Tipps im Straßenverkehr: Das Regelchaos auf Europas Straßen

Wer mit dem Auto in Urlaub fahren möchte, kann sich schon im Vorfeld darauf einstellen, dass er für jedes Land andere Regeln beachten muss. Allein diese Tatsache kostet schon vor dem Urlaub einige Nerven, damit man sich über die Gegebenheiten und die Verkehrsregeln vor Ort informieren kann, um keine Strafe zu erhalten. Denn nicht selten hat man gehört, dass die österreichische Polizei direkt hinter der Grenze steht und kontrolliert, ob Vignetten vorhanden sind. Ist keine vorhanden, kann dies richtig teuer werden. Denn neben der Vignette, die gekauft werden muss, gibt es auch noch eine satte Strafe!

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Doch wie sieht es in den europäischen Nachbarländern aus? Welche Regeln müssen beachtet werden und wo findet man Informationen dazu?

Vignetten- und Mautpflicht in Europa

Die meisten europäischen Länder erheben eine Maut, um die man nur herumkommt, wenn man Landstraße fährt. Leider ist dies recht mühselig, wenn man nicht erst nach Wochen am Urlaubsort ankommen möchte. Dabei gibt es in jedem Land unterschiedliche Vorschriften, die beachtet werden müssen. 
In diesen Ländern sollte man sich auf eine Maut einstellen:
  • Bulgarien
  • Rumänien
  • Ungarn
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Tschechien
  • Polen
  • Kroatien
  • Griechenland
  • Irland
  • Österreich
  • Portugal
  • Italien
  • Spanien
  • Frankreich
  • Schweiz
Hierbei ist jedoch zu beachten, dass sich hier oftmals jährlich die Gebühren und Regelungen ändern.
In Spanien beispielsweise werden die Mautpflichtigen Autobahnen in den nächsten Jahren alle an den Staat zurückfallen. Ab Januar 2018 ist bereits eine Teilstrecke von der Maut ausgenommen und es fallen keine Gebühren an. Die restlichen Strecken sollen in den nächsten Jahren Stück für Stück komplett kostenlos werden.

Wildcampen in Europa

Wer mit dem Camper unterwegs ist, muss auch einige Dinge beachten. Während es in Schweden und Schottland problemlos möglich ist wild zu campen, ist es in den südlichen Ländern strengstens verboten. Dabei geht dies nicht auf Schikane zurück, sondern auch rüpelhafte Camper, die ihren Müll über liegen lassen, unerlaubte Lagerfeuer machen oder auch ihre Camping Toiletten überall entleeren.
Insbesondere in Touristengebieten wird das Wildcamping in den südlichen Ländern streng verfolgt und kann richtig teuer werden. Es sei denn man hat eine Reifenpanne, da drücken dann auch die Polizisten gerne ein Auge zu und bieten sogar noch freundlich ihre Hilfe an.

Wie sieht es mit den Warnwesten im europäischen Ausland aus?

In Deutschland wie auch im europäischen Ausland sind mittlerweile Warnwesten vorgeschrieben. Dabei muss aber darauf geachtet werden, ob sie nur für den Fahrer oder für alle Insassen Pflicht ist. Denn dies ist in jedem Land unterschiedlich geregelt.
Zudem ist es vollkommen gleich, ob man mit dem Privatwagen oder eine Mietwagen unterwegs ist. Während in
  • Ungarn
  • Tschechien
  • Slowenien
  • Spanien
  • Serbien
  • Rumänien
  • Portugal
  • Belgien
  • Luxemburg
  • Montenegro
  • Norwegen
  • Österreich
nur die Fahrer eine Warnweste im Wagen haben müssen, sind in diesen Ländern Warnwesten für alle Insassen des Fahrzeugs Pflicht:
  • Bulgarien
  • Finnland
  • Frankreich
  • Italien
  • Kroatien
  • Slowakei
  • Deutschland
Diese unterschiedlichen Regelungen sorgen oftmals für Irritationen und daher sollte sich jeder vor seinem Urlaub genau informieren, welche Straßenverordnungen etc. in dem jeweiligen Land gelten, um hohen Strafen zu entgehen. Wichtig ist dabei jedoch, dass man sich auch die neuesten Regelungen anschaut. Denn gerade Spanien hat ab Januar die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf zahlreichen Straßen geändert. Teilweise sind auf Landstraßen nur noch 90 km/h erlaubt und in Städten nur 30 km/h. Daher ist es besonders wichtig, die neuen Regelungen immer im Blick zu haben, um ein Bußgeld zu vermeiden.