren Australien Shepards, Pudel, Dackel und Terrier. Die ausgewachsenen Hunde, die wohl zur Zucht gehalten wurden, waren teilweise in einem erschreckenden Zustand. Ein Hund mit mehreren Tumoren lag völlig geschwächt auf dem Boden. Bei anderen wird vermutet, dass diese noch nie das Tageslicht und frische Luft, bei einem Spaziergang genießen durften. 
Die reinrassigen Hundekinder wurden scheinbar für günstiges Geld verkauft. Einige der zukünftigen Hundebesitzer, die dem vermeintlichen Züchter bereits Geld angezahlt hatten, meldeten sich nun bei den Tierheimen, um ihren Vierbeiner abzuholen. Ob und wann das möglich sein wird, entscheidet das Veterinäramt.

Happy End für die Hunde

Nicht desto trotz gab es nun ein Happy End für die Hunde. Sie wurde allesamt aus den Fängen der Züchter befreit und tierärtztlich versorgt. In drei Tierheimen konnten die Vierbeiner untergebracht werden. Dort werden die Tier nun aufgepäppelt und liebevoll versorgt. Vor den neuen Besitzern liegt dennoch eine Menge Arbeit – schließlich sind sie völlig verängstigt und müssen erstmal Vertrauen fassen.