Audrey Tautou, Interview Manchmal hängen ein paar Jungs an meinen Hacken

Die fabelhafte Welt der Amélie“ machte Audrey Tautou über Nacht zum Welt-Star. Jetzt spielt sie „Coco Chanel“ – und gab PETRA ein exklusives Interview in Berlin

Amelie

Manchmal hängen ein paar Jungs an meinen Hacken

Tragen Sie privat gern Chanel?
Ganz ehrlich: Ich interessiere mich nicht besonders für Mode. Natürlich muss ich mich manchmal in schicke Outfits werfen. Aber eigentlich bin ich das nicht. Der Stil von Chanel hat mir allerdings schon immer gefallen: sehr einfach, sehr weiblich, sehr französisch.

Dann muss Ihnen doch der Mode- Zirkus ziemlich albern vorkommen?
Ich guck ihn mir an wie eine Touristin, aber ich würde mich niemals darüber lustig machen.

Haben Sie eigentlich mit Karl Lagerfeld über Ihre Rolle gesprochen?
Nein, er hat mir nur erzählt, dass Coco Chanel in der Tat eine sehr schlaue und gewiefte Geschäftsfrau war.

Sind Sie so sturköpfig wie die Chanel?
Auch das sagt man generell den Menschen aus der Auvergne nach.Wenn ich mich für ein Projekt entschieden habe, ziehe ich es mit aller Kraft durch. Ich kann auch sehr autoritär sein – das war mir vor den Dreharbeiten zu „Coco“ gar nicht so bewusst. Was mich allerdings von Coco Chanel unterscheidet: Ich bin eine miserable Lügnerin. Sie konnte den Leuten gut etwas vormachen. Mir steht das schlechte Gewissen sofort ins Gesicht geschrieben.

Genau wie Coco Chanel kamen Sie aus der Provinz in die Großstadt Paris. Erinnern Sie sich noch an Ihre ersten Eindrücke?
Ich bin mit Ende 17 nach Paris gezogen, um Schauspiel-Unterricht zu nehmen. Zuerst war ich total schockiert,weil mir nur große, umwerfend attraktive Frauen begegneten. Ich war schrecklich eingeschüchtert und dachte: Okay, so ist das wohl in einer Großstadt. Irgendwann kam ich dahinter, dass ich direkt neben einer Dependance der Model-Agentur „Elite“ gewohnt habe.

Autor: Iris Soltau

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