Nachhaltigkeit Nachhaltige Kleidung - daran sind ökologische Materialien erkennbar

Die ersten Herbsttage sind eine ideale Gelegenheit für Outdooraktivitäten wie Wandern, Biken oder Geocaching. Der kühle Wald, Wiesen und Berge stellen eine optimale Alternative zum Freibad und Fitnessstudio dar. Um sich beim Training in der Natur fit zu halten, müssen einige Kriterien beachtet werden.

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Fast-Fashion oder umweltfreundliche Bekleidung?

Neben Kondition und Trainingserfahrung spielt beim Outdoorsport auch die Bekleidung eine wesentliche Rolle. Da Outdoor-Funktionskleidung hohe Anforderungen erfüllen muss, empfiehlt es sich, besonders auf Qualität, Passgenauigkeit und Atmungsaktivität zu achten. In den vergangenen Jahren wurden viele neue Materialien entwickelt, die dabei helfen sollen, sich besser gegen ungünstige Witterungsverhältnisse zu schützen. Während die Anfertigung von Kleidung früher reine Handarbeit war, werden die meisten Bekleidungsteile heutzutage maschinell hergestellt. Mit der Verbreitung sogenannter Fast-Fashion gelangten immer mehr billige Produkte auf Markt, sodass mit Qualitätsverlusten zu rechnen ist. Oft wird vermeintlich nachhaltige Mode als "organic", "sustainable" oder "clean dyeing" beschrieben. Nicht immer halten diese Beschreibungen jedoch einem Nachhaltigkeits-Check stand.

Zu den am häufigsten zur Textilherstellung verwendeten ökologischen Materialien gehören Naturfasern wie Bio-​Baumwolle, Bio-Wolle und Bio-Leinen. Für Outdoorbekleidung und Schuhe wird häufig die spezielle, von einem führenden Anbieter nachhaltiger Funktionstextilien entwickelte Sympatex Membran verarbeitet. Die porenlose Wetterschutzmembran, die wind- und wasserdicht sowie atmungsaktiv ist, kann vollständig recycelt werden. Das Sympatex-Material gilt als gesundheitlich unbedenklich. Dabei basiert die weltweit dünnste porenlose Wetterschutzmembran auf einem besonderen physikalisch-chemischen Prinzip. Beim Tragen eines Kleidungsstücks aus Sympatex wird die Körperfeuchtigkeit aufgenommen und anschließend nach außen abgegeben. Das Material funktioniert umso besser, desto höher die körperliche Aktivität ist. Aufgrund der Allround-Funktion in Bezug auf Wind- und Wasserdichtigkeit findet man die Sympatex-Membran bei Sport- und Freizeitbekleidung sowie bei Streetwear.

Hochwertige Verarbeitung als Merkmal für Qualität

Natürliche Materialien gelten in Verbindung mit hochwertiger Verarbeitung als Merkmal für Qualität. Da ein Markenname nicht automatisch für Güte bürgt, empfiehlt es sich, einen Blick auf das Etikett zu werfen. Dort ist ersichtlich, aus welchem Material das Kleidungsstück besteht. Während Naturfasern auf Nachhaltigkeit schließen lassen, sollten Textilien, die aus 100 Prozent Acryl angefertigt sind, stutzig machen. Flauschige Wolle ist als Material für winterliche Bekleidung wie Pullover oder Cardigans sehr beliebt. Allerdings neigt reine Wolle zum pillieren, sodass häufig Kunstfasern beigemischt werden, um für mehr Stabilität zu sorgen. Ob sich tatsächlich kleine Stoffknötchen (Pills) bilden, hängt von der Faserqualität ab. Es kann sich bei Wolle jedoch lohnen, das Material auf Pilling zu prüfen.

Da Wollmaterialien beim Waschen etwas einlaufen, ist es sinnvoll, Oberbekleidung aus Wolle sicherheitshalber eine Größe größer zu nehmen. Kann eine solche Modesünde zum Trend werden? Wenn der Pullunder auf eine völlig neue Art und Weise kombiniert wird, sieht der ärmellose Pullover auch in größeren Größen top aus. Bei Strick-Oberbekleidung kann es allerdings zum Ausleiern von Bund und Säumen kommen. Das Einlaufen in der Waschmaschine ist präventiv vermeidbar, wenn das Wollwaschprogramm genutzt und die Textilien nicht zu heiß gewaschen werden. Allerdings sind künstliche Fasern nur selten vergleichbar mit ökologischen Materialien. Mit einem Riech-Test lassen sich chemische Farben oder andere Inhaltsstoffe leicht erkennen. Billigware, die oft einen stechenden Geruch verströmt, kann bei empfindlicher Haut zu Rötungen und Hautreizungen führen.

Datum: 30.09.2020

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