Trend-Dossier Folklore - von den Designern modern interpretiert

Flowerprints gehören nicht mehr nur in die Sommersaison - auch im Winter wird es mit dem Folklore-Trend blumig. Welche anderen Einflüsse die Designer zu ihren Kreationen inspirieren und wie sie den Look modernisieren, erklären wir Ihnen in unserem großen "Woher kommt..."-Dossier. In der aktuellen Petra (12/2013, ab 7. November im Handel) zeigen wir Ihnen im Trend-Guide, wie Sie den Look richtig stylen.

Folklore-Designs

Marchesa Fall/Winter 2013/2014

Die Designer Georgina Chapman und Keren Craig fanden ihre Inspiration für die neue Herbst-Winter Kollektion in der Kunst des späten 18. Jahrhunderts. Das Portrait María Teresa de Vallabriga beispielsweise war eine der einflussreichsten Quellen für ihre Kleidungsstücke. Dementsprechend zeigte ihre Kollektion viele antike Goldstickereien, Blumenmuster, Rüschen und Plissee.  

 

 

 

Roberto Cavalli Fall/Winter 2013/2014

Die Stadt Florenz mit all ihrer Kunst, Architektur und Farben gaben Cavalli genügend Inspirations- und Anregungsansätze für seine neue Kollektion. Besonders die Villa Cavalli mit ihren handwerklichen Schätzen bot Anstöße: Wie auch in diesem Haus, verwendeten die Maler der Renaissance bei ihren Kohleskizzen und ihrer Freskenmalerei besonders die Farben Rot und Gelb: Die beiden Farben dominierten auch in der aktuellen Herbst-Winter-Kollektion. 

 

 

Givenchy Fall/Winter 2013/2014

Riccardo Tisci, der Chefdesigner der Luxusmarke, verband in seiner neuen Kollenktion alles, was er in seiner bisherigen Karriere geschaffen hat. Er recycelte sozusagen seine alte Mode, seine Herangehensweise und seine Trends. Der Folklore-Trend wurde also hier an der eigenen Person, am eigenen Label ausgeübt. Er setzte sich mit seiner alten Identität auseinander und schaffte etwas ganz Neues.

 

 

 

Matthew Williamson Fall/Winter 2013/2014

In der Kollektion stehen das „Nordlicht“, das die düsteren, kalten Wintertage erhellt, und traditionelle, nordische Gewänder im Mittelpunkt. Das Thema Nordpol spiegelt sich hier nicht in kalten Farben wieder, sondern bezieht sich auf die erhellenden Augenblicke in den nordischen Kreisen. Dementsprechend werden viele bunte Farben wie Hellgrün, Orange, Pink und Blau verwendet. Auch Blumenprintblusen oder blumiges Brokat finden sich in seiner Kollektion. Ein Augenmerkt legt der erfolgreiche Designer jedoch auf die traditionellen, nordischen Kostüme, die er in bunt gestreifte Jacken und Mänteln verarbeitete.


Dolce & Gabbana Fall/Winter 2013/2014

Die Luxusmarke ließ sich von den religiösen Gewändern und Reliquien der katholischen Kirche inspirieren. Die Farbe rot, die im Katholizismus Macht und Autorität symbolisierte, ist eine Schlüsselfarbe der Herbst/Winter-Kollektion. Auch italienische Mosaike und Fresken sind auf den Kleidungsstücken zu finden.

 

 

 

 

Antonio Marras Fall/Winter 2013/2014

Im Vordergrund seiner Inspiration steht die Ausstellung „Another Time between Decadence and Modern Style“ von Lea Vergine. Die Eindrücke und die Umsetzung der Ausstellung der modernen Frau, lässt der Designer in seine Mode mit einfließen. Antonio Marras spielt in seiner aktuellen Kollektion mit Drucken, zusammengesetzten Stoffen und unterschiedlichen Strukturen. Sein wichtigstes Element: Blumen.

 

 

Moschino Fall/Winter 2013/2014

Franco Moschino verarbeitet in seiner Kollektion verschiedene kulturelle Einflüsse des vereinigten Königreichs, vor allem aus der Vergangenheit. Der Designer verwendet als Element hauptsächlich königliche Schottenstoffe.

 

 

 

 

 

Lena Hoschek Fall/Winter 2013/2014

Die österreichische Designerin ist schon länger Anhängerin des Folklore-Stils. Auch diese Saison stimmen Fransen, Pettycoat-Röcke, traditionell inspirierte Flechtfrisuren und Blumen-Applikationen und auf eine farbenfrohe Herbst/Winter-Saison ein.

Autor: Anna Rose

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