Mode Die Mode-Mamas

Da schau her. Immer mehr erstklassige Designerinnen mit Kindern leiten die Kreativabteilungen großer Häuser: Phoebe Philo belebte Céline wieder, Sarah Burton ist Chefdesignerin bei Alexander McQueen, und Frida Giannini zeigte hochschwanger ihre Gucci-Kollektion. Profitieren die Marken davon – und entwerfen Mütter andere Mode?

Mode-Designerinnen mit Kindern

PHOEBE PHILO

Studiert hat die Britin am berühmten Central Saint Martins College in London, begann dann als Assistentin von Stella McCartney bei Chloé. 2008 startete sie bei CÉLINE – Ende letzten Jahres wurde sie mit dem britischen Verdienstorden geehrt. Nicht für ihre drei Kinder – sondern für ihre Verdienste in der Mode. Die Designerin sagt, dass ihre Familie oberste Priorität habe. Würde das auch ein Mann so offen verkünden?

VICTORIA BECKHAM

Sie darf nicht fehlen: Die singende Fußballerfrau, die ihr EIGENES LABEL gründete, ein Kind nach dem anderen bekam und sehr erfolgreich wurde. Was uns aber besonders beeindruckt: dass die Britin inzwischen Mode entwirft, in der man atmen und tatsächlich auch laufen kann.

SARAH BURTON

Schon während ihres Studiums arbeitete sie als Praktikantin für ALEXANDER MCQUEEN, seit 2010 ist die Britin Kreativdirektorin des Modehauses – und seit dem Frühjahr 2011 kennt jeder zumindest zwei von Sarah Burtons Kreationen: Kate Middletons Hochzeits- und Pippas Brautjungfernkleid. Vor einem Jahr bekam Burton Nachwuchs. Ihr Kommentar zu ihrer Schwangerschaft: „Es ist nicht nur Fett. Es sind Zwillinge."

STELLA MCCARTNEY

hat weder die Mode noch das Kinderkriegen erfunden, aber erwähnen wollen wir sie und ihr EIGENES LABEL doch. Seit 2003 ist sie mit Alasdhair Willis verheiratet. Das Paar hat vier Kinder.

FASHION FEMINISM

Ob von Furstenberg, Prada oder Westwood – es gab schon immer Frauen in der Mode. Aber: Oft kämpften sie allein für sich und ihr Label, und kaum ein Modekonzern wäre vor zwanzig Jahren auf die Idee gekommen, eine Frau mit Kindern auf den kreativen Thron zu setzen. Tja, früher. Heute nennt man es schlicht „berufstätige Mütter“.

FRIDA GIANNINI

Erst entwarf die Italienerin die Prêt-à-porter-Kollektionen für Fendi, 2006 löste sie Tom Ford als Creative Director bei GUCCI ab. Ihr erster großer Erfolg bei Gucci war die Accessoires-Linie „Flora“. Im März letzten Jahres brachte sie ihre Tochter Greta zur Welt, Atempausen gönnt sich die Mutter aber eher selten.

Autor: Hiltrud Bontrup

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