No Doubt Trennungsgerüchte

Nach zehn Jahren Pause rockt Glamour-Queen Gwen Stefani mit ihrer alten Band No Doubt wieder so richtig ab. Toll, findet PETRA-Autorin Constanze Frisch, denn die Makellosigkeit der Sängerin war ihr fast ein bisschen unheimlich...

Gwen Stefani

Sei mir nicht böse, aber ich war richtig erleichtert, als ich las, dass auch bei Dir nicht immer alles rund läuft. Anfang des Jahres wurden Gerüchte laut, dass Du Dich von Deinem Mann Gavin Rossdale nach zehn Jahren Ehe trennen wolltest. Seine wilde Vergangenheit, die uneheliche Tochter (Daisy Lowe), eine homosexuelle Beziehung (Transvestit Peter Robinson) und eine angebliche Affäre (Cobain-Witwe Courtney Love) waren auch für Dich zu viel des Guten. Doch auch diese Krise hast Du schnell wieder in den Griff bekommen. Zumindest wirkt der Rossdale-Stefani-Clan auf Paparazzi-Shots immer noch wie der Prototyp der cool-entspannten Vorzeigefamilie. Du und Gavin strahlt Euch jedes Mal an, als hättet Ihr Euch erst am Abend zuvor kennengelernt. Was mich nur irritiert: Eure Jungs Zuma und Kingston sehen immer aus, als wären sie gerade- wegs aus einem Katalog für hippe Kinderklamotten gepurzelt. Und selbst beim Herumtoben auf dem Spielplatz sitzt Deine Frisur, der Lippenstift leuchtet, und alles wirkt wie ein durch- geplanter PR-Auftritt. Sorry, aber das passt einfach nicht zu dem wilden Punk-Girl von einst, das ich so verehrt habe.

Deshalb freut es mich umso mehr, dass Du wieder zu Deinen Wurzeln zurückkehrst. In einem Interview hast Du sogar ganz offen zugegeben, dass es für Dich ein großer Kraftakt war, Familie und die Arbeit an dem neuenNo-Doubt-Album„PushandShove“(Universal) unter einen Hut zu bekommen: „Wir konnten uns nur drei Tage die Woche treffen, weil ich mich um die Kinder kümmern musste. Ich war jedes Mal erschöpft, wenn ich ins Studio kam.“ Halleluja, die talentierte Miss Stefani ist auch nur ein Mensch. Du hast mein Herz auf einen Schlag wieder zurückgewonnen. Los, Gwen, zieh Deine Doc Martens an und rock wie früher mit Deinen Jungs die Bühne. Ich wünsche mir, dass Du schwitzt und Dein Lidstrich verschmiert. Und dass Du wieder genauso viel Spaß haben wirst wie damals, Ende der 80er-Jahre, als in der Garage Deiner Eltern die erste Bandprobe stattfand. Ich stehe ganz vorne und feiere Deine Rückkehr.