Eins mehr geht immer: das T-Shirt im Wandel der Zeit

Eins mehr geht immer: das T-Shirt im Wandel der Zeit

Unsere Großmütter werden sich noch gut an den Moment erinnern, als verwegene Rebellen wie James Dean oder Marlon Brando über die Leinwand flimmerten – obenrum mit nichts als einem weißen T-Shirt bekleidet. Das war unerhört, galt das T-Shirt doch bis dahin als ein Teil der Herrenunterwäsche, das unter dem Hemd getragen wird und allerhöchstens die Ehegattin zu sehen bekommt.

Vom ikonischen Emblem wilder Filmstars …

Kein Wunder, dass dieser Look den besagten Filmstars den Ruf der Unangepasstheit einbrachte. Schließlich entstand das T-Shirt ursprünglich als Teil der Uniformen der Royal Navy. Matrosen trugen unter ihren Uniformen Unterhemden mit angesetzten Ärmeln, damit allzu anstößige Oberarmtätowierungen und starker Achselhaarwuchs bedeckt wurden. Bis heute orientiert man sich auf dem Segeltörn gern an diesem lässigen Look! Ursprünglich aber waren die T-förmigen Leibchen der Matrosen aus Wolle – doch diese kratzten stark und sorgten dafür, dass ihre Träger schnell schwitzten. Das war insbesondere bei den Kampfhandlungen des Ersten Weltkrieges hinderlich, sodass die Royal Navy ihre Matrosen nach dem Ersten Weltkrieg mit Leibchen aus Baumwolle ausstattete – genauso wie die Armee ihre Angehörigen. Ermöglicht wurde diese ebenso massenhafte wie kostengünstige Produktion der Baumwollleiblichen durch die Erfindung der Strickmaschine. Das T-Shirt war geboren! Damit war es aber noch lange nicht salonfähig, und sorgte in den 1950er-Jahren für umso mehr Aufsehen: So zeigte Marlon Brando 1951 in „Endstation Sehnsucht“ dank eines engen weißen T-Shirts seine Muskeln und damit Männlichkeit, während James Dean dank des weißen T-Shirts, das er in Nicholas Rays 1955er-Kultfilm „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ trug, zum Sexsymbol einer ganzen Generation avancierte. Bis heute kursieren Anleitungen, wie man(n) sich wie James Dean kleidet – in der Hoffnung, dass etwas von der Coolness und Sexyness des Stars abfärbt.

… zum Allrounder im weiblichen Kleiderschrank

Wenn die Frauen der Prä-Rock’n’Roll-Ära ein T-Shirt tragen wollten, mussten sie sich am Kleiderschrank ihres Freundes bedienen. Dann aber trugen sie die T-Shirts mit einem Knoten in der Taille, was ein mindestens ebenso rebellischer Akt war. Ein ähnlich der rebellierenden Jugend zugeschriebenes Kleidungsstück hielt mit dem Parka erst in den Sechzigerjahren erneut Einzug in die Mode. Beide Kleidungsstücke konnten sich jedoch erst in den 1970er-Jahren als gesellschaftlich völlig akzeptiert durchsetzen. Mittlerweile ist das T-Shirt für

Damen nicht nur selbstverständlich geworden – sondern hat in seiner Vielfalt, was Farben, Muster und Schnitte angelangt, das gute alte Herren-T-Shirt längst weit hinter sich gelassen. Auch, wenn es im weitesten Sinne auf eine Grundform zurückzuführen ist, variieren die Damenshirt-Trends von Saison zu Saison. Meist genügt es, ein brandaktuelles T-Shirt zu tragen, um den gewohnten Look upzudaten. Zum Beispiel den klassischen Hosenanzug, denn das T-Shirt ist längst businesstauglich geworden und eine bequeme, lässige Alternative zur Bluse. Unternehmen wie Street One, die seit Jahrzenten bekannt dafür sind, trendgenaue Mode besonders schnell zu liefern, warten mit einer topaktuellen Damen-T-Shirt Kollektion auf. Hier muss Frau nur noch aus den Klassikern im aktuellen Trend-Design auswählen: ob uni, marien-inspiriert gestreift, mit romantischem Blumenmuster oder coolem Print – erlaubt ist, was gefällt. T-Shirts mit Spitze sind ein toller Begleiter fürs Date, mit körpernaher Schnittführung verschwinden sie dezent unter jedem Blazer, als Long-Shirt geben sie zusammen mit Leggins und Cardigan einen tollen Look für die Me-Time auf dem Sofa ab. Aufregung in den T-Shirt-Look bringen Flats, die mit Sneakers nichts gemein haben, sondern feminine, lange Beine zaubern.

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