Wäsche richtig pflegen 10 Tipps für eine schonende Reinigung

Der kuschlig weiche Mohair-Pullover, das zarte Seidenhemdchen, die Spitzenbluse. Jede von uns hat solche edlen Teile im Kleiderschrank, die wir hüten wie einen Goldschatz. Doch wie geht ihr vor, wenn diese Lieblingsstücke gereinigt werden müssen? Damit das Waschen nicht zur maximalen Strapaze für eure Kleidung wird, gibt es hier die 10 besten Tipps für eine schonende Reinigung.  

pflegesymbole Wäsche richtig waschen

Tipp 1 - So wenig wie möglich - so oft wie nötig

Für eure Wäsche ist es sicher kein Spaß, durch die harte Metalltrommel gedreht zu werden. Sie leidet unter dem Prozess. Stellt euch also bei jedem Waschgang die Frage, ob wirklich dringend gewaschen werden muss, oder ordentliches Durchlüften im Freien nicht auch seinen Zweck erfüllt. Muss der neue Seiden-BH also wirklich nach einmal Tragen in die Wäsche, oder kann er noch mindestens ein zweites Mal seinen Dienst tun, bevor es in die Wäsche geht. So könnt ihr seine Lebensdauer um ein Vielfaches verlängern.

Tipp 2 - Niedrige Temperaturen schonen die Kleidung

Eigentlich ein alter Hut und trotzdem wichtig. Wer seine Wäsche mit möglichst niedriger Temperatur wäscht, hat sogar zweifach etwas davon. Er schont seine Kleidung und spart gleichzeitig viel Energie. Schon das Waschen bei 40 statt 60 Grad spart 46 Prozent der Energiekosten ein. Und keine Angst, dass die Wäsche dann nicht richtig sauber wird. Das klappt zuverlässig auch bei niedrigen Temperaturen. Außerdem enthalten heutige Vollwaschmittel Bleichmittel, die die Keimfreiheit der Wäsche unterstützen.

Tipp 3 - Schlecht riechende Wäsche? - Keime in der Maschine als Ursache

Müffelt die frisch gewaschene Wäsche nach dem Trocknen, kann es sein, dass sich Bakterien in eurer Waschmaschine breit gemacht haben. Das geschieht, wenn fast ausschließlich bei niedrigen Temperaturen von 30 Grad gewaschen wird. Ihr könnt diese Bildung von Keimen aber zuverlässig verhindern, indem ihr mindestens einmal im Monat ein 60 Grad Programm durchlaufen lasst. Zum Beispiel einen Waschgang mit Handtüchern. Das heiße Wasser tötet zuverlässig alle Keime in der Waschmaschine ab.

Tipp 4 - Flecken immer vorbehandeln

Eine Sekunde nicht aufgepasst und schon ist’s passiert. Ein dicker Fettfleck prangt auf dem neuen T-Shirt. Jetzt bitte nicht kurzentschlossen das gute Stück heißer waschen, als sonst üblich. Besser ist es, die Flecken punktuell vorzubehandeln, zum Beispiel durch Gallseife. Das bedeutet wesentlich weniger Stress für das Gewebe und spart zusätzlich Energie.

Tipp 5 - Dunkle Wäsche in der Sonne trocknen? - Besser nicht!

Auch wenn es sehr verlockend ist, die dunkle frisch gewaschene Wäsche zum Trocknen in die strahlende Sonne zu hängen. Wenn ihr kein Risiko eingehen wollt, lasst es besser. Starke UV-Strahlung hat eine ähnliche Wirkung wie ein Bleichmittel. Wer nicht erleben will, dass sein intensiv schwarzes Lieblingsteil nach dem Trocknen plötzlich ganz verblasst ist, nutzt besser einen Trockner oder schaut sich gleich auf www.waschtrockner.net die neuesten platzsparenden Trockner-Kombigeräte an.
 
Bei weißer Wäsche gilt übrigens das Gegenteil vom eben Gesagten. Weiße Wäsche liebt gleißenden Sonnenschein. Das darin enthaltende UV Licht wirkt als Bleichmittel und lässt Grauschleier auf weißer Wäsche ruckzuck verschwinden.

Tipp 6 - Empfindliche Textilien immer im Wäschesack schützen

Zarte Kleidungsstücke oder Kleidung mit verspielten Deko-Elementen haben ein wenig mehr Schutz nötig. Mit einem Wäschesack werden die empfindlichen Materialien geschont und ihr habt länger Freude an eurer Kleidung.

Tipp 7 - BH – niemals mit Weichspüler

Auch wenn es nun wirklich keinen Spaß macht, aber BHs aus Seide oder Spitze sollten immer mit der Hand gewaschen werden. Für alle anderen BHs gilt: Muss es unbedingt die Waschmaschine sein, dann ist ein Wäschesäckchen absolute Pflicht. Sowohl zum Schutz des BHs, aber auch zum Schutz aller andern Kleidungsstücke, die gemeinsam mit dem BH und seinen spitzen Verschlusshäkchen in der Waschmaschine herumschleudern.
Und: Verwendet für einen BH niemals Weichspüler. Der greift das im Gewebe enthaltende Elasthan an – und der BH leiert aus.

Tipp 8 - Was Wolle mag und was man besser lassen sollte

Im Grunde möchte Wolle wie ein rohes Ei behandelt werden, ansonsten verfilzt sie schnell. Am besten bekommt ihr ein kurzes „Durchwaschen“ im Handwaschbecken, ohne langes Verweilen in der Seifenlauge und ohne starkes Auswringen. Stattdessen die Wollsachen vorsichtig ausdrücken, kurz in ein Handtuch wickeln und flach liegend trocknen. Trockner? Bloß nicht!

Tipp 9 - Funktionskleidung – Weichspüler verklebt die Fasern

Funktionskleidung kann ohne Probleme bei 30 oder 40 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden. Aber bitte ohne Weichspüler. Der lässt nämlich die Fasern verkleben, was das wichtigste Merkmal von Funktionskleidung - ihre tolle Atmungsaktivität - zerstört.

Tipp 10 - Seide – Im Zweifel in die Reinigung

Seide ist ein wunderbarer Stoff, aber eine echte Herausforderung, was das Waschen angeht. Der erste Blick sollte also auf das Pflegeetikett gehen. Zeigt das Waschzeichen ganz klar das Symbol für die Trockenreinigung, bitte kein Risiko eingehen. Ansonsten seid ihr mit der Handwäsche auf der sicheren Seite. Wenn es wirklich die Maschine sein muss, dann nur Wollwäsche mit allerhöchstens 30 Grad. Und unbedingt im Wäschesack. Zur Not tut es auch ein ausrangierter Kissenbezug.