Hunde Darum lecken Hunde uns ab

Es scheint die Hauptbeschäftigung vieler Hunde zu sein – das Lecken. Aber warum lecken Hunde so gerne alles, insbesondere uns, ab?

Hund leckt sich die Schanuze

Für die meisten ist die Erklärung eindeutig: Hunde lecken uns ab, um Zuneigung zu zeigen. Aber liebt unser Vierbeiner sein Körbchen genau so wie uns? Es gibt so manche Fellnasen, die einfach alles ablecken, was ihnen vor die Schnauze kommt. 
Steckt vielleicht mehr dahinter? Wir haben gleich mehrere Gründe gefunden.

1. Pure Freude

Läuft der Hund schwanzwedelnd auf uns zu und beginnt direkt uns abzulecken, ist das Lecken eindeutig eine Form der Freude. Der Vierbeiner möchte uns auf seine Art ganz höflich begrüßen.

2. Revierverhalten

Leckt unser Hund sein Spielzeug oder sein Körbchen ab, möchte er sein Revier markieren. Denn neben der Markierung durch Urin ist dies eine weitere Möglichkeit. Vor allem bei Hündinnen können wir dieses Verhalten häufig beobachten. Hundemütter lecken auch ihre Welpen ab, um sie zu markieren.

3. Unterwerfung bei Hunden

Ist unser Hund rangniedriger als sein Gegenüber, können wir häufig beobachten, dass er dem anderen Hund um das Maul leckt. Dies ist eine Form der Unterwerfung. Er gibt dem anderen Vierbeiner zu verstehen, dass er seine Position akzeptiert hat. 

4. Stress

In stressigen Situationen reagieren wir häufig mit Übersprungshandlungen, wie zum Beispiel mit Nägelkauen oder auf die Lippe beißen. Bei Hunden ist das Lecken ums Maul eine Art Stress abzubauen. Wenn sie nicht wissen, wie sie in bestimmten Situationen reagieren sollen, lecken sie sich selber um die Schnauze. Wichtig ist, dass wir versuchen, in solchen Momenten unserem Vierbeiner den Stress zu nehmen. 

5. Wundlecken

Leckt unser Hund sehr häufig ein und dieselbe Stelle, handelt es sich womöglich um Wundlecken. Besonders die Pfoten, der Schwanz und der Genitalbereich müssen häufig dran glauben. Dies passiert, wenn die Fellnase unterfordert, einsam, unglücklich oder gestresst ist. Geschieht dies über einen längeren Zeitraum, müssen wir der Ursache unbedingt auf den Grund gehen.

Datum: 29.11.2019

Autor: Laura Pfeiffer