Kinder im Showbusiness Smile! You are on camera!

Sohn Jaden ist ein Filmstar, jetzt wird Tochter Willow als Popsängerin vermarktet. Wie Will und Jada Pinkett Smith ihren Kids die Kindheit stehlen – und das ganz normal finden.

Willow Smith

Um es vorwegzunehmen: Willow Smith ist klasse. Wir finden sogar ihren Singlehit „Whip My Hair“ richtig gut. Aber der kleine Fratz benimmt sich so erwachsen, dass es einen gruselt. Da wären die extravaganten Outfits, in denen Willow immer aussieht wie Rihanna, nachdem sie zu heiß gewaschen wurde. Oder die Tatsache, dass das Mädchen drei Tage lang brav mit ihrer Mutter bei der Fashion Week in Mailand in der ersten Reihe saß. Um hinterher aufgeregt zu schwärmen, dass sie – Oh! My! God! – Domenico Dolce kennenlernen durfte. Nicht Zac Efron, nicht Justin Bieber, sondern ein glatzköpfiger, mittelalter Italiener bringt dieses Kind zum Ausflippen. Das ist doch nicht normal. Auch nicht lustig – im Gegenteil.

Es ist tragisch, wie hier ein kleines Mädchen in die Erwachsenenwelt geschubst wird. Von Eltern, die es eigentlich besser wissen müssen. Aber Will und Jada Pinkett Smith kennen anscheinend kein Pardon, wenn es darum geht, die Karriere ihrer Kids anzukurbeln. Sohn Jaden, 12, stand schon mit seinem Vater für „Das Streben nach Glück“ vor der Kamera und spielte dieses Jahr die Hauptrolle in „Karate Kid“. Inklusive einer anstrengenden Promo-Tour, die den Jungen quer um den Erdball führte. Immer wieder neue Hotelzimmer, rote Teppiche, jede Menge PR-Leute, die um einen herumscharwenzeln. Ein Erwachsener muss schon sehr geerdet sein, um bei diesem Lifestyle nicht abzuheben. Und ein kleiner Junge? Kein geregelter Alltag, keine Fußballturniere am Sonntag, kein sinnloses Abhängen mit den Kumpels. Stattdessen: Smile! You are on camera!

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