Neue Studie Essstörungen durch Stress?

Zu viel Stress und kein Appetit? Die meisten von uns kennen dieses Phänomen. Eine aktuelle Studie untersucht nun, in welchem Zusammenhang Essstörungen und Stress stehen.

Essstörung

Stress als Ursache

Liebeskummer und kein Hunger? Viele von uns kennen dieses Gefühl. Doch kann psychischer Stress auch Ursache für Essstörungen sein? Eine aktuelle Untersuchung der University of Texas geht diesem Thema nun auf den Grund. Die ersten Erkenntnisse wurden bereits in dem englischen Fachmagazin "Nature Communications" veröffentlicht.

Erstaunliche Entdeckungen

Bei der Studie stellen Forscher fest, dass Mäuse einen bislang unbekannten Hirnpfad haben. Bei Stimulierung erzeugt dieser Stress, was wiederum den Ernährungsdrang verringert. Dafür wurden zwei Regionen des Gehirns untersucht, eine die mit der Futteraufnahme zusammenhängt und eine, die für Emotionen verantwortlich ist. Wird der Kreislauf aktiviert, kann ein messbarer Effekt festgestellt werden.

Anwendbar auf Anorexia nervosa

Diese Erkenntnisse könnten nun auf die Essstörung Anorexia nervosa angewendet werden. An dieser psychischen Krankheit sterben pro Jahr mehr Personen, als an allen anderen. Typisch für Anorexia nervosa ist eine verfälschte Selbstwahrnehmung. Die Nahrungsaufnahme wird drastisch reduziert und das eigene Körperbild wird völlig anders wahrgenommen.