Facebook, Instagram & Co Die neuen Stars von Instagram, Facebook & Co

Die sagen wo es langgeht! Und zwar auf Twitter, Facebook, Instagram & Co: die neuen It-Girls (und ein Boy) nehmen ihre Karriere mithilfe von Social Media selbst in die Hand. Und kommen dabei auch noch wahnsinnig nett rüber…

Stars auf Instagram

Vielleicht sitzt in diesem Moment irgendwo in Beverly Hills eine gewisse zukünftige Hotelerbin mit Alu-Streifen auf dem Kopf beim Friseur, blättert in einem Modemagazin und denkt: „Puh, wie gut, dass meine Tage als It-Girl schon hinter mir liegen.“ Denn damals, so vor zehn Jahren, reichten Papas Kreditkarte und eine trashige Doku-Soap, um groß rauszukommen. Und natürlich Statement-Accessoires wie die Riesensonnenbrille und die Designer-Tasche, in der ein Chihuahua wohnt. Plötzlich wollten alle Mädchen so sein wie Paris Hilton. Das war der Beginn des Siegeszugs des rosa Nicki-Jogginganzugs. Bei Cindy aus Marzahn war dann Endstation.

Die neuen It-Girls haben Stil, Intelligenz und Instagram

Inzwischen sind neue coole Frauen (und ein Mann) aufgetaucht, die für ihren Style bewundert werden und die Trends setzen. Das wichtigste Accessoire der Hipster von heute: eine schnelle Internetverbindung. Um Fans und Freunde auf Facebook, Instagram oder Twitter am It-Leben teilhaben zu lassen. Aber auch, um die eigene Karriere in Schwung zu bringen und zu formen. „Ohne Social Media wäre ich nicht da, wo ich heute bin“, weiß auch Model Coco Rocha, die inzwischen so technikaffin ist, dass sie sogar Kolumnen für ein amerikanisches Computermagazin schreibt. Ihre Motivation erklärt sie so: „Ich möchte nicht nur wegen meiner Wangenknochen berühmt sein, ich habe auch eine Stimme.“ Wer heute zur It-Crowd gehören will, muss erstens intelligent sein. Twitter-Weisheiten, die auf irgendeiner Aftershow-Party mal schnell ins Handy gehackt werden, sollten gehaltvoller sein als die Drinks. Wenn peinliche Sätze erst mal durchs Netz jagen, kann sie kein PR-Team der Welt wieder einfangen. Zweitens: Man sollte in der Lage sein, „Selfies“ (Selbstporträts) zu knipsen, die aussehen, als wären sie schnell mal lässig aus der Hüfte geschossen. Gerne mit der „BFF“ (Best Friend Forever), die im besten Fall Grundschullehrerin oder Zahnarzthelferin sein sollte. Kleiner Scherz! Die „BFF“ hat natürlich einen ebenso hippen Job, siehe Rita/Cara oder Dakota/Elisabeth.

Schluss mit Coolness und Unnahbarkeit

Gerade Models nutzen Social Media, um sich in Szene zu setzen: mal ungeschminkt, mal auf alten Kinderfotos mit Megazahnlücke oder beim Pizza-Wettessen mit Freunden. Die Message ist klar: „Hey, wir sind genauso normal wie ihr.“ Cara Delevingne postete sogar ein Bild, das sie mit einem gewaltigen Möwenschiss auf der Stirn zeigte. „Ich kann nicht glauben, dass mir tatsächlich gerade ein Vogel auf den Kopf gekackt hat!“ Könnten Sie sich so eine Aktion von Kate Moss vorstellen? Die ihr Privatleben streng abgeschirmt hält und so gut wie keine Interviews gibt? Eben. Die jungen Zeitgeist-Ikonen stehen mit ihren Fans in regelmäßigem Austausch: Sie antworten auf Fragen, kommentieren, teilen und retweeten deren Posts. So wirken sie viel nahbarer als ihre Vorgänger. So sieht es auch Alex Shah, PR-Direktor der Londoner Modelagentur Premier: „Die Leute waren schon immer von It-Girls fasziniert. Noch vor 20 Jahren wirkten die Mädels so mysteriös wie Stummfilmstars. Das hat sich auf jeden Fall geändert.“ Was irgendwie auch wieder schade ist. Denn: It-Girls sind nicht wie du und ich – sie sind dünner, reicher und haben die cooleren Freunde. Wir können sie aber trotzdem bewundern. Vielleicht sogar noch mehr, wenn sie sich rarmachen. Marlene Dietrich, so viel ist sicher, hätte nie ein Foto ihres Mittagessens auf Facebook gepostet.

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Autor: Iris Soltau

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Quelle: Petra, Ausgabe 02/2014