Schauspielerin Ernsthafte Rollen für Martina Hill?

Sie ist Heidi, Sonya und Daniela in Personalunion. Und ein Klasse Model. Martina Hill übers Putzen, schräge Jobs - und Papa Klum.

Martina Hill

Jetzt sind Sie eine der lustigsten Frauen Deutschlands. Träumen Sie trotzdem manchmal von ganz anderen, ernsthaften Rollen?
Martina Hill: Ehrlich gesagt denke ich gar nicht so sehr darüber nach. Natürlich kann ich mir vorstellen, auch ernste Rollen zu spielen. Mir ist nur wichtig, dass ich mich dabei wohlfühle. Und im Moment fühlt sich „Switch reloaded“ und auch die „heute-show“ genau richtig an – da ist alles möglich. Für die Zukunft vertraue ich einfach darauf, dass das Richtige kommt. Je weniger ich plane, desto offener bleibe ich.

Sie beschreiben sich selber als harmoniesüchtig – und trotzdem hauen Sie die Promis in die Pfanne.
Nein, so würde ich das nicht formulieren. Ich nehme die Promis unter die Lupe, und das, was ich sehe, karikiere und überspitze ich. Da steckt viel Vorarbeit und dadurch auch viel Liebe drin. Ich glaube, dass ein Prominenter das spürt – und darum ist das Feedback auch so positiv.

Wie werden Sie so einen Promi wieder los, nachdem Sie ihn sich „antrainiert“ haben?
Ich habe das Gefühl, dass alle Figuren ein Stück weit an mir haften bleiben. Ab und zu rutschen dann so ein paar untypische Töne raus. Als Letztes habe ich an Frau Katzenberger gearbeitet und erwische mich immer noch dabei, dass ich in diesen Pfälzer Singsang falle.

Sie haben ja beim letzten Comedy-Preis eine tolle Katzenberger-Choreografie hingelegt …
Meine Tanz-Performance habe ich abends in der Küche entworfen. Die Idee dazu kam mir ganz spontan. Leider hatten wir nur wenig Zeit zum Proben – der Auftritt hat mich viele Nerven gekostet. Die Bühne war so glatt. Dazu meine wackeligen Knie auf den hohen Schuhen. Ich weiß nur noch, wie mir Dieter Nuhr kurz vor dem Auftritt „Viel Spaß!“ zurief. Und ich dachte: Spaß? Hauptsache, ich rutsche nicht aus. Als die Musik dann einsetzte, hat es tatsächlich Spaß gemacht. Man legt einfach los und verliert sich ein bisschen.

War das PETRA-Shooting eigentlich Ihr Debüt als Model?
Na ja, als ich 18 war, hat mich mein Vater mal bei so einem Modelwettbewerb angemeldet. Ich war groß, schlank und hatte als einzige Teilnehmerin so einen dunkelbraunen Mireille-Mathieu-Bobschnitt, sah also eher ungewöhnlich aus. Und so bin ich in einer Modelagentur gelandet und hatte meine ersten Shootings. Aber ich habe schnell gemerkt: Das ist nicht meine Welt. Heute sehe ich die Sache mit anderen Augen, das PETRA-Shooting war für mich einfach purer Fun. Früher musste ich ständig Diät halten und täglich sechs Liter Wasser trinken: Wer schafft denn das?

Wer weiß, hätten Sie mehr Wasser getrunken, wären Sie heute so erfolgreich wie Heidi Klum …
(lacht) Nee, niemals!

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