Star-Talk Halluzinationen und Heimweh

Rebel ist einer der Shooting-Stars des letzten Jahres. Am 14. April 2013 wird sie die MTV Movie Awards moderieren und mit ihrem Humor sicher für das eine oder andere feuchte Auge sorgen. Die Australierin spielte die Hauptrolle in "Die Hochzeit unserer dicksten Freundin", nun singt und tanzt sie sich als 'Fat Amy' durch den Film "Pitch Perfect" (ab 25. April auf DVD, mit Anna Kendrick). An ihrer Seite TV-Star Adam DeVine als 'Bumper' ("Workaholics"). Im Interview sprechen die beiden übers Tanzen, über Halluzinationen und über Burrito-Sauce.

Pitch Perfect

Frage: Rebel, stimmt es, dass du mit der Schauspielerei angefangen hast, weil du eine Halluzination hattest, in der du einen Oscar gewonnen hast?

Rebel: Ja, ich hatte wirklich doll Malaria und habe halluziniert ich sei eine Schauspielerin und sei so gut, dass ich einen Oscar gewonnen habe. Anstatt einer Dankesrede habe ich einen Dankesrap gesungen und der hat dem Publikum auch gut gefallen. Es war so lebhaft! Als ich aus dem Krankenhaus kam und sagte: ‚Ich glaube das war ein Zeichen, ich glaube ich soll Schauspielerin werden’, dachten die Leute ich wäre verrückt geworden. Über Jahre dachten alle, ich sei bekloppt.

Adam: Ich hoffe du gewinnst einen Oscar für Fat Amy.

Rebel: Naja, wahrscheinlich nicht für Fat Amy. Aber wenn ich jetzt irgendwann einen Oscar gewinne, müsste ich rappen.

Frage: Wie alt warst du, als du diese Halluzination hattest?

Rebel: Achtzehn. Ich dachte immer ich würde Jura studieren und so ernste Dinge tun, bis ich diese Halluzination hatte. Wenn ich nicht diese Nahtod-Erfahrung gehabt hätte, dann wäre ich bestimmt Anwältin geworden und hätte dann mit 35 oder 40 gedacht: ‚Ich wünschte, mein Leben könnte mir mehr bieten. Ich weiß nicht, ob das hier so erfüllend ist.’ Und dann wäre ich Stand-up Comedian geworden.

Frage: Rebel, du machst ja schon lange Stand-up Comedy in deiner Heimat in Australien. Sind sie stolz darauf, dass du Hollywood eroberst?

Rebel: Ich bekomme schon viel Liebe. Die Australier haben viel Respekt davor, wenn du nach Amerika gehst und Karriere machst, weil wir amerikanische Filme lieben. Und dass ich hergekommen bin und acht Filme gemacht habe, macht mich zu Hause ziemlich beliebt. Das ist sehr schön. Australier sind aber sehr locker. Ich war gerade erst wieder da und viele sind zu relaxt, um mich anzusprechen.

Adam: Sie nicken nur.

Rebel: Sie sehen dich und sagen ‚Hi.’

Adam: Ich bin aus dem Mittleren Westen und jedes Mal, wenn ich nach Hause gehe, kommt irgendeiner an und sagt: ‚Hey Hollywood! Bin ja überrascht, dass diese Bar für dich gut genug ist.’ Und ich denke dann immer: ‚Was meinst du? Sie verkaufen doch Bier, oder?’

Frage: Vermisst du Australien?

Rebel: Ich vermisse das Essen. Wenn ich hinfahre, ist mein halber Koffer danach voll mit australischem Essen. Cadbury’s Schokolade zum Beispiel – die Australische, nicht die aus England oder Südafrika. Dann habe ich auch gesundes Essen mitgebracht. Wie australisches Müsli. Aber hauptsächlich Schokolade und Süßigkeiten. Wir haben zum Beispiel auch Smarties und die esse ich gerne, weil ich glaube, dass man davon smart wird. Das stimmt natürlich in keinster Weise, aber ich mag sie gerne. Aber ja, ich vermisse Australien. Meine ganze Familie und meine australischen Freunde sind alle da, also versuche ich, so oft wie möglich hinzufahren und sie zu besuchen.

Frage: Versuchst du, deine Heimat in Amerika zu repräsentieren?

Rebel: Ein bisschen. Ich finde es ziemlich cool, dass ich in diesem Film meinen australischen Akzent nutzen durfte und ich glaube, die Australier freuen sich, wenn sie ihn hören. Das passiert jetzt immer häufiger, dass bekannte australische Schauspieler gebeten werden, ihren eigentlichen Akzent zu sprechen

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